HTWG engagiert sich im Wissenschaftsverbund: Gemeinsam regionale Innovationskraft, Wissenstransfer und gesellschaftliche Verantwortung ausbauen

HTWG-Präsidentin und Vorsitzende des W4 Prof. Dr. Sabine Rein (Mitte) mit der W4-Geschäftsführung Markus Rhomberg und Alexandra Hassler
Der Wissenschaftsverbund Vierländerregion Bodensee (W4) unter dem Vorsitz von HTWG-Präsidentin Prof. Dr. Sabine Rein blickt auf eine prägende Förderperiode zurück. Zwischen 2022 und 2025 etablierte der Verbund 24 hochschulübergreifende Lehrangebote mit 1.800 Teilnehmenden, warb erstmals eigenständig Drittmittel in zweistelliger Millionenhöhe ein und setzte zahlreiche Projekte mit der Praxis um. Die HTWG Hochschule Konstanz – Technik, Wirtschaft und Gestaltung war in diesem Zeitraum an 17 Projekten und Arbeitsgruppen beteiligt. 2026 setzt Europas größter hochschulartenübergreifender Verbund diesen Kurs fort.
Bilanz 2022–2025: Praxisnähe und regionale Verantwortung
Zusammenarbeit schafft Zukunft: Mit diesem Motto zieht der W4 Bilanz für den Zeitraum 2022 bis 2025. In der Periode wurden 36 Projekte mit einem Volumen von rund 3,18 Millionen Euro gefördert. Alle 25 Mitgliedshochschulen aus Deutschland, Liechtenstein, Österreich und der Schweiz profitierten von der europaweit einzigartigen Vollfinanzierung. Mehr als die Hälfte der Projekte wies einen direkten Praxisbezug auf, 165 Partnerinnen und Partner aus Unternehmen, Kommunen, Bildungseinrichtungen und Organisationen aus der Zivilgesellschaft waren beteiligt.
Einen wichtigen Beitrag dazu leistet die HTWG Hochschule Konstanz. „Die HTWG bringt in den W4 ihre besonderen Stärken ein: praxisnahe Lehre, anwendungsorientierte Forschung sowie hohe fachliche Expertise in den Ingenieurwissenschaften, der Wirtschaft und der Gestaltung. Unser Anspruch ist es, Wissenschaft und Wirtschaft in der Vierländerregion zusammenzubringen. So entstehen gemeinsam innovative Lösungen für die Herausforderungen unserer Zeit“, sagt Prof. Dr. Sabine Rein, Präsidentin der HTWG Hochschule Konstanz und Vorsitzende des W4.
So engagiert sich die HTWG zum Beispiel in der Arbeitsgruppe Wissens- und Technologietransfer (WTT), die kollaborative Forschung, Dienstleistungen, Veröffentlichungen, Veranstaltungen, Medienarbeit sowie Gründungen auf Basis technologischer und sozialer Innovationen fördert. Dazu kommen weitere Projekte mit verschiedenen Schwerpunkten, unter anderem die Hochschulinnovationsprojekte „BodenseeLinked“ und „Transfer in Bewegung – eine Werkstatt auf Rädern“.
Darüber hinaus wirkt die HTWG am Forschungstransfer-Projekt „Lebendiges Kulturerbe als Lernfeld für soziale Aushandlungsprozesse und gesellschaftlichen Zusammenhalt“ mit, das sich dem Schwerpunktthema Dialog- und Streitkultur widmet. Das zeigt, wie vielfältig die HTWG Hochschule Konstanz im Rahmen des W4 Impulse für demokratische Teilhabe und gesellschaftliche Entwicklung setzt.
W4 stellt die Weichen für die nächste Förderperiode
Mit höherem Fördervolumen und gezielten Beratungsangeboten mobilisiert der W4 ab 2026 noch mehr kreatives Potenzial. „Wir verstehen uns als Ermöglicher, Vernetzer und strategischer Partner. Unsere Mittel setzen wir gezielt dort ein, wo sie gesellschaftliche Wirkung entfalten“, sagt Co-Geschäftsführer Markus Rhomberg.
Neben den 4,5 Millionen Euro der Internationalen Bodensee-Konferenz (IBK) hat der Verbund für die neue Periode bereits weitere 2,2 Millionen Euro an Fördermitteln eingeworben, die in einen Fonds zur Stärkung von Veränderungskompetenzen fließen. Noch bis Mitte 2027 laufen die Labs zu Kreislaufwirtschaft, Mobilität und Internet of Things. Der W4 mobilisierte dafür insgesamt 11,7 Millionen Euro aus dem EU-Förderprogramm Interreg VI Alpenrhein-Bodensee-Hochrhein.
„2025 war ein Jahr, in dem wir Erreichtes konsolidiert und gleichzeitig den Blick nach vorne gerichtet haben. Mit 35 konkreten Maßnahmen und den dafür vorgesehenen Budgets haben wir einen klaren Fahrplan für die nächste Entwicklungsphase des Wissenschaftsverbunds geschaffen“, erklärt Prof. Dr. Sabine Rein.
Mit CUBE entsteht eine Brücke zwischen Wissenschaft und Politik
Zu den zentralen Neuerungen zählt die Gründung von CUBE, einem Zentrum für wissenschaftliche Politikberatung, das Forschungsergebnisse der Mitgliedshochschulen für Politik und Verwaltung aufbereitet. Das neue Zentrum arbeitet bereits an Projekten für zwei Schweizer Kantone sowie für die Städte Lindau und Bregenz – in Form von Studien, Briefings, Beratungen und Workshops. CUBE bringt damit rund 20.000 Forschende aus 25 Hochschulen mit Akteurinnen und Akteuren aus Politik und Verwaltung zusammen. HTWG-Präsidentin Prof. Dr. Sabine Rein, die als W4-Vorsitzende die Gründung von CUBE unterstützt hat, sieht darin eine Antwort auf zunehmende Desinformation: „Gerade in einer Zeit, in der Informationen immer schwerer einzuordnen sind und gezielte Desinformation zunimmt, braucht Politik verlässliche wissenschaftliche Grundlagen.“
Mehr Infos: www.wissenschaftsverbund.org
Copyright Titelbild: HTWG