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Großes Interesse an Simulationslabor

An einem ersten „Technologietag“ stellte sich das Verbundlabor für numerische Simulation vielen Unternehmensvertretern vor. Simulation kann ein Erfolgsfaktor bei der Entwicklung komplexer Produkte sein.


Zu viel Zeit und Geld kostet es, mehrere Prototypen zu bauen, um danach feststellen zu müssen, dass das Resultat des nächsten Tests immer noch nicht den Anforderungen entspricht. Das Verbundlabor für numerische Simulation kann insbesondere auch kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) bei der Simulation unterstützen. So lautete der Titel des ersten Technologienachmittag des Verbundlabors „Wie KMUs vom Einsatz der FEM-/CFD-Simulation profitieren“.
Die gemeinsam von der CADFEM Suisse AG und der HTWG Konstanz organisierte Veranstaltung richtete sich vorwiegend an Ingenieurinnen und Ingenieure regionaler KMUs. Dem teilnehmenden Personenkreis aus Industrie und Forschung wurde in insgesamt neun Präsentationen ein Überblick über die Erfolgsfaktoren und Chancen der aktuellen Simulationsmethoden gegeben. Dazu wurden innovative Simulationstools, praxisorientierte Anwendungsbeispiele sowie neue Geschäftsmodelle und Kosteneinsparpotenziale vorgestellt.

Prof. Dr. Lazar Bošković und Prof. Dr. Burkhard Lege gaben einen Einblick in die aktuellen Simulationsaktivitäten und -angebote der HTWG Konstanz. Als Leiter des Instituts für Werkstoffsystemtechnik bzw. des FEM-Labors konnten sie den KMU-Vertretern interessante Kooperationsmöglichkeiten und Anwendungstipps vorstellen. Mitarbeiter der CADFEM Suisse AG und der ANSYS Germany GmbH präsentierten verschiedene neue Simulationsanwendungen sowie hierdurch entstehende Potenziale für KMUs. Als zentrale Anwendungsbereiche wurden die additive Fertigung, das autonome Fahren und die konstruktionsbegleitende Simulation beleuchtet. Schließlich zeigten Teresa Alberts von der ITficient AG, Michael Brand von der Brand Engineering GmbH und Jonathan Haas, wissenschaftlicher Mitarbeiter der HTWG Konstanz, praxisnahe Anwendungsfälle aus aktuellen Projekten. Neben der lastgerechten Dimensionierung von Baumaschinen und der geometrisch optimierten Gestaltung von Faserverbund-Leichtbaukomponenten gab es dabei auch den „digitalen Zwilling“ einer im Saal aufgebauten Anlage zu sehen.

Beim anschließenden Apéro hatten alle Teilnehmer Gelegenheit, sich in ungezwungener Atmosphäre mit Gleichgesinnten über aktuelle Trends, Ideen und Projekte auszutauschen. „Mit ca. 40 Gästen aus Industrie, Forschung und Lehre – etwa jeweils zu Hälfte aus Deutschland und der Schweiz angereist – war der erste Technologienachmittag ein voller Erfolg“, sagten die Leiter des FEM Verbundlabors. Eine Wiederholung mit anders gesetztem Schwerpunkt wird aktuell diskutiert. (jh)