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Teamgeist trotz Konkurrenz beim Ideenwettbewerb von Kilometer1

Ein Moderator vor einer Leinwand. Im Vordergrund Publikum.

Einen Abend voller Innovationen erlebte das Publikum bei den Kilometer1 Awards am 17. November. Sieben Gründungsteams traten an, um sich ein Preisgeld in Höhe von 1.000 Euro für ihr Startup zu sichern.

So still wie vor der Verkündung der siegreichen Startups in den beiden Kategorien „Student Innovation Award“ und „Science Innovation Award“ war es bei den Kilometer1 Awards 2021 der Startup-Initiative der Konstanzer Hochschulen in den Räumen der farm den ganzen Abend über nicht gewesen. Die Spannung war mit Händen greifbar.

Hohe Qualität bei den Pitches der Kilometer1 Awards

Zu Recht, immerhin hatte die Jury lange getagt, bevor die Sieger*innen feststanden. „Die Qualität eurer Pitches war hoch und die Entscheidung deshalb schwierig“, wandte sich Moderatorin Christina Lang von Kilometer1 an die Student*innen und Wissenschaftler*innen der HTWG und der Universität Konstanz, die ihre Gründungsideen in jeweils drei Minuten vor einer Expert*innenjury vorgestellt hatten. Aufgrund von Corona saßen neben dieser und den Teilnehmer*innen selbst nur eine Handvoll weiterer Personen im Publikum.

Bereits im Vorfeld mussten die Gründungsteams einen Vorauswahlprozess überstehen. Eine unabhängige Jury nominierte sie für den finalen Pitch bei den Kilometer1 Awards. Schließlich verfeinerten die Gründer*innen ihre Ideen im Rahmen eines vorbereitenden Workshops.

Hilfe für gestresste Student*innen und verpackungsarme Verpflegung für Unternehmensmitarbeiter*innen

In der Kategorie „Student Innovation Award“ präsentierten unter anderem zwei Psychologie-Studentinnen, die gestressten Student*innen einfache Hilfe ohne Stigmatisierung anbieten wollen, ihr Startup „Walk about it“. Ihre Kombination aus Bewegung in der Natur, Austausch mit anderen Betroffenen und Beratung durch ausgebildete Expert*innen wollen sie von Krankenkassen zertifizieren lassen.

Eine weitere Studentin trat quasi mit ihrer Bachelorarbeit an. Ihre Idee: Mit ihrem Startup „Schlemmerpost“ will sie Unternehmen ohne Kantine dabei unterstützen, ihren Mitarbeiter*innen gesunde Mahlzeiten mit biologisch produzierten Inhaltsstoffen und möglichst wenig Verpackungsmüll anzubieten.

Zusätzlicher Wettbewerb um den Einzug ins Landesfinale des Start-up BW Elevator Pitchs

In der Kategorie „Science Innovation Award“ traten Wissenschaftler:innen der beiden Konstanzer Hochschulen an. Sie präsentierten Lösungen für die nachhaltige Aufspaltung von Kunststoffen für die Wiederverwertung, das Erkennen von Polarisierungen im Netz mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz oder das automatische Auswerten von Kundenfeedback.

Zwei junge Männer präsentieren ihr Startup vor einer Leinwand. Im Vordergrund Publikum.

Alle Teams der Kilometer1 Awards sowie die beiden Startups „Organifarms“ und „Guter Grund“ konkurrierten im Rahmen des „Sustainble Cups Bodensee“ zusätzlich um die Teilnahme am Landesfinale des Start-up BW Elevator Pitchs, der Ende 2021 oder im Jahr 2022 in Stuttgart stattfinden soll. Dabei müssen sich die Teams nicht nur im Konstanzer Hochschulumfeld, sondern auch mit hochschulexternen Startups der baden-württembergischen Bodenseeregion messen.     

Die prämierten Gründungsideen: Indoorfarming und individuell angepasste Einlagen gegen Schmerzen

Den Einzug ins Landesfinale konnte sich das Startup „Organifams“ sichern, das Lösungen für das Indoorfarming entwickelt wie beispielsweise einen Ernteroboter inklusive Software für das Flottenmanagement.  

Aber wer nun, konnte sich das heißbegehrte Preisgeld in Höhe von 1.000 Euro der Kilometer1 Awards holen? In der Kategorie „Student Innovation Award“ hatte das Startup „MoniSole“ die Nase vorn. Die Gründer*innen wollen Menschen mit Hilfe von individuell angefertigten Einlagen von Schmerzen befreien. Das Startup hatte sich seinen Platz bei den Awards über den Sieg beim Abschlusspitch der Bodensee Startup School an der HTWG gesichert.

Preise für erfolgreiche Gründer*innen von HTWG und Universität Konstanz

In der Kategorie „Science Innovation Award“ gewann das Team von „ChemUp“ mit seinem Verfahren zum Recyceln von Kunststoffen. Die Fördergesellschaft der HTWG Konstanz und der Verein der Ehemaligen der Universität Konstanz verliehen zudem die ebenfalls mit 1.000 Euro dotierten Preise „Founder of the Year“ an Alumni der HTWG und der Universität Konstanz, die bereits erfolgreiche Startups führen.

Der Preis der Fördergesellschaft der HTWG Konstanz ging an das Startup „BBQ-Butler“, das sich 2020 nach mehreren Rückschlägen auch ein EXIST-Gründerstipendium des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie für innovative Gründungsideen sichern konnte und in diesem Jahr den Markteintritt geschafft hat.

Startups zeigten Teamgeist trotz Konkurrenz bei den Kilometer1 Awards

Der Verein der Ehemaligen der Universität Konstanz zeichnete das Startup „thea“ aus, das ein Autorentool für die Digitalisierung von Lehrmaterialien entwickelt hat. Im Rahmen seiner Dankesworte zeigte thea-Gründer Felix Weiß noch einen weiteren wichtigen Aspekt der Startup-Szene an den Hochschulen in Konstanz auf:

„Ich finde es super wie sich die Unterstützung von Kilometer1 für Startups in den letzten Jahren entwickelt hat. Nutzt die Angebote und kommt auch gerne auf mich zu, wenn ihr Fragen habt“, richtete er sich auch an die Teilnehmer*innen, die mit ihren Startups noch weiter am Anfang stehen.

Ein Pavillon, Stehtische und Lichterketten in einem Innenhof. Menschen stehen in Gruppen und unterhalten sich.

Trotz der Konkurrenzsituation beim Pitch herrschte bei den Kilometer1 Awards nicht nur innerhalb der einzelnen Startups, sondern auch untereinander Teamgeist. Beim Netzwerken mit Glühwein und heißer Suppe im Innenhof der farm nach der Preisverleihung bot die Veranstaltung passend dazu noch die Gelegenheit zum weiteren Austausch.