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Von der Nordküste Balis zum Studium an den Bodensee

Die 22-jährige Elektrotechnik-und-Informationstechnik-Studentin Yeni Purnama Sari aus Indonesien hat den DAAD-Preis erhalten. "Sie ist eine gute Botschafterin ihres Landes", sagte Laudator Prof. Dr. Gunter Voigt.

Es ist erst wenige Jahre her, dass Yeni Purnama Sari am Goethe-Institut 2015 in Jakarta ihren ersten Deutsch-Kurs belegt hat. Heute ist sie schon im siebten Semester des Bachelor-Studiums Elektrotechnik und Informationstechnik an der HTWG Hochschule Konstanz. Mit Bravour hat sie sämtliche Herausforderungen, die ein Studium in einer Fremdsprache mit sich bringt, gemeistert. Für ihren Erfolg im Studium und ihr Engagement an der Hochschule hat ihr Prof. Dr. Beate Bergé, Vizepräsidentin Lehre und Qualitätssicherung der HTWG, den DAAD-Preis für hervorragende Leistungen ausländischer Studierender überreicht.

Die 22-jährige Indonesierin sei ein Beweis dafür, dass das Klischee, Frauen hätten in Ingenieurstudiengängen wie insbesondere in der Elektro- und Informationstechnik Schwierigkeiten, ein Vorurteil sei. „Frau Sari ist ein tolles Vorbild für Schülerinnen und Studentinnen, indem sie das sehr wohl anspruchsvolle Studium sogar in der Fremdsprache bewältigt“, sagte Prof. Dr. Beate Bergé. Und das mit viel Freude, die die Studentin ausstrahlt. Für die Wahl des Studienfachs war ausschlaggebend, dass ihr Mathematik und Physik in der Schule Spaß gemacht hätten. Für den Studienort Deutschland bzw. Konstanz hat sie sich entschieden, weil ein Ingenieur-Studium in Deutschland eines der besten auf der Welt sei, davon ist sie überzeugt. Nach dem Studium möchte sie zunächst in Deutschland arbeiten, weil die Studien- und Arbeitsmöglichkeiten im Bereich Elektrotechnik auf Bali rar seien. Prof. Dr. Gunter Voigt hatte Yeni Purnama Sari für den Preis vorgeschlagen. Er beschrieb sie in seiner Laudatio als eine sehr aufmerksame, stets gut vorbereitete und wissbegierige Studentin, die ihn selbst mit weitergehender Literatur zum Lehrstoff versorgt habe. Neben ihrem Studium hat sie sich im Interkulturellen Zentrum der Hochschule eingebracht. „Sie ist eine gute Botschafterin ihres Landes“, betonte Voigt. (aw)

DAAD-Preis für hervorragende Leistungen ausländischer Studierender an den deutschen Hochschulen
Der mit 1.000 Euro pro Hochschule dotierte DAAD-Preis, der seit mehr als zehn Jahren vergeben wird, soll dazu beitragen, ausländischen Studierenden an deutschen Hochschulen Gesichter zu geben und sie mit Geschichten zu verbinden. Damit wird deutlich, dass jeder einzelne ausländische Studierende ein Stück von Deutschland in seine Heimat mitnimmt und etwas von sich in Deutschland lässt – eine Bereicherung für beide Seiten.
Die Studierenden, die über ihre jeweilige Gasthochschule einen solchen Preis erhalten haben, stehen für ihre Kommilitoninnen und Kommilitonen aus der ganzen Welt. Sie sind künftige Partner für Deutschland in Wirtschaft, Politik und Wissenschaft.

Bildtext:
Erfolg im Studium – dafür erhielt Yeni Purnama Sari (Mitte mit Urkunde) von der HTWG den DAAD-Preis. Mit ihr freuen sich (von links) Prof. Dr. Beate Bergé, Laudator Prof. Dr. Gunter Voigt, Klemens Blass, Leiter des Akademischen Auslandsamts und Fabiana Gouveia Pflüger, ebenfalls vom Akademischen Auslandsamt.