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Grünes Licht für „StudyUp – Gründerbildung“

Zum wiederholten Male wird die HTWG für ihre Maßnahmen zur Unterstützung von Gründungsaktivitäten vom Land finanziell gefördert. Ein Höhepunkt: Auch in diesem Jahr können sich Studierende um eine Reise ins Silicon Valley bewerben.

Mit 200.581 Euro unterstützt das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst das Projekt „StudyUp – Gründerbildung“, das im Institut für Strategische Innovation und Technologiemanagement (IST) erarbeitet worden ist. Die Förderung erfolgt in der neuen Förderlinie „Gründungskultur“ des Ministeriums. Sie knüpft an die bisherige Linie „Gründungskultur in Studium und Lehre“ an, über die bereits die gemeinsame Gründerinitiative von Universität Konstanz und HTWG, Kilometer1, gefördert worden ist.

„Die Entwicklung neuer, innovativer didaktischer Konzepte soll dazu beitragen, das Studium und die Vorbereitung auf eine mögliche unternehmerische Selbstständigkeit von Beginn an neu zu denken“, hieß es in der Projektausschreibung des Ministeriums. Ziel von StudyUp ist die gezielte Ergänzung von gründungsrelevanten Aktivitäten zur optimalen Unterstützung Studierender während des Studiums. „Zentral ist dabei, Studierende zu motivieren, sich neben dem Studium Gründungsthemen zu widmen, entsprechende Angebote im Curriculum sowie spezielle Honorierungen von Gründungsaktivitäten zu integrieren, und Studierende fakultätsübergreifend sowie mit bestehenden Startups besser zu vernetzen“, fasst Christoph Selig von Kilometer1 zusammen. Mit Hilfe der neuerlichen Förderung soll das bisherige Angebot von Kilometer1 noch ergänzt werden.

Auch Intrapreneurship gewinnt an Bedeutung

Neben dem „klassischen“ Entrepreneurship (Gründung von Startups), gewinne auch das Thema „Intrapreneurship“ (Unternehmertum innerhalb etablierter Unternehmen) zunehmend an Relevanz. So beschäftigt sich mittlerweile ein Großteil der DAX-Unternehmen mit dem Aufbau von Innovationsprogrammen für unternehmerische Mitarbeiter. Ziel dieser Innovationsprogramme ist es, das unternehmerische Potenzial auch innerhalb der Organisation zu nutzen, um mit Innovationen die Organisation von innen heraus zu transformieren und zu erneuern. „Diese Entwicklungen stellten den Ausgangspunkt unseres Antrags dar. Sie zeigen auf, weshalb die unternehmerische Ausbildung von Studierenden an der HTWG als hoch relevant angesehen wird“, erläutert Selig. Unabhängig davon, ob die Studierenden eine Startup-Gründung oder den klassischen Karriereweg in bestehenden Unternehmen anstrebten, würden unternehmerische Fähigkeiten und Denkweisen immer wichtiger.

Motivieren, Vernetzen, Integrieren

Unternehmertum und Gründung sollen ein elementarer Bestandteil des Leistungsangebots der HTWG Konstanz werden. Hierzu fokussiert das Projekt die drei Themengebiete Motivieren, Vernetzen und Integrieren.

Motivieren:
Möglichst alle Studierende sollen im Laufe ihres Studiums mit dem Thema Gründung in Kontakt kommen und Möglichkeiten erhalten, sich damit intensiver zu beschäftigen.

Vernetzen:
Gründungsinteressierte Studierende sollen fakultätsübergreifend, noch besser untereinander, aber auch mit regionalen Startups vernetzt werden. Der Aufbau weiterer physischer Vernetzungsevents speziell zum Thema Gründung sowie einer digitalen Plattform ähnlich eines „Jobportals“ für Ideen sollen dies weiter fördern.

Integrieren:
Studierende mit Interesse an gründungsrelevanten Themen sollen verbesserte Möglichkeiten erhalten, diese in ihr Curriculum zu integrieren und als Studienleistungen anrechnen lassen zu können. Grundlagen hierfür wurden unter anderem durch ein erweitertes Angebot entsprechender Vorlesungen im Studium generale der HTWG bereits geschaffen und sollen im Rahmen des Projektes weiter ausgebaut werden. Durch das Angebot eines „Innovatoren-Zertifikats“ sollen Studierende ermutigt und belohnt werden, sich über die Pflichtkurses hinaus mit Gründungs- und Innovationsthemen zu beschäftigen. Das Innovatoren-Zertifikat soll ein Aushängeschild der unternehmerischen Ausbildung an der HTWG werden und zugleich die Attraktivität der Hochschule für Studierende und Unternehmen verbessern. (aw)



Kilometer1

Im Rahmen der Ausschreibung „Gründungskultur in Studium und Lehre“ (GuStL) des Landes Baden-Württemberg haben die HTWG und die Universität Konstanz die gemeinsame Startup-Initiative Kilometer1 ins Leben gerufen. Kilometer1 umfasst ein breites Spektrum an Aktivitäten. Dazu gehört die Durchführung von Events wie der Veranstaltungsreihe „Ideas & Cheers“ (Vorträge von Gründern, vier Mal pro Semester), die jährliche Ausrichtung des Gründertags zusammen mit dem Gründernetzwerk Konstanz, aber auch die Kooperation mit bestehenden Events wie der „Startup Lounge Bodensee“ oder der „FuckUp Night“, zu welchen die Studierenden ein Kontingent an Freitickets erhalten. Studierende können zudem eine Erst- und EXIST Beratung in Anspruch nehmen. Die HTWG kann dabei auf vier erfolgreiche EXIST Antragstellungen in den vergangenen drei Jahren zurückblicken. Ein mit der Universität gemeinsam ausgerichteter Ideenwettbewerb (Gewinn: Reise ins Silicon Valley) hat bei seiner ersten Durchführung, mit 25 eingereichten Ideen von mehr als 70 Studierenden, bereits stark dazu beigetragen, dass Studierende aller Fakultäten sich intensiver mit Gründungsideen beschäftigen. Dies soll durch einen zweiten Durchlauf des Ideenwettbewerbs im Jahr 2019 weiter verstärkt werden. Darüber hinaus hat Kilometer1 an der HTWG gemeinsam mit den Verantwortlichen für das Studium generale die Kategorie „Innovation“ geschaffen, in welcher Studierende verschiedenste gründungsrelevante Themen belegen können. Ergänzt wird dies durch eigene Workshops wie „StartUp Your Idea“.

Auch in diesem Jahr sind Studierende zur Teilnahme am „Kilometer1 Idea Cup“ eingeladen. Die Gewinner werden zu einer Reise ins Silicon Valley mit vielen Gesprächen rund um Gründung und Innovation eingeladen. Einen Eindruck der Reise vom letzten Jahr vermittelt ein Film über den Kilometer1 Idea Cup auf Youtube.