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HTWG und Stadt Singen präsentieren Transferkonzept „Grüne Industriestadt“ im Deutschen Bundestag

Gruppe von Personen auf einem roten Teppich vor einer weißen Wand

Gruppenfoto nach der Vorstellung des Transferverbunds Singen im Deutschen Bundestag

Die HTWG Hochschule Konstanz ‒ Technik, Wirtschaft und Gestaltung und die Stadt Singen (Hohentwiel) haben ihr gemeinsames Transferkonzept „Grüne Industriestadt Singen“ im Deutschen Bundestag vorgestellt. Die Präsidentin der HTWG Konstanz Prof. Dr. Sabine Rein, Singens Oberbürgermeister Bernd Häusler sowie HTWG-Vizepräsident Prof. Dr. Gunnar Schubert präsentierten in Berlin, wie Hochschule und Industriestadt gemeinsam die Transformation energieintensiver Industrie gestalten können. Die Vorstellung fand im Rahmen eines parlamentarischen Frühstücks auf Einladung der Bundestagsabgeordneten Andreas Jung und Dr. Lina Seitzl statt.

Modell für erfolgreiche Hochschul-Stadt-Kooperation
Das Konzept vernetzt Wissenschaft, Wirtschaft, öffentliche Hand und Zivilgesellschaft gezielt miteinander. Gemeinsam arbeiten die HTWG Konstanz, lokale Industrieunternehmen wie WEFA und FONDIUM und das Standortmarketing Singen aktiv an der nachhaltigen Transformation der Industrieregion. Dieser Ansatz geht über klassische Hochschul-Industrie-Kooperationen weit hinaus und ist ein Vorzeigeprojekt für den gesellschaftlichen und wissenschaftlichen Transfer der Hochschule Konstanz.

Die Zwischenbilanz nach knapp vier Jahren Laufzeit spricht für sich: rund 150 Themenadressierungen zwischen Unternehmen und Hochschule, mehr als zehn Abschlussarbeiten, fünf Fallstudien, eine kooperative Promotion sowie vier gemeinschaftliche Förderanträge mit einem Gesamtvolumen von 1,5 Millionen Euro. „Für die Stadt Singen ist diese Form der neuen Zusammenarbeit ein wichtiges Wirtschaftsförderungsinstrument. Eng verzahnt arbeiten Hochschule, Unternehmen, Stadt und Standortmarketing an zukunftsrelevanten Themen und tragen damit zur Beschleunigung der Transformation bei", zeigt sich Oberbürgermeister Bernd Häusler überzeugt.

Hochrangige Teilnahme und politische Unterstützung
Neben Bundestagsabgeordneten aus verschiedenen Fraktionen nahm auch Matthias Hauer, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt, an der Veranstaltung teil. Die Teilnahme verdeutlicht die politische Aufmerksamkeit, die dem Thema industrielle Transformation und regionaler Transferpartnerschaften inzwischen zukommt. HTWG-Präsidentin Prof. Dr. Sabine Rein zieht Bilanz: „Wir sind mit einem regionalen Projekt nach Berlin gefahren und mit der Gewissheit zurückgekehrt, dass dieser Ansatz weit über Singen hinaus Relevanz hat." 

Gemeinderat beschließt Phase drei: Transferverbund bis 2028 gesichert
Ein weiterer Meilenstein bekräftigt den Erfolg der Zusammenarbeit: Der Gemeinderat der Stadt Singen hat kürzlich der Fortführung des Transferverbunds für eine dritte Phase (Mitte 2026 bis Mitte 2028) zugestimmt. Damit ist die Kooperation zwischen der Stadt Singen und der Hochschule Konstanz für weitere zwei Jahre gesichert.

Die Kooperation startete 2022 unter dem Titel „Aufbau eines Reallabors zur nachhaltigen Transformation der Industrieregion". 2024 wurde die Kooperation erstmals verlängert und um das Reallabor „Grüne Industriestadt Singen" ergänzt, das gezielt Fragen der Dekarbonisierung bearbeitet. In Phase drei werden die bewährten Schwerpunkte nun um einen neuen Fokus ergänzt: die gezielte Stärkung der Innovationskraft Singener Unternehmen. Dafür stehen über zwei Jahre insgesamt rund 214.000 Euro zur Verfügung. Prof. Dr. Gunnar Schubert, Vizepräsident Forschung, Transfer & Nachhaltigkeit der HTWG Konstanz, erklärt: „Vier Jahre Transferverbund haben gezeigt, was möglich ist, wenn Stadt, Unternehmen und Hochschule im Dialog zusammenarbeiten. In Phase drei wollen wir diese Energie gezielt nutzen – um Innovationsprozesse in den Unternehmen konkret anzustoßen, zu begleiten und die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Singen nachhaltig zu stärken."

Mit der Präsentation in Berlin rückt der Transferverbund „Grüne Industriestadt Singen“ auch bundespolitisch stärker in den Fokus. Das gemeinsame Projekt von HTWG Konstanz und Stadt Singen steht beispielhaft für neue Wege der Zusammenarbeit zwischen Hochschulen, Kommunen und Industrie.

Titelfoto: Oliver Wagner