Wirtschaftsrecht
... schließt die Lücke zwischen Jura und BWL.
"Generative KI im Rechtsbereich"

Rückblick auf den 5. Konstanz Legal Tech Day zum Thema „Generative KI im Rechtsbereich“
Am 23. Oktober 2024 fand an der HTWG der fünfte „Legal Tech Day“ statt - eine Veranstaltung, die schon als Höhepunkt in der süddeutschen Legal-Tech-Szene bekannt ist – und widmete sich in diesem Jahr einem Thema, das sich geradezu aufgedrängt hat: der Einsatz von generativer Künstlicher Intelligenz (KI) im juristischen Kontext. Mit mehr als 120 Teilnehmenden vor Ort und zahlreichen regionalen und internationalen Gästen, die sich digital zuschalteten, war die Veranstaltung erneut ein voller Erfolg.
Der Tag begann mit einer Begrüßung durch die Veranstaltungsleiter, Prof. Dr. Marc Strittmatter und Prof. Dr. Thomas Maier. Anschließend richtete Prof. Dr. Sabine Rein, Präsidentin der HTWG, in einer Videobotschaft, da sie sich auf einer Dienstreise befand, einige Worte an das Publikum. Sie betonte die Bedeutung der Veranstaltung als wichtigen Austauschort für Wissen und Innovation und hob hervor, wie relevant KI-Themen für die zukünftige Entwicklung der Rechtswissenschaften sind.
Björn Beck, Leiter des Innovationslabors im Staatsministerium Baden-Württemberg, startete mit einer Keynote. Er ging auf die Potenziale und Herausforderungen generativer KI für die Rechtsbranche ein. Das anschließende Podiumsgespräch mit Prof. Dr. Rüdiger Wilhelmi (Universität Konstanz) und Prof. Dr. Marc Strittmatter beleuchtete die rechtlichen Rahmenbedingungen von KI, insbesondere mit Blick auf Datenschutz, Haftung und Urheberrecht. Prof. Dr. Michael Gertz (Universität Heidelberg) setzte das Programm mit einem Vortrag über die technischen Grundlagen und Grenzen großer Sprachmodelle fort. Anschließend referierte Tobias Haar (Aleph Alpha GmbH) über die praktischen Einsatzmöglichkeiten und die Leistungsfähigkeit generativer Sprachmodelle in juristischen Kontexten. Marc Geiger (GleissLutz) stellte im weiteren Verlauf praxisorientierte Anwendungsbeispiele aus einer Wirtschaftskanzlei vor.r
Am Nachmittag boten Workshops praxisnahe Einblicke: Philipp Heck (EnBW), Dr. Martin Allmendinger und Nils Schlenther (OMM Solutions) führten durch „Legal Prompting“, während Prof. Dr. Thomas Maier und Dr. Vincent Kuhn (Kuhn Data Science & Consulting) die Nutzung großer Sprachmodelle in der Rechtspraxis thematisierten.
Den Abschluss des Legal Tech Day bildete das Panel „Die Zukunft von LLM im Rechtsbereich“, in dem alle Sprecher die künftigen Entwicklungen und Herausforderungen beim Einsatz von Large Language Models in der juristischen Praxis beleuchteten. Mit diesem Austausch wurde die Veranstaltung erfolgreich abgerundet.
Schon am Vorabend der Veranstaltung hatten die Teilnehmenden Gelegenheit, sich beim Networking-Event in lockerer Atmosphäre bei herbstlichem Fingerfood und DJ-Musik kennenzulernen und auszutauschen.
Wir als Studiengang Wirtschaftsrecht haben mit dieser Veranstaltungsreihe ein bedeutendes Forum geschaffen, das Fachleuten und Interessierten im Bereich Wirtschaftsrecht eine wertvolle Gelegenheit bietet, sich mit den neuesten technologischen Entwicklungen im Recht auseinanderzusetzen. Damit stärken wir nicht nur die Rolle der HTWG, sondern positionieren uns auch als Institution für rechtliche Innovation und technologische Zukunftsthemen im Süden Deutschlands.


Ein besonderer Dank geht an das Organisationsteam unter der Leitung von Johanna Meyer und Eileen Gladis, deren Engagement die Veranstaltung erst ermöglicht hat.
Ein herzliches Dankeschön richten wir insbesondere an unsere Sponsoren Gleiss Lutz Rechtsanwälte, Vogel & Partner Rechtsanwälte sowie das Legal AI Network / OMM Solutions GmbH für ihre großzügige Unterstützung.
Text: J. Meyer