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Junge Talente entdecken Zukunftstechnologien

Das Bild zeigt eine Schülerin des Heinrich-Suso-Gymnasiums an einem Computerarbeitsplatz. Sie trägt einen grünen Pullover, der die Aufschrift des Gymansiums aufgedruckt hat. Ihre Haare hat sie zu zwei blonden Zöpfen gebunden.

Carolina Pfeffer konstruierte im Rahmen der Projektwoche einen Zauberstab mittels CAD

Vier Tage lang konnten Schüler*innen des Heinrich-Suso-Gymnasiums die vielseitige Welt des Ingenieurwesens an der HTWG Konstanz erleben. Vom autonomen Fahren über elektronische Schüttelwürfel bis hin zu Zauberstäben, die Fakultäten Maschinenbau und Elektro- und Informationstechnik begeisterten mit einem bunten Programm.

Was haben Iron Man, Daniel Düsentrieb und Doc Brown gemeinsam? Sie alle sind Charaktere der Popkultur und Ingenieure, die in ihren jeweiligen fiktiven Universen innovative Technologien entwickeln. Ingenieurinnen und Ingenieure findet man jedoch nicht nur in Film und Literatur, sondern auch an der HTWG Konstanz. Im Februar verbrachten 20 Schüler*innen der sechsten und siebten Klasse des Heinrich-Suso-Gymnasiums jeweils zwei Tage bei der Fakultät Maschinenbau und bei der Fakultät Elektro- und Informationstechnik. Im Rahmen der Projektwoche bewiesen die Schulkinder ihren Erfinder- und Konstruktionsgeist.

Maschinenbau von a bis Z

Die Fakultät Maschinenbau präsentierte ihr breites Fachgebiet mit Projekten von a, wie autonomes Fahren, bis Z, wie selbsterfundene Zauberstäbe. Am Beispiel des MXCarKit, einem autonom fahrenden Modellauto, erhielten die Schüler*innen eine Einführung in die verschiedenen fürs autonome Fahren notwendigen Sensoren: Kamera, Laserscanner, Radar und Ultraschall. Dabei durften sie selbst experimentieren, unter welchen Umständen ein Detektor Personen nicht erkennt.

Am Nebel- sowie am Wasserkanal durften die Schulkinder dem fließenden Wasser bzw. Nebel verschiedene Objekte in den Weg legen, und so Strömungen sichtbar machen. Sie lernten außerdem den Flettner-Rotor kennen, mit dem z.B. ein Schiff angetrieben werden kann, und sie ließen auf Druckluft eine Kugel tanzen, um den Bernoulli-Effekt begreifbar zu machen.

Die Arbeit mit dem CAD-Programm, einem computergestützten Programm zum Erstellen von Zeichnungen, durfte natürlich auch nicht fehlen. Im Anschluss an eine theoretische Einführung konnten die Schulkinder dann wahlweise selbst erfundene Zauberstäbe, mittelalterliche Waffen oder das vorgegebene Modell einer Exzenterpresse, die beispielsweise für Stanz-, Präge- und Biegearbeiten eingesetzt wird, eigenständig im CAD-Programm konstruieren.


Merlin, Gandalf und Harry Potter wären neidisch auf diesen per CAD entworfenen Zauberstab

Elektro- und Informationstechnik begeistert mit Hochspannung, E-Würfel, IT und KI

An der Fakultät Elektro- und Informationstechnik wurde im Hochspannungslabor bei der Blitz- und Donnershow z.B. anschaulich demonstriert, wieso man sich während eines Gewitters nicht unter einen Baum stellen sollte.

Gefragt war außerdem handwerkliches Geschick. Die Schüler*innen durften einen elektronischen Würfel mit einem Mikrocontroller, sieben Leuchtdioden und anderen Elektronikbauteilen zusammenlöten. Dabei wird durch Schütteln des Würfels eine zufällige Zahl zwischen 1 und 6 erzeugt und mit den Leuchtdioden angezeigt.


Erfinden, programmieren, löten. Die Schüler*innen lernten den bunten Alltag der Ingenieur*innen kennen

Erste IT-Erfolge erlebten die Schüler*innen im Anschluss mit dem Mini-Gameboy Thumby. Mit der nur daumengroßen Spielkonsole konnten sie ein eigenes Programm entwickeln und dieses auch spielerisch testen.

Spielerisch ging es auch bei der Präsentation eines Roboters weiter, der mittels KI das Strategiespiel „Vier Gewinnt“ so gut beherrscht, dass man ihn nicht schlagen kann.

Mit großer Begeisterung präsentierten die Schülerinnen und Schüler ihre Projekte zum Abschluss der Woche am Heinrich-Suso-Gymnasium. Besonders erfreulich: rund die Hälfte der Schülerinnen und Schüler äußerte nach der Projektwoche einen neuen Berufswunsch. Sie wollen Ingenieurin bzw. Ingenieur werden, Geniales erfinden und innovative Technologien konstruieren.



Bei der Präsentation der Projektwoche am Heinrich-Suso-Gymnasium durften der Thumby, der Mini-Gameboy und der elektronische Schüttelwürfel natürlich nicht fehlen