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Hochschulfinanzierungsvereinbarung: Land gibt Hochschulen Planungssicherheit bis 2025

Die Hochschulfinanzierungsvereinbarung II bringt den Hochschulen für angewandte Wissenschaften vor allem deutlich mehr Planungssicherheit und ist Ausdruck für die Anerkennung ihrer Leistungen in den vergangenen Jahren und die Bedeutung der HAW, ihrer Lehrangebote, der Forschung und des Transfers zur Bewältigung der gewaltigen Zukunftsaufgaben.

Alle 21 Rektorinnen, Rektoren und Präsidenten der staatlichen Hochschulen für Angewandte Wissenschaften (HAW) haben die Hochschulfinanzierungsvereinbarung II (HoFV II) unterzeichnet. In einem gemeinsamen Kraftakt und neben dem Corona-Krisenmanagement aller Beteiligten konnten sich alle Hochschularten mit dem Finanz- und Wissenschaftsministerium über die zukünftigen finanziellen Rahmenbedingungen für die kommenden fünf Jahre einigen. Die Vereinbarung wurde von den Rektorinnen, Rektoren und Präsidenten der Hochschulen digital unterzeichnet und kann damit am 1. Januar 2021 in Kraft treten.

Professor Dr.-Ing. Carsten Manz, Präsident der Hochschule Konstanz, begrüßt die Einigung der Hochschulen für Angewandte Wissenschaften (HAW) mit dem Wissenschaftsministerium: „Mit der Finanzierungsvereinbarung ist es gelungen, wesentliche Aufgaben, die wir bereits in Vorleistung erbracht haben, abzusichern.
Es bedeutet ferner eine weitere Absicherung von bislang zeitlich befristeten Ressourcen und bedeutet auch für unsere engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ein Mehr an Sicherheit. Ich danke ausdrücklich dem Vorstand unserer Landesrektorenkonferenz sowie unserem Geschäftsführer des HAW BW e.V.
Wieder einmal hat sich gezeigt, dass wir als Hochschulen für Angewandte Wissenschaften mit dem gemeinsamen Auftreten ein größeres Gehör finden“.

Anerkennung für geleistete Auf- und Ausbauarbeit sowie Stärkung von Zukunftsaufgaben
Die Hochschulvereinbarung II ist nicht nur eine Anerkennung für die geleistete Auf- und Ausbauarbeit der Hochschulen der letzten Jahre. Die finanzielle Stärkung durch das Land bedeutet zudem die Sicherung und Stärkung drängender Zukunftsaufgaben an allen Hochschulen: So gewährleisten Hochschulen durch ihre Lehre und Forschung, dass ihre Absolventinnen und Absolventen über Fachwissen, Kompetenzen und Schlüsselqualifikationen verfügen, um sie zu professionellem Handeln für die gewaltigen Herausforderungen in Wirtschaft und Gesellschaft, etwa für die Digitalisierung aller Lebensbereiche und für die Folgen des Klimawandels, zu befähigen.

„Der Abschluss der Finanzierungsvereinbarung ist ein klares Signal an die Gesellschaft und unsere Wirtschaft, dass die Hochschulen auch nach der Krise zum Wohle des Landes handlungsfähig bleiben und ihren wichtigen Beitrag zur Wettbewerbsfähigkeit unserer Volkswirtschaft leisten können“, erklärt Bastian Kaiser, Vorsitzender der HAW-Rektorenkonferenz.

Für die HAW bedeutet die Hochschulfinanzierungsvereinbarung II konkret
- die dauerhafte Absicherung bisher befristet finanzierter Leistungen,
- Dynamisierung der Grundfinanzierung um insgesamt 3 Prozent pro Jahr, Zur Abfederung der Inflationsentwicklung und unter Einbeziehung und Übernahme der steigenden Personalkosten,
- jährliche zusätzliche Mittel von rd. 17 Millionen Euro im Jahr 2021, anwachsend auf rund 25,4 Miollionen Euro im Jahr 2025.

Die HAW hatten sich insbesondere für die nachholende Ertüchtigung ihrer Infrastruktur und deren weiteren Entwicklung zwar mehr erhofft, danken der Landesregierung aber ausdrücklich für dieses deutliche Signal, zudem auch die große Einigkeit aller Hochschularten während der rund einjährigen Verhandlungen beigetragen haben dürfte.

Erfolg trotz Corona-Krise
Dieses Ergebnis ist auch vor dem Hintergrund der aktuellen Corona-Krise ein wichtiger landespolitischer Erfolg: Wissenschaft, Forschung, Kultur und Hochschullehre sind wichtige Impulsgeber im Land und in die Regionen. Sie werden nach der Krise noch mehr gebraucht als ohnehin schon – das hat sich auch nach der Finanzkrise 2008 deutlich gezeigt.
„Unser ausdrücklicher Dank gilt auch den Abgeordneten fast aller Fraktionen des Baden-Württembergischen Landtags, mit denen wir in einem offenen, konstruktiven Austausch stehen“, betont Benjamin Peschke, Geschäftsführer der Rektorenkonferenz.
Dieser Austausch, vermutet der HAW-Vorstand, hat maßgeblich zur besseren Wahrnehmung der HAW, ihrer Leistungen und ihrer Bedeutung beigetragen.

Weitere Informationen sowie ein Erklärvideo zur Hochschulfinanzierungsvereinbarung II auf den Seiten des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst.

Text: HAW BW e.V. / Abt. Kom, HTWG Konstanz.