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Neueröffnung: Bald ersetzt der Kaffeelöffel die Spachtel

26.11.2018

Endlich wieder „Endlicht“! Der AStA öffnet das Studierendencafé nach dem großen Umbau. Frühere Gäste werden es kaum wiedererkennen.

Wer schon bisher gerne mal auf ein Heiß- oder Kaltgetränk im AStA-Café vorbeigeschaut hat, wird sich die Augen reiben. Und diejenigen, die das Café noch nicht kennen, sollten es sich dringend anschauen. In der vorlesungsfreien Zeit und den ersten Wochen des Wintersemesters hat der AStA Allgemeine Studierendenausschuss seine gute Stube kräftig umgestaltet: Neues Mobiliar, neues Geschirr, neue Wand- und Deckenverkleidung, neue Leuchten. Aus dem bisher provisorisch genutzten Raum wurde Espresso-Bar, Café und Lounge zugleich.

Denn: Das Endlicht ist künftig in drei Bereiche aufgeteilt. „Wir wollten durch die unterschiedliche Gestaltung den unterschiedlichen Nutzungsbedürfnissen entgegenkommen“, erläutert der ehemalige AStA-Vorsitzende Dennis Jendel, der zusammen mit AStA-Mitglied Anton Hummel den Umbau des Endlichts geleitet hat. Wer nur Zeit für einen kurzen Koffein-Kick hat, soll einen schnellen Espresso an den hohen Stehtischen im Eingangsbereich trinken können. Wer mehr Zeit hat, kann sich auf der langen Holzbank im ruhigeren unteren Bereich mit dem großen Fenster zur Rheingutstraße hin niederlassen und die kleinen Tische auch zum Arbeiten nutzen. Und wer es ganz entspannt möchte, für den bieten die Sessel im oberen Bereich Lounge-Atmosphäre.

50 Beteiligte waren in den Umbau involviert

Es ist eine Kunst, die nur 60 Quadratmeter des Endlichts geschickt einzurichten, um unterschiedlichen Bedürfnissen der Kunden entgegenzukommen. Deshalb hat sich der AStA die auf dem Campus vorhandene Kompetenz dazu geholt. Aus den Studiengängen Architektur waren Professorin Myriam Gautschi, Professor Eberhard Schlag und der Lehrbeauftragte Mario Rechsteiner involviert. Auch Studierende halfen mit, insbesondere das Planer-Duo Janis Groote und Valentin Gensheimer. „Die beiden brachten die vielen Ideen aus den kreativen Köpfen der Beteiligten aufs Papier und schauten, ob das Ganze überhaupt umsetzbar sein würde“, sagt Dennis Jendel.

Ein schlüssiges Konzept zu entwickeln, war nicht einfach. Schon 2016 waren die ersten Pläne für einen Umbau aufgekommen. Immer wieder jonglierten die Studierendenvertreter mit Ideen, „es war ein langer und intensiver Prozess“, blickt Jendel zurück. Alle geplanten Maßnahmen mussten immer auch mit dem Gebäudemanagement der HTWG und dem Konstanzer Amt für Vermögen und Bau Baden-Württemberg abgestimmt werden. „Rund 50 Beteiligte waren involviert“, rechnet Anton Hummel vor.

Heikle Frage: Wie soll das Ganze finanziert werden?

Und ein wichtiger Punkt war für die Initiatoren immer auch: Wie können wir das alles eigentlich finanzieren? Im Wintersemester 2017/18 schließlich war ein riesiger Schritt hin zur Realisierung getan: Die Kommission, die über die Verwendung der Qualitätssicherungsmittel entscheidet, gab grünes Licht für eine Unterstützung des Umbaus mit 67.000 Euro. Dank leidenschaftlichen Engagements der AStA-Vertreter fanden sich weitere Unterstützer, zum Beispiel die Schweizer Leuchten-Hersteller Fluora Leuchten AG und Firalux Design AG. Ihre Leuchten sind zentraler Bestandteil des Lichtkonzepts, das einen bedeutsamen Anteil an der Wirkung des neuen Endlichts ausmachen wird. Ein Konzept, das Studierende mit dem Lehrbeauftragten Mario Rechsteiner in einem eigens geschaffenen Wahlpflichtfach erarbeitet haben.

