KICG

Das Konstanz Institut für Corporate Governance

Anti-Korruptions-Compliance und Integrity-Management in Hochrisikoländern

Herausforderungen, Lösungsansätze und Management-Instrumente für mittelständische Unternehmen der D-A-CH Region

Ziel der Forschungsarbeit

Das Forschungsprojekt zielt darauf ab, insbesondere große mittelständische Unternehmen und KMU aus Deutschland, Österreich und der Schweiz bei ihren Internationalisierungsvorhaben in Wachstumsländern zu unterstützen, indem es Herausforderungen der Regelkonformität und des ethischen Verhaltens in Hochrisikoregionen analysiert und unmittelbar anwendungsorientierte Lösungsstrategien und Management-Instrumente erarbeitet (Entwicklung eines Integrity-Toolkits).

Dabei liegt ein Schwerpunkt der Forschungsarbeit auf dem Thema „Korruptionsprävention“.

Projektleiter

Prof. Dr. Stephan Grüninger

Projektmitarbeiter

Anna Zubrod

Quirin Kissmehl

Projektlaufzeit

1. Mai 2019 – 30. April 2021

Projektförderer

KBA-NotaSys Integrity Fund


Allgemeine Forschung zu Compliance und Integrity

Einen wichtigen Forschungsschwerpunkt bildet aktuell die wissenschaftliche Begleitung des Forum Compliance Integrity (FCI).

Selbstverständnis und Aktivitäten des FCI

Das Forum Compliance & Integrity dient der Diskussion und dem Erfahrungsaustausch zu aktuellen Fragen eines modernen und nachhaltig wirksamen Integrity- und Compliance-Managements. Die Kompetenz des Forums liegt in der engen Verknüpfung und im Dialog von Wissenschaft und Praxis. Die Mitglieder treffen sich zweimal jährlich zu einer gemeinsamen eintägigen Sitzung sowie zusätzlich in drei fachlich ausgerichteten Arbeitsgruppen.

Diskutiert werden u.a. Fragen der Implementierung adäquater Compliance-Systeme, des Monitorings und des Zusammenspiels von Compliance-Management und Integrity-Management. Dabei wird, im Hinblick auf eine Good Corporate Governance, von einem umfassenden, wertebasierten Compliance-Verständnis ausgegangen. Auch vor dem Hintergrund der globalen Herausforderungen sowie internationalen und globalen Standards werden Fragen der Entwicklung und Effektivität von Compliance-Management-Systemen intensiv thematisiert.

Zur Geschichte des FCI

1999 wurde von Prof. Josef Wieland, Direktor des Zentrums für Wirtschaftsethik, der Anwenderrat für WertemanagementZfW gegründet. Dieser widmete sich der Entwicklung, Einführung und Implementierung des Wertemanagement-systems nach dem zertifizierten Standard des ZfW’s. Durch die Praxiskompetenz des Anwenderrats war von Beginn an der Anwendungsbezug des WerteManagementSystemsZfW gesichert, die Förderung, Weiterentwicklung und Qualitätssicherung des WerteManagementSystemZfW gehörten zu den zentralen Aufgaben des Anwenderrats.

Zunehmend wurden Compliance und Integrity Schwerpunkte seiner inhaltlichen Ausrichtung.
2009 wurden der Leitfaden ComplianceProgramMonitorZfW sowie die Stellungnahme "Anerkenntnis fremder Verhaltenskodizes" entwickelt und veröffentlicht.

2011 hat der Anwenderrat daher einen eingängigeren Titel des Arbeitskreises geschaffen und seine Umfirmierung in Forum Compliance & Integrity – Anwenderrat für WertemanagementZfW (FCI) beschlossen.

In 2014 wurde unter der Leitung von Prof. Dr. Stephan Grüninger und unter Mitwirkung auch vieler Unternehmen, die im FCI vertreten sind, ein Forschungsprojekt abgeschlossen, das allgemein akzeptierte Elemente von Compliance-Management-Systemen (CMS) konkretisiert und anwendet auf unterschiedliche Unternehmensgrößen (Unternehmen unterschiedlicher Compliance-Komplexitätsstufen). Dabei sind u.a. Leitlinien für vier Unternehmenstypen entstanden, ein Guidance-Dokument, das die Notwendigkeit und Zulässigkeit der unterschiedlichen Umsetzung von CMS-Maßnahmen zum Gegenstand hat, sowie ein Dokument zu den möglichen spezifischen Anforderungen und Risikotreibern für die Ausgestaltung von CMS in bestimmten Unternehmen (Kapitalmarktorientierung, Internationalisierungsgrad, Branchenzugehörigkeit u.a.). Die Dokumente können hier bezogen werden.

