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Dissertationsverteidigung an der HTWG

Dr. Christoph Selig und Prof. Dr. Guido Baltes posieren gemeinsam fürs Foto.

Ein außergewöhnliches Ereignis fand im Dezember an der HTWG statt: Absolvent Christoph Selig verteidigte seine Dissertation auf dem Campus der Hochschule.

Betreut wurde der frühere HTWG-Student bei seiner Promotion unter anderem von HTWG-Professor und Leiter des Instituts für Strategische Innovation & Technologiemanagement (IST) der HTWG, Dr. Guido Baltes.

Promotion an der HTWG: Kooperationen ermöglichen die Betreuung durch die Hochschule

Zwar hat die HTWG, wie alle Hochschulen für Angewandte Wissenschaften, kein eigenes Promotionsrecht. In Kooperation mit Professor*innen von Universitäten besteht aber die Möglichkeit, eine Promotion an der Hochschule durchzuführen. Das IST hat sich über die Jahre ein vielseitiges Netzwerk an Forscher*innen und Lehrstühlen in ganz Deutschland aber auch international erarbeitet, darunter die Leiden University in Holland, an der Christoph Seligs zweiter Betreuer, Professor Jaap van den Herik, lehrt und forscht sowie die TU Delft mit Roland Ortt als Mentor von Herrn Selig und Betreuer weiterer Promotionen am IST.

Unterstützung erhielt der Doktorand zudem vom Promotionskolleg der HTWG. Dieses berät Interessierte und Promovierende zu allen Themen rund um die Promotion. Es hilft ihnen bei der Suche nach Betreuer*innen an der HTWG, bei der Bewerbung um eine universitäre Kooperation sowie bei der Suche nach Finanzierungsmöglichkeiten.

Das Promotionskolleg der HTWG berät, unterstützt und vernetzt Promovierende

Zudem bietet das Promotionskolleg Seminare von internen und externen Dozent*innen zu überfachlichen Qualifikationen, beispielsweise in den Bereichen wissenschaftliche Methodik oder wissenschaftliches Schreiben an und fördert die Vernetzung seiner promovierenden Mitglieder untereinander.

Christoph Selig und Prof. Dr. Guido Baltes stehen mit dem Rücken zum Fotografen und blicken auf eine Leinwand. Auf ihr ist per Videokonferenz ein Professor im Talar eingeblendet, der eine Urkunde ins Bild hält.

Da die aktuelle Corona-Lage eine Verteidigung an der Leiden University vereitelte, richtete das IST die Verteidigung von Christoph Seligs Dissertation kurzfristig als Hybrid-Veranstaltung auf dem Campus der HTWG aus. „Ich bin sehr dankbar dafür, dass mir die HTWG Konstanz die Möglichkeit gegeben hat, die Online-Verteidigung kurzfristig in ihren schönen Räumlichkeiten direkt am Seerhein zu organisieren“, sagt Dr. Christoph Selig.

Der HTWG-Absolvent forschte für seine Dissertation an CE Programmen

Für seine Dissertation forschte er an Corporate Entrepreneurship Programmen (CE). Unternehmen nutzen diese, um ihre Strukturen, Prozesse und Arbeitsweisen so umzugestalten, dass sie kontinuierlich Innovationen hervorbringen können. Das ist notwendig, um in dynamischen Märkten wettbewerbsfähig zu bleiben.

Weil CE Programme heute sehr heterogen sind, bergen sie neben Chancen auch viele Herausforderungen für Unternehmen. Um zu einem besseren Verständnis der Programme beizutragen und Innovationsverantwortlichen ein Werkzeug für zielgerichtete Aktivitäten an die Hand zu geben, analysierte Christoph Selig für seine Dissertation 54 Fallbeispiele etablierter Unternehmen in Deutschland, der Schweiz und Österreich.

Prof. Dr. Guido Baltes gratulierte Christoph Selig mit den Worten: „Das einzig Bedauerliche an meinem Beruf als Professor ist, dass es als positives Zeichen gilt, wenn Menschen gehen, insbesondere diejenigen, die man so sehr hat wachsen sehen – denn deren Dissertation ist dann abgeschlossen. So wie heute bei Christoph Selig. Mein besonderer Dank gilt auch dem Präsidium der HTWG, das diesen würdigen Rahmen für seine Verteidigung sehr kurzfristig und trotz der Herausforderungen, denen wir uns heute alle stellen müssen, ermöglicht hat.“

Titelbild: Dr. Christoph Selig (l.) mit Prof. Dr. Guido Baltes (r.) bei der Verteidigung seiner Dissertation.