Professur für Softwareentwicklung besetzt

Foto: Prof. Dr. Pascal Laube
Mit Dr. Pascal Laube übernimmt ein zweiter Absolvent der HTWG selbst eine Professur an der Fakultät Informatik und kehrt damit als Experte für Softwareentwicklung und Künstliche Intelligenz an seine Alma Mater zurück. Er bringt umfangreiche Berufs- und Praxiserfahrung aus Industrie und Forschung mit und verfügt zudem über mehrjährige Lehrerfahrung als Professor.
Seit dem Sommersemester 2026 hat Dr. Pascal Laube die Professur für Softwareentwicklung an der Fakultät Informatik der HTWG Konstanz angetreten. Er lehrt in den Bachelor- und Masterstudiengängen der Fakultät und deckt dabei ein breites Spektrum ab: von „Programmiertechnik 1“, „Web-Applikationen“ und „Cloud-native AI“ im Bachelorstudiengang Angewandte Informatik über „Data Science“ im ‒ für das Wintersemester 2026/27 geplanten ‒ Bachelorstudiengang Angewandte Künstliche Intelligenz bis hin zu „Applied AI“ im Masterstudiengang Informatik. Alle seine Lehrveranstaltungen setzt er im Flipped-Classroom-Konzept um, bei dem die Präsenzzeit für Live-Coding, Diskussionen und Hands-on-Projekte genutzt wird.
Pascal Laube hat selbst an der HTWG Konstanz studiert, zunächst Software Engineering im Bachelor, anschließend Informatik im Master. Promoviert hat er in Kooperation mit der Universität Konstanz. In seiner Dissertation beschäftigte er sich mit Machine-Learning-Verfahren für die automatische Rekonstruktion defekter Freiformflächen. Parallel dazu leitete er am Institut für Optische Systeme (IOS) der HTWG das BMBF-Forschungsprojekt „ToolRep“, in dem industrielle Bildverarbeitung und maschinelles Lernen zusammengeführt wurden.
Stationen in Industrie und Management
Nach seiner Promotion arbeitete Pascal Laube bei der ZF Group als Senior Algorithm Developer im Bereich autonomes Fahren. Danach wechselte er zu GFT Technologies ins Management, wo er die KI-Strategie und KI-Transformation für Unternehmen im Finanzsektor und in der Automobilindustrie verantwortete. Seit Ende 2023 hatte er die Professur für Softwaresysteme an der Hochschule Furtwangen inne, bevor er an die HTWG Konstanz zurückkehrte.
Forschung an der Schnittstelle von KI und Optimierung
Seine Forschung bewegt sich an der Schnittstelle von Künstlicher Intelligenz und Optimierung. Im aktuellen, von der Carl-Zeiss-Stiftung geförderten Projekt „Intelligente Agenten im Dialog“ untersucht er, wie dialogorientierte Multi-Agenten-Systeme komplexe Planungs- und Optimierungsaufgaben im Projektmanagement übernehmen können. Darüber hinaus beschäftigt er sich mit der Frage, wie Machine-Learning-Systeme zuverlässig in Produktion betrieben werden können – von Deployment über Monitoring bis zu Continual Learning. Die Verbindung von KI-Methoden mit klassischer Optimierung zieht sich dabei als roter Faden durch seine Arbeit, sei es bei der Rekonstruktion geometrischer Oberflächen, der Algorithmenentwicklung für autonome Systeme oder beim Entwurf kooperativer Agenten.