Werkschauen der Fakultät Architektur und Gestaltung: Publikumsmagnet mit viel Kreativität und prämierten Arbeiten

An beiden Standorten der Fakultät Architektur und Gestaltung der HTWG Konstanz präsentierten die Studierenden ihre Arbeiten
„Resonanz“ war das Motto der Architektur- und Design-Werkschauen an der HTWG - Hochschule Konstanz Technik, Wirtschaft und Gestaltung zum Ende des Wintersemesters. Zu sehen waren Arbeiten aus den Bachelor- und Masterstudiengängen – von den Übungen der ersten Semester bis zum ausgearbeiteten Projekt. Die Ausstellung zog zahlreiche Besucher an. Aufgrund baulicher Maßnahmen präsentierten die Studierenden ihre Arbeiten sowohl auf dem HTWG-Campus als auch im Bückle-Areal.
Für beide Fachbereiche ist der Semesterabschluss gleichzeitig auch Absolventenfeier und Moment der Prämierung der besten Abschluss- und Semesterarbeiten, die von einer jeweils externen Jury begutachtet werden.
Vielfalt und gesellschaftliche Relevanz im Design
Die Designer haben dieses Mal unter anderem auch ihr Studio raumfüllend bespielt mit fotografisch-künstlerischen Interpretationen der Farbe Grau. In den anderen Stockwerken gab es vom Magazin zum Buch, von der Illustration bis zum Spiele-Entwurf einen vielfältigen Einblick in die Techniken des Designs. Die Dokumentation der Musik-Visualisierung für den Gemischten Chor Radolfzell war ein Höhepunkt der Werkschau. Ebenso wie viele Abschlussarbeiten, die oft gesellschaftlich relevante Themen aufgriffen: Krebsprävention, Unterstützung bei Depression oder die Wiedereingliederung nach der Haft.
Im Fachbereich Kommunikationsdesign hat die Jury, bestehend aus Beate Reichel, Anja Popovic und Jonas Ruch, die „Konstanzer Designpreise“ vergeben an Lea Kampmann (1. Preis), Lisa Sonntag (1. Preis) und an Charlotte Gagel und Anke Westphal (1.Preis). Bastian Meyerhöfer erhielt einen Sonderpreis.

Architektur im Zeichen von Nachhaltigkeit und gesellschaftlicher Verantwortung
Bei den Architekten, die an ihrem temporären Standort im Bückle-Areal drei Ebenen mit der Ausstellung bespielten, standen hochaktuelle Themen wie Bauen im Bestand, Transformation, Nachhaltigkeit und Re-use im Fokus der Arbeiten. Auch transfeministische Perspektiven auf öffentliche Räume und Architekturen gegen die zunehmende Vereinsamung fanden hier eine Plattform. Neben zahllosen präzisen detaillierten und sehr unterschiedlich gestalteten Modellen, Plänen und Projektbeschreibungen waren eigene Räume den vielseitigen Skizzenbüchern gewidmet, und es wurden Fotos der Blockwochen im Ausland gezeigt.

Im Fachbereich Architektur vergab die trinationale Jury aus Tanja Sprünken, Helena Weber und Andreas Hack sechs „Seesterne*“ an die herausragenden Arbeiten von Karla Valentina Villegas Tinocco / Lara Kroppok, Anton Lipgens / Nele Dupé / Julius Schmid, Kyan Spänle, David Friedrich, Jakob Gaus / Tizian Landt, Sarah Herz. Drei Sonderpreise für besonders kreative Skizzenbücher gingen an Henriette Laipple / Luca Lechner / Paul Lindemann / Sofie Stehle, Katharina Adamietz und Tim Schneider. Jürgen Oswald und Herman Bentele vom ArchitekturFORUM KonstanzKreuzlingen verliehen zudem den »Grenzstein« an Lena Rosenstiel.
Festliche Finissage und Publikumsabstimmung als Höhepunkt
Ein Novum war dieses Semester die feierliche und gut besuchte Finissage der Werkschau. Hier stellte Lena Rosenstiel ihre mit dem „Grenzstein“ ausgezeichnete Master-Arbeit „Grenze wird Ort“ kurz vor und Jurymitglied Jürgen Oswald betonte das Verbindende zwischen Konstanz und Kreuzlingen als entscheidendes Auswahlkriterium für die Preisvergabe. Baubürgermeister Karl Langensteiner-Schönborn war ebenfalls zu Gast und diskutierte Möglichkeiten der Umsetzung solch spannender Projekte in Konstanz. Abschließend gab er die Preisträgerinnen und Preisträger der erstmals ausgelobten Publikumsabstimmung bekannt, und gratulierte ihnen herzlich.

