Zurück zur Übersicht

Von Personenströmen und Ansteckungswahrscheinlichkeiten

Die Simulation von Personenflüssen ist schon lange ein wichtiges Thema. Aufgrund der aktuellen Pandemie hat die Kombination mit Ansteckungswahrscheinlichkeiten an Brisanz gewonnen. Das Projekt „eFlow“ nimmt sich dieser Fragestellung an.

Das Projekt „eFlow: Softwaretool zur Berechnung von Personenflüssen und der damit verbundenen Ausbreitung von Infektionskrankheiten“ wird von Prof. Dr. Rebekka Axthelm aus der Fakultät Informatik der HTWG Konstanz geleitet. Ziel des Projektes ist die Entwicklung eines Softwaretools, mit dessen Hilfe Personenströme in Räumen und gleichzeitig die damit verbundene Ansteckungswahrscheinlichkeit simuliert werden können.

Praktischer Nutzen
Anwender*innen haben die Möglichkeit, verschiedene Raumgestaltungen auf Vorkommnisse hoher Personendichten oder Ansteckungsraten zu prüfen. Es lässt sich dann bestimmen, in welchen Bereichen im Raum die Ansteckungsgefahr am größten ist und welche Maximalzahl an Personen in einem Raum nicht überschritten werden sollte.

Raumbenutzung optimieren
Raumgestaltungen können in diesem Sinne optimiert werden: Entweder, um mehr Sicherheit für die Menschen zu gewährleisten, oder um bei gleicher Sicherheit mehr Freiheit zu gewähren. Damit kann etwa den Gesundheitsämtern mittelfristig ein Tool an die Hand gegeben werden, um Hygienekonzepte oder geplante Besuchermengen von Unternehmen und Veranstaltungen zu überprüfen.

Förderung und Partnerschaften
Die Förderung erfolgt über Interreg Alpenrhein-Bodensee-Hochrhein. Von den genehmigten € 293.365,83 erhält die HTWG € 165.606,74. Das Projekt wird gemeinsam mit den Hochschulen Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) Winterthur und Fachhochschule Vorarlberg (FHV) Dornbirn umgesetzt. Assoziierte Partnerschaften sind mit den folgenden Unternehmen/Institutionen geplant: dem Softwareentwickler ASE AG aus Zürich, der Eventmanagment-Firma PerEx GmbH aus Stuttgart sowie mit Inatura, dem naturgeschichtlichen Museum der österreichischen Stadt Dornbirn.

Projektvorläufer
Das Projekt „eFlow“ baut auf Modellierungen und dem Simulationsprogramm für Personenströme des Projekts „pFlow“ auf, welches in den vergangenen Jahren an der HTWG und der ZHAW entwickelt wurde.