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HTWG in der Deutschen Schule in Moskau

Nun ist die HTWG auch Schülerinnen und Schülern der Deutschen Schule in Moskau ein Begriff: Prof. Ralf Seepold hat sie während seines Forschungssemesters in Russland besucht. Warum? Das schreibt er in einem Gastbeitrag.

„Die Deutsche Schule Moskau ist die Schule der Deutschen Botschaft in Moskau. Es ist das inoffizielle Zentrum der Deutschen in der Millionenstadt, zumal auf dem direkt angegliederten Campus viele Familien wohnen und so automatisch eine Gemeinschaft entsteht. Wie an deutschen Auslandsschulen üblich, findet man eine multikulturelle Struktur, in der die meisten Schüler aufwachsen. Viele haben bereits in mehreren Ländern gelebt oder verweilen für einen Zeitraum von mehreren Jahren hier, um dann erneut zu wechseln, weil ihre Eltern den Arbeitsort wechseln. Etliche Schüler werden in der Zukunft ein Studium anstreben und Deutschland steht oft ganz oben auf der Wunschliste.

Aus diesem Grund sind aktuelle Informationen über die Studienlandschaft, aber auch der Kontakt zu Hochschulen wichtig. Cordula Zwanzig nahm dies zum Anlass eine Veranstaltung zu planen, die den Schülern der Klassen 10 und 11 einen Einblick in eine reale Vorlesung geben sollte und im Nachgang genügend Zeit bieten sollte, um eine Diskussion zu fachlichen und weiteren studienrelevanten Themen zu starten. Prof. Dr. Seepold, der derzeit an der I.M. Sechenov First Moscow State Medical University im Rahmen seines Forschungssemesters in Moskau lebt, folgte der Einladung, um einen Auszug seiner Forschungen als Vorlesung zu präsentieren, aber auch, um als Beauftragter der Fakultät Informatik für Internationale Beziehungen Fragen zum Studium zu beantworten. Die Schüler wurden durch ihre Lehrer bereits sehr gut auf das Thema vorbereitet, sodass das Thema „Schlaf“, was ein gewichtiger Forschungsgestand von Prof. Seepold ist, mit vielen guten Fragen diskutiert werden konnte. Zum Thema „Träumen“ gab es eine rege Diskussion. Seepold sagte, „dass die Wissenschaft nicht so weit ist, Träume wie in einer Computeranimation zu visualisieren“. Daneben standen Fragen zum Studium und im Nachgang noch kurze persönliche Gespräche an. „Die gute Vorbereitung und das hohe Interesse der Schüler ist mir sehr positiv aufgefallen”, sagte Seepold, „da unsere Aufgabe nicht nur die Betreuung der eigenen, sondern auch der Kontakt zu potentiellen Studierenden wichtig ist, sind solche Veranstaltungen wichtig.“. Mit einigen Eltern wurde später in der Mensa weiterdiskutiert, da die Schüler pünktlich zu den Prüfungen mussten.
Ähnliche Events wurden an den Deutschen Schulen in Madrid und Barcelona in der Vergangenheit durchgeführt. Besonders danken möchten wir neben Cordula Zwanzig als Initiatorin, den Hausmeistern, Fotograf Heinrich Immel (10a) sowie Frau Ivanova und Herrn Ostrovskij, die tatkräftig geholfen haben, die Idee in die Tat umzusetzen.“