Der AStA - Allgemeiner Studierendenausschuss

Der Allgemeine Studierendenausschuss vertritt in verschiedenen Gremien der Hochschule die Interessen von Studierenden. Zudem bietet er Dienstleistungen und Beratungen an und sorgt mit der Organisation von Veranstaltungen wie Partys und Treffen im Café Endlicht für ein abwechslungsreiches Studierendenleben an der HTWG.

Sogar das Geschirr ist neu

Das Projekt ist ein Beispiel für die Zusammenarbeit innerhalb der HTWG. Die Mitglieder des AStA packten an, wo sie nur konnten, um den Umbau im Kostenrahmen zu halten. Auch die Werkstätten der HTWG leisteten einen großen Beitrag. So stammt die Konstruktion der neuen Wandverkleidung zum Beispiel von Andreas König, dem Leiter der Holzwerkstatt. Um die Elektroarbeiten kümmerte sich das Team um Manuel Honsell, Leiter der Elektrowerkstatt - bei dem Altbaugebäude aus den Anfängen des 20. Jahrhundert blieb diese Arbeit nicht ohne Überraschungen. Mit einem Förderzuschuss von 5000 Euro rundete die Fördergesellschaft der Hochschule das Finanzierungspaket auf. Damit war zum Beispiel die Anschaffung des neuen Geschirrs möglich.
Dass Bedarf an Geschirr da sein wird, das zeigte sich schon in der stark ansteigenden Zahl der Besucher in den zurückliegenden Semestern. Aus anfänglich knapp 150 verkauften Getränken pro Woche waren zuletzt 200 Tassen geworden – pro Tag.

Alles neu – bis auf die Kaffeepreise

Nicht nur Studierende besuchen das Café. „Gelegentlich verlegt auch mal ein Professor seine Besprechung ins Endlicht. Das freut uns sehr“, sagt Dennis Jendel. Denn am liebsten wäre dem AStA, würde das Endlicht zu einem Treffpunkt für alle Hochschulangehörigen werden. Die Hauptbesuchergruppe werden aber nach wie vor die Studierenden bleiben. Für sie sind auch die Preise ausgelegt. Trotz aller Neuerungen: Die Preise bleiben die „alten, fairen Studierendenpreise“, betont Dennis Jendel. Dass dies möglich ist, haben alle Kundinnen und Kunden den Helferinnen und Helfern aus dem AStA-Team zu verdanken, denn diese leisten den Cafédienst ehrenamtlich.

Außer den Preisen bleibt dem neuen Endlicht zunächst auch noch die alte Kaffeemaschine erhalten. Nicht etwa, weil das Endlicht-Team so zufrieden mit der Maschine wäre. „Beim großen Ansturm zwischen den Pausen kommt sie schon an ihre Kapazitätsgrenzen“, bedauert Dennis Jendel. Doch die gute Nachricht: Die neue Kaffeemaschine ist schon bestellt. Bis zu ihrer Lieferung gilt: Abwarten und Tee trinken. Oder eben Kaffee. Oder Cappuccino. Oder Cola, heiße Schoki, Moccachino, Espresso,…  
All das gibt es ab dem 5. Dezember, im neuen Endlicht.

Öffnungszeiten:
Mo.-Do.,   9:30-16:00 Uhr
Fr.         9:30 – 14:00 Uhr

Eine Einstimmung auf die Eröffnung gibt es im Film des AStA auf Youtube

Getränkekarte und -preise:

Café Creme 1,00 €
Milchkaffee 1,20 €
Moccacino 1,50 €
Espresso 0,80 €
Latte Macchiato 1,30 €
Cappuccino 1,20 €
Heiße Schokolade 1,00 €
Tee 0,50 €
Cola/Fanta 1,20 €
Wasser 0,80 €
Apfelschorle 1,20 €