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Brückenschlag zwischen Gymnasium Überlingen und HTWG

Das Gymnasium Überlingen und die HTWG haben eine Bildungspartnerschaft vertraglich vereinbart. Sie erleichtert dem Gymnasium, Schülerinnen und Schüler noch gezielter auf die Studienwahl- und Berufsentscheidung bzw. auf das Studium und die Arbeitswelt vorzubereiten.

Der HTWG Konstanz wird durch die Partnerschaft ermöglicht, ihre Studienmöglichkeiten sowie Berufsperspektiven aufzuzeigen und die für ein Studium benötigten Kompetenzen deutlich zu machen. Dies soll erreicht werden, indem sich Lehrende des Gymnasiums wie auch der Hochschule über benötigte Voraussetzungen austauschen und durch gemeinsame Angebote für Schülerinnen und Schüler, an denen auch Lehrende und  Studierende der HTWG teilnehmen. Ziel beider Institutionen ist, mit Hilfe der Kooperation jungen Menschen bei der Entscheidung für den passenden Bildungsweg hilfreicher Wegweiser zu sein und die jeweiligen Kompetenzen zu fördern.

Das Gymnasium und die Hochschule Konstanz arbeiten schon lange auf verschiedenen Ebenen zusammen. Unter anderem ist die HTWG seit 15 Jahren treuer Gast beim „Überlinger Hochschultag“ am Gymnasium auf der anderen Seeseite. Mit der Vertragsunterzeichnung soll die Kooperation institutionalisiert werden. „Anknüpfungspunkte gibt es viele“, sagte Schulleiter Hans Weber. Zum Beispiel könnte das Chinazentrum der HTWG den Austausch mit der Partnerschule in Shanghai durch ein interkulturelles Training vorbereiten oder Studierende eine Informatik-AG mitbetreuen. Wünschenswert sei auch die angedachte Begleitung des Neubauprojekts des Überlinger Gymnasiums. Wichtig ist beiden Partnern, dass Schülerinnen und Schüler ein authentisches Bild vom besonderen Profil der Hochschule für angewandte Wissenschaften erhalten und sie sich gut informiert für ihren weiteren Bildungsweg entscheiden, betonte Prof. Dr. Beate Bergé, Vizepräsidentin Lehre und Qualitätssicherung der HTWG.

Bei der Entscheidung für ein Studium soll der Übergang von der Schule zur Hochschule gelingen. „Für uns ist die Diskussion hilfreich: Welche Anforderungen an unsere Abiturientinnen und Abiturienten sieht die HTWG, welche Begabungen wünscht sie sich für die jeweiligen Studiengänge, welche Fachkompetenzen vermittelt sie“, erläuterte der Schulleiter. Für die Fächer Mathematik sowie NwT ist bereits ein regelmäßiges Treffen zwischen den Lehrenden der HTWG und Schulen der Region ins Leben gerufen worden. „Wir haben damit gute Erfahrungen gemacht“, sagte Kathrin Pallasch, Leiterin der Zentralen Studienberatung. Denkbar ist die Ausweitung des Formats auch für andere Fächer.
Gleichzeitig sollen mögliche Berührungsängste bei den Schülerinnen und Schülern vor der Hochschule abgebaut werden. „Besonders Mädchen ziehen oft ein Ingenieurstudium erst gar nicht in Erwägung, weil sie denken, dass ihre Mathematikkenntnisse nicht ausreichen“, schilderte Professorin Bergé ihre Erfahrungen. Hier könnten Vorbilder von der Hochschule sowohl beim Abbau von Hemmschwellen behilflich sein als auch bei der Darstellung von konkreten Berufsperspektiven, stellen die Kooperationspartner übereinstimmend fest. Das neue MINT-Mentoring, das im Rahmen des Projekts Einstieg hoch vier im Februar startet, bietet Schülerinnen die Chance im engen Austausch mit Ingenieurs-Studentinnen der HTWG technische Studiengänge zu erleben. „Wenn Professoren, Studierende oder Alumni der HTWG von ihrem Alltag berichten, schafft das auch Verständnis bei den Schülern, warum gerade dies oder jenes Unterrichtsstoff ist“, sagte Weber.

Bild oben:

Sie wollen noch stärker zusammenarbeiten (von links): Oberstudiendirektor Hans Weber, Leiter des Gymnasiums Überlingen, Prof. Dr. Beate Bergé, Vizepräsidentin Lehre und Qualitätssicherung der HTWG, Kathrin Pallasch, Leiterin der Zentralen Studienberatung der HTWG und Studienberaterin Katherina Ellerau.