HTWG-Prof. Dr. Frank Best: Mitautor im Dossier des Kopernikus-Projekts Ariadne

Ein neues Dossier des Kopernikus-Projekts Ariadne zeigt, dass die Integration von Kohlenstoffdioxid-Entnahme in den EU-Emissionshandel den Anstieg des CO₂-Preises wirksam abfedern kann.
Ein neues Dossier des vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt geförderten Kopernikus-Projekts Ariadne zeigt: Die Integration von Kohlenstoffdioxid-Entnahme in den Emissionshandel kann als Sicherheitsventil für die Industrie wirken. Bereits eine moderate Menge an entsprechenden Zertifikaten reicht aus, um den Anstieg des CO2-Preises abzufedern, ohne die Klimaziele der EU zu gefährden.
Das EU Emissionshandelssystem (engl. Emissions Trading System, ETS) tritt ab 2030 in seine entscheidende Phase ein. Eine zentrale Frage wird sein, wie eine übermäßige Kostensteigerung vermieden werden kann, ohne dabei insbesondere in der Grundstoffindustrie Investitionen in emissionsarme Technologien auszubremsen. Der verzögerte Ausbau der Infrastruktur für Carbon Capture and Storage (CCS) und Wasserstoff (H2) ist dabei eines der wesentlichen Hemmnisse. Während in der Vergangenheit mit eher optimistischen Annahmen gearbeitet wurde, könnte die absehbare Verzögerung die Vermeidungsoptionen der Industrie einschränken, ETS-Preise über ein politisch akzeptables Niveau steigen lassen und damit Wettbewerbsfähigkeit und Investitionssicherheit gefährden.
Das Ariadne-Dossier wurde von sieben Autor*innen erarbeitet, darunter Prof. Dr. Frank Best von der Hochschule Konstanz. Er ist Professor für Allgemeine Betriebswirtschaftslehre mit Schwerpunkt Internationales Management an der Fakultät Wirtschafts-, Kultur- und Rechtswissenschaften der HTWG.
Zum Kurzdossier: ariadneprojekt.de/publikation/kurzdossier-zusammenfassung-ein-sicherheitsventil-fuer-die-endphase-des-eu-emissionshandelssystems-preisstabilisierung-durch-die-entfernung-von-kohlendioxid/
Foto: HTWG