HTWG-Kanzler Manfred Schnell zum neuen Vorstand der Kanzlerkonferenz gewählt

HTWG-Kanzler Manfred Schnell wurde zum neuen Vorstand der Kanzlerkonferenz gewählt
Im Rahmen ihrer Sommertagung an der Hochschule für Gestaltung Schwäbisch Gmünd haben die Kanzlerinnen und Kanzler der Hochschulen für Angewandte Wissenschaften (HAW) Baden-Württemberg am 2. Juli 2026 einen neuen Vorstand gewählt. Den Vorsitz übernimmt zukünftig Manfred Schnell, Kanzler der HTWG Hochschule Konstanz – Technik, Wirtschaft und Gestaltung.
Manfred Schnell ist seit April 2022 Kanzler der HTWG Hochschule Konstanz. Zuvor war er dort bereits seit 2007 als Leiter der Studentischen Abteilung und ab 2015 als stellvertretender Kanzler tätig. In der Kanzlerkonferenz war er zuletzt drei Jahre lang stellvertretender Vorsitzender und dabei unter anderem an den Verhandlungen zur Hochschulfinanzierungsvereinbarung III beteiligt. Er folgt auf Andrea Linke (Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen), die den Vorsitz in den vergangenen drei Jahren prägte und nach insgesamt zwei Amtsperioden nicht mehr zur Verfügung steht. Ebenfalls verabschiedet wurde Norbert Reichert (Hochschule Karlsruhe), der in den Ruhestand geht.
Nach drei Jahren als Stellvertreter will Schnell jetzt eigene Schwerpunkte setzen. „In den vergangenen drei Jahren als stellvertretender Vorsitzender habe ich die Arbeit im Vorstand der Kanzlerkonferenz intensiv kennengelernt und viele wichtige Themen mitgestaltet. Nun freue ich mich darauf, als Vorsitzender eigene Akzente zu setzen und die erfolgreiche Arbeit gemeinsam mit den Kolleginnen und Kollegen weiterzuentwickeln“, sagt er. Besonders wichtig sei ihm, den Austausch zwischen den Hochschulen zu stärken und die Interessen der HAW gegenüber dem Wissenschaftsministerium und der Politik wirksam zu vertreten.
Aus seiner Arbeit als HTWG-Kanzler nimmt Schnell vor allem eine Erfahrung mit: Gute Lösungen entstehen gemeinsam. Er arbeite täglich mit Menschen aus ganz unterschiedlichen Bereichen zusammen – mit Mitarbeitenden, Lehrenden, Studierenden sowie externen Partnerinnen und Partnern. Das bedeutet für ihn: Zuhören, Interessen zusammenführen und – mit Blick auf den Bildungsauftrag der Hochschule – auch in anspruchsvollen Situationen tragfähige Lösungen für Menschen zu entwickeln. „Eine offene Zusammenarbeit, kurze Entscheidungswege und ein starkes Miteinander sind mir wichtig. Diese Kultur des Dialogs und des gegenseitigen Vertrauens möchte ich in den Vorsitz der Kanzlerkonferenz einbringen“, so Schnell.
Mehr Vernetzung mit den anderen Hochschulen im Land, mehr Sichtbarkeit als Wissenschaftsstandort: Das sind aus Sicht von Schnell die Vorteile für die HTWG Hochschule Konstanz. „Der Vorsitz unterstreicht die hohe Anerkennung, die die HTWG innerhalb der Hochschullandschaft genießt“, sagt er. Persönlich verstehe er die Wahl auch als Ausdruck der Wertschätzung für seine bisherige Arbeit als Kanzler – und zugleich als Auftrag, die Interessen der Hochschule engagiert zu vertreten.
Im Vorstand bleibt er weiterhin für den Bereich Personal(-entwicklung) zuständig, mit Fokus auf neue Arbeitsformen und den Umgang mit Künstlicher Intelligenz: „KI soll sinnvoll und verantwortungsvoll eingesetzt werden – als Unterstützung für Beschäftigte, nicht als Ersatz.“ Im Zentrum stehen für ihn neben dem Aufbau von KI-Kompetenzen an den Hochschulen moderne Führung im digitalen Wandel sowie mehr Raum für Innovation und gemeinsames Lernen.

Neuer Vorstand der Konferenz der Kanzlerinnen und Kanzler (v.l.n.r.): Manfred Schnell (Vorsitzender), Markus Dammler, Nicole Kuhn, Philipp von Ritter zu Groenesteyn
Als stellvertretende Vorsitzende wurden in den Vorstand gewählt: Nicole Kuhn (Hochschule der Medien Stuttgart, weiterhin im Amt), Philipp von Ritter zu Groenesteyn (Technische Hochschule Mannheim) und Markus Dammler (Hochschule für öffentliche Verwaltung und Finanzen Ludwigsburg). Der neue Vorstand nimmt seine Arbeit am 1. September auf. Die Amtszeit beträgt drei Jahre und endet am 31. August 2029.
Die Kanzlerkonferenz der Hochschulen für Angewandte Wissenschaften Baden-Württemberg (KKH) bringt die Kanzlerinnen und Kanzler zusammen, die an ihren Hochschulen für Finanzen, Personal und Liegenschaften (Gebäude und Flächen) verantwortlich sind. Sie stimmt gemeinsame Positionen zu Verwaltungs- und Hochschulentwicklungsthemen ab und vertritt diese gegenüber dem Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst sowie der Landespolitik. Mitglieder sind die Kanzlerinnen und Kanzler der 19 staatlichen HAW, der zwei staatlichen Verwaltungshochschulen und der drei kirchlichen HAW in Baden-Württemberg. Die KKH tagt vier- bis fünfmal im Jahr an wechselnden Hochschulstandorten.
Copyright Titelbild: HTWG
Copyright Gruppenbild: HAW BW e.V.