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Grenzüberschreitend – interaktiv – vielseitig: der 2. BODENSEE SUMMIT digital

Zum zweiten Mal kamen etwa 130 Vertreterinnen und Vertreter aus kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) mit Startups, Hochschulen, Politik und Verwaltung auf dem "BODENSEE SUMMIT digital" zusammen, um über die Chancen und Herausforderungen der digitalen Transformation zu diskutieren und gemeinsam an neuen Ideen und Herangehensweisen zu arbeiten.

Die Organisatoren wollen durch den grenzüberschreitenden Austausch zwischen den Akteuren aus Deutschland, Österreich, Liechtenstein und der Schweiz die Innovationskraft und Zukunftsfähigkeit des Wirtschaftsraums stärken.
 „Es ist uns ein Anliegen, dass die Unternehmer/innen der Vierländerregion Bodensee miteinander ins Gespräch kommen und von den jeweiligen Erfahrungen der anderen lernen können“, so Alexandra Boger, Leiterin des Bodenseezentrum Innovation 4.0 (BZI 4.0) an der HTWG und Mitorganisatorin des BODENSEE SUMMIT digital. Dass die grenzüberschreitende Vernetzung für die Stärkung des Wirtschaftsraums Bodensee von großer Bedeutung ist, sieht auch Klaus-Dieter Schnell, Geschäftsführer der Internationalen Bodensee-Konferenz (IBK) so: „Viele stehen mit dem Rücken zum See, den Blick auf die Zentren gerichtet. Der Blick sollte in die Region gewandt sein, denn wir haben hier sehr viel Know-how.“ Die IBK unterstützt den BODENSEE SUMMIT digital seit diesem Jahr im Rahmen der Digitalisierungsinitiative Bodensee. Die eintägige Konferenz zeichnet sich besonders durch die vielen interaktiven Formate und starken Beteiligungsmöglichkeiten für die Teilnehmer/innen aus.

Im Fishbowl hörte das Publikum nicht nur zu, sondern diskutierte aktiv mit
Nicht nur zuhören, sondern aktiv mitgestalten und diskutieren, lautet so auch das Credo der Fishbowl-Diskussion, bei der Personen aus dem Publikum auf dem Podium Platz nehmen konnten. Nachdem die beiden Keynote-Speaker Dr. Daniel Pietzka, Leiter Unternehmensstrategie der J.Schmalz GmbH und Christian Kehr, Head of Global eCommerce bei der Mammut Sports Group AG, Einblicke in die Digitalisierungsstrategien ihrer Unternehmen gegeben hatten, wurde die Diskussionsrunde eröffnet. Besonders intensiv wurde die Frage diskutiert, was Unternehmen im Umgang mit veränderten Anforderungen an die Kompetenzen ihrer Mitarbeiter beachten müssen und wie die Veränderung der Arbeitswelt sozialverträglich gestaltet werden kann.

Intensiv-Workshops boten tiefere Einblicke in Schwerpunktthemen der digitalen Transformation
Bei einem gemeinsamen Mittagessen konnten die Teilnehmer die Diskussion fortsetzen. Gestärkt ging es danach in die sieben Intensiv-Workshops, in denen die Teilnehmer sich tieferes Wissen zu verschiedenen Schwerpunktthemen der Digitalisierung aneignen konnten. In kleineren Gruppen wurde an Themen wie „Effectuation“ und „Data driven Service Design in KMU“ gearbeitet. Sowohl die Teilnehmer als auch die Workshop-Leiter waren begeistert vom „Macher-Mindset“, das sich in der Zusammenarbeit an den Themen gezeigt hat.

Junge Ideen aus der Region - 5 Startups pitchen Ihre Digitalisierungslösungen für KMU
Philipp Kessler, Geschäftsführer des Startup Netzwerk Bodensee und ebenfalls Mitorganisator des Summits, appellierte mit den fünf Startup-Pitches an die KMU-Vertreter, sich mit jungen, kreativen Ideengebern zusammenzubringen, um mit Kooperationen die Innovationsstärke des eigenen Unternehmens zu steigern. „Es ist uns ein besonderes Anliegen zu zeigen, dass nicht nur in Berlin, München und Stuttgart innovative Startups beheimatet sind, sondern insbesondere in der Bodenseeregion viele außergewöhnlichen Geschäftsideen entwickelt werden“ so Kessler. Die fünf Startups aus Deutschland, Österreich, Liechtenstein und der Schweiz zeigten ihre Lösungen für digitales Business-Coaching, den Einsatz von Blockchain-Technologie im Supply Chain Management, digitales Kunden- sowie Kommunikationsmanagement und Datenmanagement in der Maschinenindustrie. Bei den anschließenden „Challenge your Peers“-Sessions standen die Startups für Fragen zur Verfügung.

Challenge your Peers – Können durch Diskussionen neue Ideen entstehen?
Im letzten Teil der Konferenz ging es dann noch einmal um die aktive Beteiligung und den Austausch. An 15 moderierten Gesprächsinseln konnten die Konferenzteilnehmer/innen ihre Erfahrungen, ihr Wissen und ihre Ideen mit denen der anderen teilen und erweitern. „Ziel dieses Formats ist es, durch das Zusammenbringen verschiedener Erfahrungshintergründe Wissen zu generieren und durch den Austausch praxisrelevante Lösungsansätze zu erarbeiten“, sagt Christoph Selig, wissenschaftlicher Mitarbeiter des am BODENSEE SUMMIT digital als Organisator beteiligten IST Institut für Strategische Innovation und Technologiemanagement der HTWG Konstanz. Es wurde angeregt diskutiert und neue Kontakte geknüpft.

Der 3. BODENSEE SUMMIT digital fördert den Austausch mit der Politik
Die Organisatoren zeigten sich zufriedenen mit dem 2. BODENSEE SUMMIT digital. „Wir freuen uns auf den 3. BODENSEE SUMMIT digital, der am 24. Juni 2020 im Montforthaus Feldkirch in Vorarlberg stattfinden wird, und hoffen Sie alle wieder begrüßen zu dürfen“ so Alexandra Boger gemeinsam mit Philipp Kessler und Christoph Selig beim Wrapup des Tages. Das Besondere am nächsten Summit wird die mit ihm verbundene Regierungschefkonferenz der Internationalen Bodensee Konferenz (IBK) sein. In diesem Gremium beraten die Regierungschefs der zehn an den Bodensee angrenzenden und mit ihm verbundenen Länder und Kantone Baden-Württemberg, Schaffhausen, Zürich, Thurgau, St.Gallen, Appenzell Ausserrhoden, Appenzell Innerrhoden, Fürstentum Liechtenstein, Vorarlberg und Bayern regelmäßig über gemeinsame politische Anliegen und Ziele in der Region. Die Regierungschefs werden Teil des Programms sein, um den intensiven Austausch von Wirtschaft, Wissenschaft und Politik zu fördern.  Das Organisationsteam ist sich sicher, dass der Austausch über die Grenzen des Bodensees hinweg, die Innovationskraft der Region steigert und die Wirtschaftskraft der Region sichtbarer macht.

Bildtext Titelbild: SUMMIT digital 2019: Klaus-Dieter Schnell, Geschäftsführer der Internationalen Bodensee-Konferenz (IBK), begrüßte die Gäste.