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Zum dritten Mal: Gastprofessorin in der Fakultät Informatik

Portraitfoto

Foto: Gastprofessorin Dr. Anne Heß

Die Informatikerin Frau Dr. Anne Heß bringt Erfahrungen und Begeisterung für die Informatik mit und will diese als Gastprofessorin an Studierende und Schülerinnen weitergeben.

Zum dritten Mal konnte die Fakultät Informatik eine Gastprofessur im Rahmen des Gastprofessorinnenprogamms besetzen. Das Programm hat eine Laufzeit von einem Jahr. 

Lehre
In der Lehre wird Frau Dr. Heß folgende Lehrveranstaltungen im WS 2021/22 übernehmen: Software-Qualitätssicherung in der Vertiefungsrichtung Software- und Systementwicklung im Bachelorstudiengang Wirtschaftsinformatik sowie Konsolidierung der Grundlagen in Programmierung im Bachelorstudiengang Automobilinformationstechnik, den die Fakultät Informatik gemeinsam mit der Fakultät Elektro- und Informationstechnik anbietet. Das Angebot wird durch die Betreuung von Bachelor-Teamprojekten ergänzt. Für das Sommersemester 2022 wird sie nochmals Software-Qualitätssicherung für die Wirtschaftsinformatik anbieten, das Fach Requirements und Usability Engineering im Bachelorstudiengang Gesundheitsinformatik sowie eine weitere Lehrveranstaltung, deren Inhalte derzeit noch in Abstimmung sind.

Engagement für Gleichstellung / MINT
Eine Gastprofessur im Rahmen des Gastprofessorinnenprogramms ist neben der Lehre zudem mit dem Thema Gleichstellung verbunden. Anne Heß hat selbst an verschiedenen Mentoring-Programmen teilgenommen. Ihr Resümee: Sie hat damit positive Erfahrungen gesammelt und die Angebote haben sie in ihrer persönlichen Weiterbildung sehr gut unterstützt. Daher ist es ihr erklärtes Anliegen, sich im Bereich Gleichstellung / Förderung von Frauen im MINT-Bereich zu engagieren. So kann sie sich vorstellen, selbst als Mentorin zu agieren und sich bei Aktivitäten einzubringen, die das Ziel der Gleichstellung / Unterstützung von Frauen im MINT Bereich unterstützen bzw. die Attraktivität und Vielseitigkeit des Berufsfelds Informatik an Schülerinnen kommunizieren. Als Sprecherin der Fachgruppe „Requirements Engineering“, die innerhalb der Gesellschaft für Informatik (GI) im Fachbereich Softwaretechnik angesiedelt ist, kann sie sich darüber hinaus vorstellen, dieses Netzwerk für Aktivitäten zur Gleichstellung an der HTWG einzubringen.

Studium und Berufserfahrung
Anne Heß absolvierte ein Diplomstudium der Informatik an der Universität des Saarlandes in Saarbrücken. Ihre Promotion zum Thema „Role-Specific Views on Software Requirements Specifications – An Empirical Approach“ legte sie an der Technischen Universität Kaiserslautern im Fachbereich Informatik ab.
Bereits während ihres Studiums war Anne Heß mehrere Jahre als studentische Hilfskraft in den Bereichen Quality Management und Support in einem IT-Unternehmen tätig. Seit Oktober 2006 arbeitet sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Fraunhofer-Institut für Experimentelles Software Engineering (IESE) in Kaiserlautern in der Abteilung „Digital Innovation Design“. Schwerpunkt ihrer Tätigkeiten in Forschung und Industrie liegen bei Frau Heß in den Disziplinen Requirements Engineering (RE) und User Experience (UX), die ihre thematische Verankerung im Software Engineering seit vielen Jahren prägen. So war sie bereits in zahlreichen Forschungsprojekten (u.a. zum Thema „Digitalisierung ländlicher Regionen“) an der Entwicklung und Anwendung innovativer Methoden zur Erhebung und Dokumentation von Nutzerbedürfnissen sowie deren Transfer in die akademische und industrielle Praxis beteiligt. Zudem verfügt sie über fundierte Erfahrungen in der Durchführung empirischer Studien zur Erforschung des Potenzials und Nutzens von RE/UX-Methoden sowie entwickelter Softwarelösungen.

Lehrerfahrung
Durch Lehraufträge an verschiedenen Hochschulen bringt Frau Dr. Heß Lehrerfahrung aus den Bereichen Requirements und Usability Engineering sowie Human Computer Interaction mit. Zudem hat sie bereits studentische Bachelor- und Masterprojekte betreut und Fernlehrmaterial zum Thema „User Centered Design“ konzipiert.

Forschungsinteresse
In ihrem aktuellen Forschungsschwerpunkt „Lernen aus anderen Disziplinen“ untersucht sie, inwiefern bewährte Techniken und Methoden aus Disziplinen wie beispielsweise Psychologie, Filmwissenschaften, Sport, Kriminologie, Architektur oder Journalismus in neue Methoden und Techniken einfließen können, die in der Softwareentwicklung oder auch in Lehrmethoden (z.B. zur Vermittlung von Soft Skills in der Softwareentwicklung) eingesetzt werden können.

Das Gastprofessorinnenprogramm
Ziel des Gastprofessorinnenprogramms ist es, dass in den technischen Studiengängen der Hochschule der Gesamtfrauenanteil von über 20% bei den Professuren erreicht wird. Für die Gastprofessur werden Frauen gefördert, die den (Wieder)-Einstieg in das akademische Berufsleben suchen. Die Gastprofessur soll ihnen eine bessere Ausgangsposition für den akademischen Arbeitsmarkt ermöglichen.

 

Wir freuen uns über die Unterstützung und heißen Frau Dr. Heß an dieser Stelle herzlich willkommen!