Fakultät Informatik
Die Informatik ist Treiber der digitalen Transformation in der Gesellschaft. Wir bieten Ihnen praxisnahe Ausbildungen für eine zukunftssichere und vielfältige Berufstätigkeit.
Ruhestand Prof. Dr. Heiko von Drachenfels

Foto: Prof. Dr. Heiko von Drachenfels
Mit Freude, Hingabe und Geduld hat er gelehrt, Studierende in verschiedensten Bereichen unterstützt und Studiengangsentwicklungen mitgeprägt: Nach 26 Jahren Lehre geht Prof. Dr. Heiko von Drachenfels nun in den Ruhestand.
Seine ruhige Art, sein respektvoller Umgang und seine zuverlässige Arbeit kennzeichnen den Kontakt mit Prof. Dr. von Drachenfels. Es ging ihm immer um die Sache, insbesondere um gute Lehre, und dabei hatte er gleichzeitig den individuellen Menschen, sein Gegenüber und seine Zielgruppe im Blick und ein offenes Ohr.
Werdegang
Im Jahr 1985 legte Heiko von Drachenfels seinen Diplomabschluss in Informatik an der Universität Karlsruhe ab. 1989 folgte dort sein Promotionsabschluss mit der Dissertation „Kommunikationsstrukturen in verteilten Algorithmen“. Während seiner Promotionszeit war er als wissenschaftlicher Mitarbeiter in einem Kooperatioonsprojekt der Universität Karlsruhe und IBM tätig. Danach trat er eine Stelle als Software-Entwicklungsingenieur bei der AEG Electrocom, der späteren Siemens Electrocom, in Konstanz an. Dort wirkte er, bis er im Jahr 2000 die Professur für Softwareentwicklung an der Hochschule Konstanz erhielt.
Lehre
Prof. Dr. von Drachenfels lehrte zunächst in den damaligen Diplomstudiengängen der Informatik, später im Bachelorstudiengang Angewandte Informatik und Masterstudiengang Informatik. Die Einführung des Studiengangs Angewandte Informatik hat er mitgeprägt und bei dessen Weiterentwicklung sowie des Masterstudiengangs Informatik mitgewirkt. Inhaltlich deckte er die Themenbereiche Programmiertechnik, Systemprogrammierung, objektorientierte Systementwicklung, Sprachkonzepte und modellgetriebene Softwareentwicklung ab. Es war ihm wichtig, inhaltlich auf dem aktuellen Stand zu bleiben und dafür tauschte er sich insbesondere bezüglich der Java-Entwicklungen gern und intensiv mit der Kollegenschaft aus.
Die Lehre stand für ihn immer im Mittelpunkt seiner Arbeit und es war ihm jedes Semester erneut ein Herzensanliegen, insbesondere die Grundlagen der Programmierung im ersten Studiensemester fundiert zu vermitteln. Fragen und Anliegen der Studierenden ist er über all die Jahre hinweg aufgeschlossen, geduldig und verständnisvoll entgegengekommen. Ergänzend bot er allen Interessierten Zeit und Raum für Einzelfragen oder Extraaufgaben an. Dieses Engagement brachte er auch Schülerinnen und Schülern entgegen, die in seinen Veranstaltungen schnupperten oder ein Gasthörerstudium absolvierten. Nebenbei veröffentlichte er im Informatik-Spektrum, zuletzt zum Thema „Um welche Probleme geht es eigentlich im Software-Engineering?“.
Positionen an der Hochschule
Schon nach wenigen Jahren an der Hochschule übernahm Prof. von Drachenfels das Amt des Prodekans. In seine Amtszeit fiel die herausfordernde Umstellung auf die Bachelor-/Master-Abschlüsse. Seine offene und empathische Art machten Prof. von Drachenfels auch zu einem hochgeschätzen Praktikantenamtsleiter und Prüfungsausschussvorsitzenden für alle Seiten. Er versetzte sich in die Lage der Studierenden und ihrer Umstände, um bestmögliche Lösungen und Wege für sie zu finden und fair umzusetzen. Nach seiner Amtszeit blieb er dem Prüfungsausschuss bis zuletzt als einfaches Mitglied verbunden. Das Kollegium schätzte die angenehme Zusammenarbeit sowie seine kompetente Herangehensweise. Dabei scheute er sich nicht, konstruktive Kritik zu äußern und blieb stets sachlich, freundlich und zugewandt. Eine seiner Stärken ist es, Dinge sehr gut pointiert formulieren zu können – diese herausragende Sprachkomepetenz bewies er sowohl bei Diskussionen als auch Reden.
Die besten Wünsche
Im Namen der gesamten Fakultät danken wir Prof. Dr. Heiko von Drachenfels herzlich für seine langjährige engagierte und motivierte Tätigkeit für die Fakultät Informatik. Die allerbesten Wünsche begleiten ihn für seinen weiteren Lebensweg, auf dem erst einmal Zeit für ein neues Lehrbuch zum Thema „Technik und Konzepte der Programmiersprachen“ eingeplant ist, und der hoffentlich von vielen freudvollen Wanderungen und Naturerlebnissen umrahmt wird. Zudem wünschen wir ihm, dem passioinierten Cello-Spieler, weiterhin viele beseelte musikalische Momente in seinen barocken und klassischen Kammermusikgruppen.