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Sonnenenergie im Wettlauf mit der Zeit

Menschen stehen an einem langen, schmalen Wasserbecken im Freien und beobachten ein kleines blaues, walförmiges Modellboot im Wasser. Im Vordergrund ein Mann mit Strohhut, rechts ein Junge mit Cap, der sich über das Becken beugt.

Die Solar Boat Challenge 2026 der HTWG brachte einen neuen Geschwindigkeitsrekord hervor

Ein neuer Geschwindigkeitsrekord und kreative Bootskonstruktionen: Bei der Solar Boat Challenge 2026 an der HTWG Hochschule Konstanz – Technik, Wirtschaft und Gestaltung standen Technik, Teamarbeit und erneuerbare Energien im Mittelpunkt. Der traditionsreiche Wettbewerb, veranstaltet von der Fakultät Elektrotechnik und Informationstechnik, zeigte am 23.07.2026 erneut, wie sich junge Menschen praxisnah für MINT-Themen begeistern lassen.

Bei strahlendem Sommerwetter traten insgesamt 18 Teams aus Schulen der Region mit ihren selbst konstruierten Solarbooten gegeneinander an. In den beiden Wertungskategorien „Geschwindigkeit“ und „Kreative Konstruktion“ gingen Schülerinnen und Schüler mit Modellen an den Start, die ausschließlich durch den Strom aus Photovoltaikzellen angetrieben wurden.

Spannung auf dem Hochschulcampus
Ein Höhepunkt des Wettbewerbstages war der neue Rekordlauf auf der 16 Meter langen Rennstrecke im Innenhof der HTWG. Das Team „Solar Striders“ vom Gymnasium am Hoptbühl in Villingen-Schwenningen erzielte mit 7,5 Sekunden die bislang schnellste Zeit in der 18-jährigen Geschichte der Solar Boat Challenge.

Die intensivste Wettkampfphase spielte sich in der Mittagszeit ab: Zunächst präsentierten die Teams in der Kategorie „Kreative Konstruktion“ ihre Boote und Ideen, bevor im Anschluss die Rennen der Geschwindigkeitsklasse ausgetragen wurden. Danach wurden die Siegerinnen und Sieger in der Aula der Hochschule feierlich ausgezeichnet.

Die Gewinner des Tages
In der Kategorie „Geschwindigkeit“ setzte sich das Team „Solar Striders“ vom Gymnasium am Hoptbühl durch, das mit seinem Rekordlauf den ersten Platz errang und von der Hochschule Konstanz Stiftung mit einem Preisgeld von 250 Euro ausgezeichnet wurde. Dahinter folgte das Team „HGS“ der Hohentwiel-Gewerbeschule Singen, das sich den zweiten Platz sicherte und von der Gisela und Erwin Sick Stiftung 150 Euro erhielt. Der dritte Platz ging ebenfalls an die Hohentwiel-Gewerbeschule Singen: Das Team „Ammarah André“ wurde von solarLAGO mit 100 Euro prämiert.

In der Kategorie „Kreative Konstruktion“ überzeugten die Boote mit besonderer gestalterischer und konzeptioneller Qualität: Den ersten Platz errang das Team „Tikalo“ vom Droste-Hülshoff-Gymnasium, das vom VDE Südbaden e.V. mit 250 Euro ausgezeichnet wurde. Das Team „Timmys Nacken“ vom Heinrich-Suso-Gymnasium belegte den zweiten Platz und erhielt von der Stadt Konstanz 150 Euro. Den dritten Platz sicherte sich das Team „Odysseus“, ebenfalls vom Droste-Hülshoff-Gymnasium, das von der Hochschule Konstanz Stiftung mit 100 Euro geehrt wurde.

Tradition mit Forschungstiefgang
Die Solar Boat Challenge wird seit dem Jahr 2008 von der Fakultät Elektrotechnik und Informationstechnik der HTWG Hochschule Konstanz ausgerichtet. Anlass für die erste Durchführung war ein besonderes Jubiläum: der zwanzigste Geburtstag der KORONA, des weltweit ersten Solarboots, das Ende der 1980er Jahre von Studierenden an der HTWG entwickelt wurde. Aus ihr ging später mit der SOLGENIA ein zweites Forschungsboot an der HTWG hervor.

„Mit der KORONA haben wir 1988 das erste Solarboot der Welt gebaut. Heute forschen wir mit der SOLGENIA weiter an alternativen Energiesystemen und am energieeffizienten autonomen Fahren auf dem Wasser. Die Solar Boat Challenge gibt Schülerinnen und Schülern einen ersten Eindruck davon, was Elektrotechnik und Ingenieurwissenschaften im Studium an der HTWG konkret bedeuten und soll Lust auf mehr machen“, sagt Prof. Dr. Gunnar Schubert, designierter Präsident der HTWG, aktueller Vizepräsident Forschung, Transfer und Nachhaltigkeit und Schirmherr der Veranstaltung.

Teamgeist, Kreativität und Future Skills
Die Solar Boat Challenge zeigt, dass moderne Ingenieursarbeit weit über Formeln und Schaltpläne hinausgeht. Planung, Abstimmung im Team, Zeitmanagement und das gemeinsame Lösen technischer Herausforderungen stehen im Mittelpunkt. Das sind Fähigkeiten, die später im Studium und im Berufsleben ebenso gefragt sind wie fachliche Exzellenz.

„Es ist immer wieder beeindruckend, mit welcher Kreativität und welchem Ehrgeiz die Schülerinnen und Schüler an die Entwicklung ihrer Boote herangehen“, beschreibt der Dekan der Fakultät Elektrotechnik und Informationstechnik, Prof. Dr. Heinz Rebholz, den besonderen Reiz der Veranstaltung.

Die Fakultät Elektrotechnik und Informationstechnik zieht nach der diesjährigen Ausgabe ein positives Fazit und blickt bereits auf die nächsten Rennen. Schulen, die bislang noch nicht dabei waren, ermutigt Prof. Dr. Gunnar Schubert mit den Worten: „Einfach anmelden und ausprobieren – es geht nicht in erster Linie ums Gewinnen, sondern um Teamgeist, Spaß und die Freude am Entdecken neuer Technik.“

Die HTWG Konstanz gratuliert allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern herzlich und freut sich darauf, auch künftig junge Menschen für Technik, Forschung und Nachhaltigkeit zu begeistern.

Weitere Informationen zur Solar Boat Challenge sind hier abrufbar.
 

Copyright Titelfoto: HTWG