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Die Stipendiengemeinschaft wächst weiter

Im zweiten Jahr in Folge konnte die HTWG Deutschlandstipendien verleihen. Die Anzahl der Förderer ist deutlich gestiegen - und damit auch die Anzahl der unterstützten Studierenden.

Das Deutschland-Stipendium bietet die Möglichkeit, Win-Win-Situationen zu schaffen: Hier die Förderer, vor allem Stiftungen und Unternehmen, die sich als attraktive Arbeitgeber präsentieren und vertiefte Kontakte zu potenziellen Arbeitnehmern knüpfen können, dort Studierende, die sich dank einer unterstützenden Finanzspritze dem Studium, Ehrenamt und ihrer Persönlichkeitsbildung widmen können – und dann gibt es noch die Gesellschaft, die von gut ausgebildeten Absolventinnen und Absolventen als „Schlüsselressourcen für den Wohlstand unseres Landes“ profitiert, wie Prof. Dr. Beate Bergé, Vizepräsidentin Lehre und Qualitätssicherung, bei der Feier zur Verleihung der Stipendienurkunden hervorhob.

„Wir freuen uns, noch mehr talentierte, engagierte und motivierte Studierende unterstützen und damit unseren Bildungsauftrag noch besser erfüllen zu können“, sagte Bergé mit Blick auf die Zahlen: Insgesamt werden nun 26 Studierende der HTWG über das Deutschlandstipendium gefördert. Dieses bundesweite Stipendienprogramm wird paritätisch aus Bundesmitteln und durch private Geldgeber finanziert. Das heißt für die HTWG: Die Förderer stellen pro Stipendiat monatlich 150 Euro zur Verfügung, der Bund erhöht den Betrag um nochmals 150 Euro. Zu den Vorreiter-Förderern an der HTWG zählen die Josef-Wagner-Stiftung aus Friedrichshafen und die Spectrum AG, neu hinzu gekommen sind nun die Gisela und Erwin Sick-Stiftung, die Christa und Hermann Laur-Stiftung und die Konstanzer INGUN GmbH.

Prof. Dr. Beate Bergé würdigte das Engagement sowohl der Förderer als auch der Hochschule als „Investition in die Zukunft“. Hierfür sei die HTWG bereit, Ressourcen für ein aufwändiges Vergabeverfahren bereitzustellen. Kirsten Kabus hat zum Sommer 2019 die Koordination des Deutschlandstipendiums an der Hochschule von Kathrin Pallasch übernommen. Sie zeigte ihre Hochachtung vor den Stipendiaten: „Ich bin sehr beeindruckt von den außergewöhnlichen Menschen, die wir hier auf dem Campus haben, die hervorragende studentische Leistungen mit sozialem Engagement verknüpfen, manchmal trotz schwieriger Lebensumstände und nicht geradliniger Lebensläufe.“ So erfülle das Deutschlandstipendium seinen Zweck, weniger fachliche Überflieger, aber vielfältige Talente zu erreichen.

Christian Lanthaler, Marco Kaupp und Mara Fischinger (von links) gaben Einblick in ihren persönlichen Hintergrund, ihre Aktivitäten und ihren Studienalltag.

Bei der feierlichen Urkundenübergabe konnten die Gäste einen kleinen Eindruck von den großen Persönlichkeiten der Stipendiaten gewinnen. Sie zeichneten sich neben studentischen Leistungen durch ehrenamtliche Tätigkeit in gemeinnützigen Vereinen von der Feuerwehr bis zur Geflüchteten- und Obdachlosenhilfe, bei der Organisation von Non-Profit-Festivals oder der Gründung von Start-ups, in der Unterstützung von Schülern, Kommilitonen oder Angehörigen, der Hilfe im Studierendenwohnheim oder in der Fachschaft aus. Die Stipendiaten freuen sich, dass sie Studium und Engagement dank des Stipendiums noch besser miteinander werden vereinen können, da der Druck, beides über einen Job zu finanzieren, geringer werde. Beispielhaft gaben Mara Fischinger, Marco Kaupp und Christian Lahntaler Einblick in ihren persönlichen Hintergrund, ihre Aktivitäten und ihren Studierendenalltag.

„Die Unterstützung Studierender über das Deutschlandstipendium ist eine weitere Etappe auf der langjährigen Reise mit der HTWG“, sagte Jochen Müller, Mitglied der Geschäftsleitung bei INGUN, einem international tätigen Hersteller von Prüfmittel für die Elektronikindustrie und einem der größten Arbeitgeber in Konstanz. Mehr als 60 Studierende seien pro Jahr in der Firma im Praxissemester, zu Praktika oder der Erstellung von Abschlussarbeiten. Zufälligerweise sei einer der von INGUN geförderten Stipendiaten, die von der HTWG ausgewählt werden, bereits als Praktikant in der Firma tätig. Auch die Christa und Hermann Laur-Stiftung kann auf eine langjähre Kooperation mit der Hochschule zurückblicken. Das Engagement für das Deutschlandstipendium sei nun eine logische Konsequenz, sagte Karl F. Maierhofer, Vorstandsvorsitzender der Stiftung. Anders ist die Situation der Sick-Stiftung: Sie ist bereits bundesweit an vielen Hochschulen und Universitäten aktiv. Das Deutschlandstipendium könne nun den Grundstein für eine weitere Zusammenarbeit mit der HTWG legen, sagte Wolfgang Bay, Mitglied des Stiftungsrats. (aw)

Weitere Informationen zum Deutschlandstipendium an der HTWG

Wer sich grundsätzlich für das Thema "Studieren mit Stipendium" interessiert, ist am Mittwoch, 20. November, im Raum F007 zu einer Informationsveranstaltung willkommen!