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Brücke zwischen Europa und Asien

18.06.2018

Die Asienstudiengänge der HTWG feiern gleich mehrere Jubiläen mit zahlreichen Alumni. Ein Erfolgsmodell.

Ein Weg entsteht, indem man ihn geht. Dieses Motto gab sich der Studiengang Weltwirtschaftssprachen vor 20 Jahren, als er mit zwölf Studierenden im ersten Schwerpunkt Chinesisch an der HTWG Konstanz startete. Etwas später nahm auch der Schwerpunkt Indonesisch seinen Betrieb auf und seitdem „war es eigentlich nie langweilig“, wie der damalige Studiengangleiter Professor Dr. Helmut Weber bereits anlässlich der Zehnjahresfeier des nunmehrigen Studiengangs Wirtschaftssprachen Asien und Management konstatierte. Daran hat sich auch in den Folgejahren nichts geändert.

Die zwei Jahrzehnte erfolgreicher Ausbildung werden am 23. Juni mit einer großen Alumni-Konferenz begangen, an der sich über 250 „Ehemalige“ angemeldet haben. Höhepunkt ist der Besuch des Botschafters Indonesiens in Berlin, Exzellenz Dr. Arif Havas Oegroseno sowie des Konsuls des indonesischen Generalkonsulats in Frankfurt Herr Toferry P. Seotikno. Die chinesische Seite vertritt bei den Feierlichkeiten Xiu Chunmin, Konsul für Bildungswesen beim chinesischen Gereralkonsulat in Frankfurt.

Bei der Alumnikoferenz wird der indonesische Botschafter die Eröffnungsrede zum Thema; "Indonesias's Ocean Policy: Maintaining Security and Stability in Asia" halten. Im Anschluss wird es Workshops der „Ehemaligen“ zu verschiedenen Themen bezüglich aktueller Herausforderungen des Asienmanagements geben. Ein abendlicher Empfang und eine anschließende Gala im Konstanzer Konzilgebäude bilden den Abschluss der Feier, in deren Rahmen auch Professor Dr. Helmut Weber, Regionbeauftrager für Südostasien, in den Ruhestand verabschiedet wird.

Neben den Bachelor-Studiengängen Wirtschaftssprachen Asien und Management mit den Schwerpunkten China bzw. Südost- und Südasien sowie dem Masterstudinegang Internationales Management Asien wird an der HTWG Konstanz auch der Bachelor-Studiengang Wirtschaftssprache Deutsch und Tourismusmanagement angeboten. Das Double-Degree-Programm wird in enger Kooperation mit Hochschulpartnern in verschiedenen asiatischen Ländern durchgeführt und feiert in diesem Jahr ebenfalls sein zehnjähriges Bestehen.

Mit derzeit rund 200 Studierenden in den beiden Studiengängen Wirtschaftssprachen Asien und Management, davon 70 im Praxisjahr in China oder Indonesien, sind diese längst etabliert und kaum jemand erinnert sich heute noch an die Anfänge, die nicht leicht waren. Mehrere Anläufe zur Gründung Anfang der 1990er Jahre versandeten und 1994 stand die Realisierung überhaupt nicht mehr auf der Agenda. 1996 erfolgte dann, entgegen allen Erwartungen, doch noch der Durchbruch und das Wissenschaftsministerium signalisierte die Bereitschaft, den außerordentlichen Studiengang zu genehmigen. Ausschlaggebend dafür waren auch die bereits seit Jahrzehnten bestehenden intensiven Kontakte der Fachhochschule zu chinesischen Hochschulen sowie die Forschungen zu automatisierten Sprachübersetzungen, die in Konstanz betrieben wurden.

Hinzu kam, dass mit dem damaligen Rektor Professor Olaf Harder und dem Uni-Rektor Professor Dr. Horst Sund, zwei hochschulpolitische Schwergewichte mit ausgezeichneten Kontakten nach China die Entwicklung konsequent vorantrieben. Professorin Annelise Fearns war ebenfalls eine Verfechterin des Studiengangs und dessen erste Leiterin. Die damalige Prorektorin für Forschung hatte bahnbrechende konzeptionelle Ideen, die sie in einer Arbeitsgruppe einbrachte, der auch der damalige IHK-Geschäftsführer Haro Eden und der Vorsitzende des Hochschulrates, Friedrich Dodel, angehörten. Strategisch verfolgte man drei Ziele: Die Überwindung der regionalen Internationalisierung, die Ausrichtung der Absolventinnen und Absolventen auf die Märkte der Zukunft und „komplementäres Verknüpfen“, später besser bekannt unter dem Begriff Komplementäre Strukturen.

Als der erste Studiengang zum Wintersemester 1997/1998 startete, war also bereits eine Menge hochschulpolitischer und fachbezogener Arbeit geleistet worden. Auf diesen Fundamenten stehen die Asien-Studiengänge bis heute. Seitdem haben über 1000 ihrer Absolventinnen und Absolventen die Hochschule verlassen. Sie arbeiten vornehmlich im Bereich deutsch-asiatischer Wirtschaftszusammenarbeit und sind nicht nur geschätzte Fachkräfte, sondern auch Brückenbauer zwischen Kulturen.

 

Weitere Informationen zu den Studiengängen:

Wirtschaftssprachen Asien und Management China

Wirtschaftssprachen Asien und Management Südost- und Südasien

Wirtschaftssprache Deutsch und Tourismusmanagement

Internationales Management Asien