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Strategische Innovation und Transformation – jetzt erst recht!

Vor einem großen Bildschirm steht ein junger Mann, der auf einen vor ihm sitzenden Mann blickt. Der Mann sitzt mit dem rechten  Arm auf einem Tisch gebeugt. Er ist von hinten zu sehen.

Innovationsfähigkeiten unter veränderten Rahmenbedingungen zu entwickeln ist eine Herausforderung vieler Projektpartner des IST Institut für strategische Innovation und Technologiemanagement in der aktuellen Corona Krise. Das IST hilft mit seinem Knowhow.

„Die Corona Krise hat die Zusammenarbeit wie auch die gemeinsamen Projekte mit der Industrie aktuell deutlich verändert“, sagt Prof. Dr. Guido H. Baltes, wissenschaftlicher Direktor des IST. In der Projektarbeit mit der Industrie werden nun sehr stark virtuelle Workshop-Formate, Video-Konferenzen und ähnliches eingesetzt. Aber nicht nur die Formate, sondern auch der inhaltliche Fokus habe sich durch Corona verändert. „Einige Projektpartner des IST Instituts, aus der Automobilzulieferindustrie, der Medizintechnik oder auch Hersteller im Bereich von Industriegeräten, haben gerade in der Krise das Transformations-Knowhow im IST Institut genutzt. Angesichts der veränderten Rahmenbedingungen und hohen Unsicherheit ging es dabei sehr stark um Veränderungsbereitschaft und organisationale Transformation, um in der Krise angepasste Strategien und neue Innovationsfähigkeiten zu entwickeln“, berichtet Baltes.

Schlagkräftige Forschungsgruppe mit sechs Doktorand*innen

Schon im zurückliegenden akademischen Jahr hat sich die Projektarbeit am Institut für strategische Innovation und Technologiemanagement noch weiter in Richtung digitale Transformation fokussiert. Im Kontext von strategischer Innovation und Corporate Entrepreneurship arbeiten hierzu vier der mittlerweile sechs Doktorand*innen als schlagkräftige Forschungsgruppe zusammen. Aktuell erlebt das IST Institut dabei eine Art Generationenwechsel: Mit Christoph Selig schließt ein Doktorand derzeit seine Promotion an der Universität Leiden (Niederlande) ab, während mit Rebecca Off zum April eine neue Doktorandin mit Abschluss von der ZU Friedrichshafen hinzugestoßen ist.Blick von der rechten Seite in einen Vortragssaal. Auf einer Bühne recht sitzen mehrere Personen im Halbkreis. In der linken Bildhälfte sitzt das Publikum.
Die in dieser Arbeit gewonnenen Erkenntnisse erfahren nicht nur in der Wissenschaft, sondern auch in Öffentlichkeit und bei Unternehmen zunehmend Anerkennung: So war das IST Institut im letzten Jahr zusammen mit dem Bodenseezentrum Innovation 4.0 an der HTWG Konstanz Ausrichter des Bodensee Summit (Foto oben: IST Institut), der Innovationskonferenz für KMU aus der Vierländerregion Bodensee. Über 200 Teilnehmer haben von spannenden Leuchtturmbeispielen der Digitalisierung ‒ wie beispielsweise dem Sportartikelhersteller Mammut oder dem Vakuum-Handling-Spezialisten Schmalz ‒ Erfahrungen der erfolgreichen Umsetzung mitnehmen können.

Im Herbst hat das IST Institut zudem wie alljährlich zu seinem Top-Management-Dialog, Strategic Management Perspectives (SMP Dialog), nach München gerufen. Diesmal stand mit dem Motto „Künstliche Intelligenz (KI) strategisch nutzen und gestalten“ ein wesentliches Kernthema für die Zukunft von Arbeit, Organisation und Geschäftsmodellen auf der Agenda.

„Mit Klaus Burmeister, Zukunftsforscher und CEO foresightlab Berlin, Christin Schäfer, einzige Unternehmerin in der Datenethikkommission der Bundesregierung und CEO der Data Science Boutique acs plus, sowie Hans-Christian Boos, Mitglied im Digitalrat der Bundesregierung und CEO von Arago, konnte wieder ein profiliertes Expertenpanel für die Veranstaltung gewonnen werden. Auch in diesem Jahr sind wieder mehr als 70 Geschäftsführer*innen unserer Einladung in die Galerie Storms nach München gefolgt“, berichtet Prof. Dr. Guido H. Baltes, wissenschaftlicher Direktor des IST.

Kooperationsstrategie für grenzübergreifende wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen Niederlande und Baden-Württemberg

Die Industrieexpertise des IST Instituts, insbesondere die breite Sicht auf die mittelständische Industrie in Baden-Württemberg findet auch im Ausland reges Interesse. So unterstützt das IST Institut beispielsweise die Entwicklung einer Kooperationsstrategie für grenzübergreifende wirtschaftliche Zusammenarbeit und Innovation zwischen den Niederlanden und Baden-Württemberg. Dazu hat der Generalkonsul der Niederlande, Paul Ymkers, das IST Institut in Konstanz besucht, um sich vor Ort über den Stand und Umfang der industrienahen Forschung am IST Institut zu informieren (Foto ganz oben; Bildquelle IST Institut).

Zudem ist ein Teil des Teams am IST Institut wieder zur alljährlichen Forschungsreise in die USA nach Kalifornien aufgebrochen: Während der Direktor des IST Prof. Dr. Guido H. Baltes im Rahmen seiner Gastprofessur von August bis September an der Rady School of Management der University of California in San Diego lehrte, unterstützten einige Doktoranden des IST als Mentoren das Startup Bootcamp der University of California Berkeley (im Bild unten Christoph Selig). Zahlreiche Forschungsinterviews bei Innovationseinheiten deutscher Unternehmen im Silicon Valley haben auch in diesem Jahr wieder inspirierende Eindrücke und wichtige Erkenntnisse für die Forschungsarbeit am IST Institut erbracht.

Drei junge Frauen und zwei junge Männer stehen in einem Seminarraum vor einem Whiteboard zusammen und diskutieren miteinander.

Gruppenfoto, von links: Nicolai Heinzelmann, Prof. Dr. Guido Baltes und Christoph Selig stehen eng zusammen und lachen in die Kamera. Sie stehen vor einem Haus mit der Aufschrift: Rady School of Management.

Von links: Nicolai Heinzelmann, Prof. Dr. Guido Baltes, Christoph Selig.
 

Zu sehen sind die Sihouetten dreier Männer an einem Strand vor einem Sonnenuntergang.

Auch so kann Forschung und Lehre sein: Diskussionen am Strand von San Diego. Bildquelle: IST Institut