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Zum Abschied gute Wünsche

Ein herzliches „Auf Wiedersehen“ hat die Fakultät Elektrotechnik und Informationstechnik 86 Absolventinnen und Absolventen in einer festlichen Feier gesagt. Dass das Wiedersehen ganz wörtlich zu nehmen ist, zeigte ein Alumnus in seiner Festrede.

Das war auch ein Anliegen von Prof. Dr. Thomas Birkhölzer, Dekan der Fakultät Elektrotechnik und Informationstechnik. Er lud die frisch gebackenen Ingenieurinnen und Ingenieure dazu ein, auch nach dem Abschluss den Kontakt zu ihrer Hochschule zu halten. Bei der Frage, was sie neben Fachwissen von der Hochschule mitnehmen sollten, formulierte er den Wunsch, dass sie insbesondere zwei der sechs Werte der HTWG sowohl während ihres Studiums erlebt haben als auch verinnerlichen konnten: Respekt und Lebensnähe. Gerade im vergangenen Jahr sei deutlich geworden, dass Respekt gefragt sei – Respekt vor Mitmenschen gleich welcher Herkunft und ein respektvoller Umgang mit der Umwelt. Lebensnah sei das Studium an der HTWG ohnehin, er wünsche ihnen, dass sie bei ihren Tätigkeiten auch künftig bedenken, welche Auswirkungen sie auf verschiedene Lebensbereiche haben werden.

Bachelor-Absolventin Rebecca Reinkunz erlaubte einen Blick in das Studierendenleben.

Mit einem lachenden und einem weinenden Auge haben die Absolventinnen und Absolventen ihr Abschlusszeugnis entgegengenommen, so die Vermutung von Rebecca Reinkunz, die als ehemalige Wirtschaftsingenieur-Studentin einen Rückblick auf das Studium an der HTWG warf. „Die ganzen Anstrengungen haben sich gelohnt“, ist sie sich sicher. Die Anstrengungen - das waren zum Start des Studiums vor allem persönliche Herausforderungen: Sich in einer fremden Stadt alleine zurechtfinden, den eigenen Haushalt organisieren, neue Freundschaften knüpfen und lernen zu studieren. Und dann kamen die fachlichen Herausforderungen, bei denen sie sich von der Fakultät gut betreut gefühlt habe. Trotzdem sei das „Studieren im Paradies“ dann während der Prüfungszeit doch manchmal zum „Studieren in der Hölle“ geworden. Aber nun schließe sich der Kreis und die Frage stelle sich wie nach dem Abitur erneut: „Was fange ich mit meinem Leben an?“

Alumnus Sebastian Märkl hatte darauf eine Antwort und ermutigte die Absolventinnen und Absolventen, ihren individuellen Weg zu gehen. „Machen Sie nicht nur, was Sie können und woran Bedarf besteht, sondern auch das, was Sie wollen“, rief er den jungen Ingenieurinnen und Ingenieuren zu. Er selbst war nach einem Wirtschaftsingenieurwesen-Studium an der HTWG und einer Anstellung am Institut für Systemdynamik vor der Promotion gestanden, hat sich dann aber doch für den Einstieg in eine Unternehmensberatung entschieden. Den Kontakt zu seiner Hochschule hat er gehalten – und selbst nach mehr als zehn Jahren nach dem Abschluss zitierte er einige seiner Professoren während seines Vortrags.

Mit Charme und Witz schilderte er den Gästen der Absolventenfeier einen „Anwendungsfall eines EIWlers“. Wie schaut der Berateralltag aus, was ist sein Selbstverständnis, was sind die Trends in der Branche? Und er gab Tipps für den Berufseinstieg wie: „Seien Sie neugierig, erwarten Sie nicht sofort Applaus, suchen Sie sich ein positives Umfeld und pflegen Sie Ihr Netzwerk!“ Er machte den Absolventinnen und Absolventen Mut: „Sie sind Problemlöser. Die Welt ist ausreichend komplex – Arbeit ist also genug da“, rief sie aber auch zu Verantwortungsbewusstsein auf: „Sie müssen nicht die Welt verbessern, es reicht schon, wenn Sie nicht so viel davon kaputt machen.“
Dass der Einsatz der Absolventinnen und Absolventen dringend gefragt ist, das zeigte die Firmenkontaktmesse vor der Absolventenfeier. 42 Firmen aus der DACH-Region waren gekommen, um über Praktikumsplätze, die Betreuung von Abschlussarbeiten und den Einstieg ins Berufsleben nach dem Studium zu informieren.

42 Firmen aus der DACH-Region waren gekommen. Helferinnen und Helfer am Informationsstand konnten den Weg weisen.

Die besten Abschlussarbeiten eines jeden Studiengangs erfuhren eine besondere Erwähnung. Ihre Verfasser erhielten Leistungspreise, die von kooperierenden Firmen und Verbänden zur Verfügung gestellt worden waren. Die Auswahl war dabei nicht einfach, da die Qualität der vorgeschlagenen Arbeiten generell sehr hoch gewesen sei, wie Prof. Dr. Heinz Rebholz, der Vorsitzende der Auswahl-Jury, betonte.

Die Preisträger
IAV-Leistungspreis im Studiengang Automobilinformationstechnik
Absolvent Stefan Hörtling erhielt den Preis von Johannes Böhringer überreicht für seine hervorragende Abschlussarbeit zum Thema „Untersuchung eines Sicherheitstrennschalters für die Verwendung im Energiebordnetz“. Sein Betreuer war Prof. Dr. Heinz Rebholz.
VDE-Leistungspreis im Studiengang Elektrotechnik und Informationstechnik
Absolvent Raffael Senn erhielt den Preis von Heinz Knoll überreicht für seine hervorragende Abschlussarbeit zum Thema „Design and Implementation of a Remote Monitoring Infrastructure for Electronic Medical Devices”. Sein Betreuer war Prof. Dr. Thomas Birkhölzer.
MLP-Leistungspreis im Studiengang Wirtschaftsingenieurwesen Elektro- und Informationstechnik
Absolvent Lukas Riess erhielt den Preis von Tolga Lempp überreicht für seine hervorragende Abschlussarbeit zum Thema „System- und Software- Qualitätsmerkmale für hochvernetzte Fahrzeuge“. Sein Betreuer war Prof. Dr. Prof. Dr. Matthias Werner.
ZF-Leistungspreis im Studiengang Master Elektrotechnik und Informationstechnik
Absolvent Julian Böhler erhielt den Preis von Martin Herrmann überreicht für seine hervorragende Abschlussarbeit zum Thema “A Gaussian inverse Wishart PHD Filter using Stochastic Partitioning for Multiple Extended Object Tracking”. Sein Betreuer war Prof. Dr. Johannes Reuter.
Zebotec-Leistungspreis im Studiengang International Project Engineering
Absolvent Philipp Mayer erhielt den Preis von Werner Neff überreicht für seine hervorragende Abschlussarbeit Abschlussarbeit “Conception of an Evaluation Model of Distributed Ledger Technology for Process Optimization”. Seine Betreuer waren Prof. Dr. Herr Benedikt Noller, Prof. Haberstroh.