Im Mai 2016 haben die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft EY und das Forum Compliance & Integrity den „Existing Practice in Compliance 2016 Survey“ veröffentlicht. Damit liegt eine umfassende Vergleichsstudie hinsichtlich des Stands und Trends in Integritäts- und Compliance-Management-Systemen vor. Grundlage hierfür war eine standardisierte Befragung eines ausgewählten Teilnehmerkreises mit bereits fundierten Erfahrungen in der Implementierung eines Compliance-Management-Systems (CMS). Die Studie kann hier heruntergeladen werden.

Ein Ergebnis der gemeinsamen Arbeit in den FCI-Arbeitsgruppen ist die an Führungskräfte adressierte praxisorientierte FCI-Handreichung "Unternehmensintegrität & Compliance - Was wirklich wichtig ist.", die im Oktober 2016 veröffentlicht wurde.

Wissenschaftlicher Direktor des FCI

Prof. Dr. Stephan Grüninger

Koordination des FCI

Anna Zubrod

Quirin Kissmehl

Weitere Informationen zum Forum Compliance Integrity erhalten Sie auf der Homepage des Zentrum für Wirtschaftsethik e.V. (ZfW).


Allgemeine Forschung zu Compliance im Mittelstand

Einen wichtigen Forschungsschwerpunkt bildet aktuell die wissenschaftliche Begleitung des Forum Compliance Mittelstand (FCM).

Selbstverständnis des FCM

Das Forum Compliance Mittelstand (FCM) ist als freiwilliger Zusammenschluss von mittelständischen Unternehmen und Verbänden konzipiert und dient der Förderung und Verbreitung eines werteorientierten Wirtschaftens im Mittelstand. Hierzu befasst sich das FCM thematisch mit Methoden des Compliance-Managements für Mittelständler. Zielsetzung des FCM ist es, im Rahmen eines Netzwerks einen beidseitigen Wissenstransfer zwischen Forschung und Praxis zu ermöglichen. Weiterhin dient das FCM einem kontinuierlichen Erfahrungsaustausch der beteiligten Partner untereinander und ermöglicht gegenseitige Beratung zu aktuellen Fragen und Herausforderungen rund um Compliance.

Gegründet wurde das Forum aus dem Zusammenschluss von Unternehmen, die 2016 am sog. „Praxisdialog – Compliance im Mittelstand“ teilgenommen haben. Das Forum Compliance Mittelstand kann aktuell noch interessierte Unternehmen aufnehmen.

Thematische Ausrichtung

Behandelt werden Themen der Implementierung eines wirksamen Compliance- Managements und Monitorings im Mittelstand. Ausgangspunkt ist die hohe Bedeutung, aber noch geringe Verbreitung von Compliance bei kleineren und mittelgroßen Unternehmen.

Das FCM nimmt die Besonderheiten des Mittelstands als Ausgangspunkt und Chance um praxistaugliche Lösungen, Konzepte und Methoden für Mittelständler zu entwickeln und zu deren Verbreitung beizutragen. Die Arbeit des FCM findet hierbei im Schnittstellenbereich von Wirtschaft und Ethik, sowie im Austausch von Forschung und Praxis statt.

Geplante Projekte

Das FCM plant jährlich zwei Veranstaltungen für Mitglieder zu organisieren, auf welchen aktuelle Themenstellungen und Herausforderungen in Vorträgen und Diskussionsrunden besprochen werden sollen. Weiterhin soll hierdurch zur Vernetzung und zum Austausch der Mitglieder untereinander beigetragen werden.

Das FCM setzt sich weiterhin das Ziel Forschungsprojekte im Bereich des Compliance- Managements für mittelständische Unternehmen durchzuführen und somit aktiv zum Austausch von Wissenschaft und Praxis beizutragen.

Mitgliedschaft

Eine Mitgliedschaft im Forum Compliance Mittelstand ist in Form einer Firmenmitgliedschaft möglich. Langfristig ist eine Anzahl von circa zwanzig Firmenmitgliedern geplant. Ziel ist es das FCM als überschaubaren Kreis von Experten aufzustellen, in welchem vertrauliche Diskussionen für Teilnehmer gewährleistet sind. Die Mitgliederzahl soll daher nach oben begrenzt bleiben.

Wissenschaftlicher Direktor des FCM

Prof. Dr. Stephan Grüninger

Koordination des FCM

Quirin Kissmehl

Anna Zubrod

Weitere Informationen zum Forum Compliance Mittelstand (FCM) erhalten Sie auf der Homepage des Zentrum für Wirtschaftsethik e.V. (ZfW).