Bibliothek

Die Hochschulbibliothek ist Ansprechpartnerin in allen Fragen der Literatur- und Informationsversorgung der HTWG.

Finanzierung von Open Access-Publikationen

Häufig verlangen die Verlage für Open-Access-Publikationen Gebühren, sogenannte Article Processing Charge (APC). Es gibt verschiedene Möglichkeiten, sich diese Gebühren finanzieren zu lassen.

  • Publikationsfonds des MWK

    Das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst fördert Open-Access-Publikationen aus den baden-württembergischen Universitäten und Hochschulen über einen eigenen Open-Access-Publikationsfonds vorerst bis Ende 2021. Autorinnen und Autoren der HTWG können einen entsprechenden Antrag stellen, der über die Hochschulbibliothek eingereicht wird.

    Die Fördervoraussetzungen sind:

    • Gefördert werden ausschließlich Artikel, die in originären Open-Access-Zeitschriften („Goldener Weg“) mit einem fachspezifischen und anerkannten Qualitätssicherungsverfahren (peer-review)  erscheinen. Das Directory of Open Access Journals (https://doaj.org) bietet eine Übersicht solcher Zeitschriften.
      Ein Angehöriger der HTWG ist als „submitting author“ oder  „corresponding author“ für die Bezahlung der Publikationsgebühren verantwortlich.
    • Die Höhe der Veröffentlichungsgebühr darf insgesamt 2.000 EUR bzw. 1.900 USD (jeweils inkl. MwSt.) pro Aufsatz nicht übersteigen. Davon müssen 50% selbst übernommen werden,  50% werden aus dem Publikationsfonds getragen.
      Eine gleichzeitige Förderung aus anderen Mitteln – z. B. innerhalb eines Projektes – ist ausgeschlossen.
    • Die Veröffentlichung muss einen Hinweis auf die Förderung enthalten (z. B. "Gefördert durch das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg").
      Eingereicht werden die Anträge über die Hochschulbibliothek bei der Geschäftsstelle des Baden-Württemberg-Konsortiums an der Universität Freiburg. Als Rechnungsadresse muss die Adresse der Geschäftsstelle angegeben werden.
    • Die Open-Access-Freischaltung von einzelnen Artikeln in prinzipiell subskriptionspflichtigen Zeitschriften nach dem „hybriden“ Modell (Open Choice) ist nicht förderfähig.  


    Antrag Publikationsfonds (PDF)

    Antrag Publikationsfonds (Word)

  • Publikationsfonds der HTWG

    1. Wer ist förderberechtigt?

    Angehörige der Hochschule Konstanz, die als „corresponding author“ oder „submitting author“ für die Bezahlung der Publikationsgebühren verantwortlich sind. Die Hochschulzugehörigkeit soll in der Publikation erkennbar sein.



    2. Welche Publikation ist förderfähig?

    • Die Publikation muss in einer „reinen“ Open-Access-Zeitschrift, einem OA-Sammelband oder als OA-Buch erscheinen. Das bedeutet, alle Beiträge sind ohne Subskriptionsgebühr oder Kaufpreis vollständig und unmittelbar mit Erscheinen weltweit kostenfrei zugänglich. Eine Publikation, die in einer subskriptionspflichtigen Zeitschrift nach dem „hybriden“ Modell erscheint (Open-Access-Option), kann aus dem Publikationsfonds der HTWG nicht gefördert werden.
    • Zeitschriften müssen im Directory of Open Access Journals (DOAJ) nachgewiesen sein, oder hat ein nachvollziehbares Begutachtungsverfahren zur Qualitätssicherung („Peer Review“).
       


    3. Was ist darüber hinaus zu beachten? 

    • Bei einer Rechnung bis max. 2.000 € (inkl. Steuern) pro Publikation, ausgestellt auf Ihre Postadresse an der HTWG, begleicht die Bibliothek die Rechnung in voller Höhe.
    • Bei einer Rechnung über 2.000 € pro Publikation ist für die Abrechnung des darüber hinaus gehenden Betrages eine Kostenstelle anzugeben.
    • Mit einigen Verlagen hat die Bibliothek Transformationsverträge, über die Kosten für hybrides Open-Access-Publizieren übernommen werden können (derzeit DEAL-Vertrag mit Springer Nature).
    • Können Mittel zum Publizieren im Rahmen von Drittmittelprojekten beantragt werden, so sind diese Mittel vorrangig zu nutzen
    • Können Mittel aus dem Publikationsfonds des MWK oder weiteren Fonds wie zum Beispiel beim BMBF beantragt werden, so sind diese Mittel vorrangig zu nutzen
    • Publikationskosten für eine schnelle Begutachtung, Überlänge o.ä. werden nicht übernommen.
    • Die Bibliothek begleicht die Rechnung, solange Mittel aus dem Publikationsfonds der HTWG im Haushaltsjahr vorhanden sind.
    • Die geförderte Publikation wird im Repositorium der Hochschule Konstanz erfasst.
    • Auf die geförderte Publikation wird über die Kommunikationskanäle der HTWG aufmerksam gemacht.
    • Gerne dürfen Sie in der Publikation auf die Förderung durch den Publikationsfonds der HTWG hinweisen z.B.: „Supported by the Open Access Publication Fund of the HTWG Hochschule Konstanz University of Applied Sciences“ 
       


    4. Wie wird die Förderung beantragt und abgerechnet?

    • Bitte prüfen Sie zunächst, ob Ihre Publikation aus den Mitteln des Publikationsfonds der HTWG gefördert werden kann.
    • Sind die Förderkriterien erfüllt, beantragen Sie die Übernahme der Publikationskosten mit dem ausgefüllten Förderantrag per Mail an bib-service@htwg-konstanz.de oder per Post an die Bibliothek.
    • Die Bibliothek prüft den Antrag und teilt Ihnen mit, ob die Kosten übernommen werden können.
    • Schicken Sie die Rechnung bitte umgehend nach Erhalt. Auf der Rechnung soll eindeutig hervorgehen, um welche Publikation es sich handelt, wer der verantwortliche „Corresponding / Submitting Author“ ist und als Rechnungsadresse Ihre Postadresse bei der Hochschule Konstanz genannt sein.
  • DEAL-Vertrag mit Springer Nature

    Die HTWG ist neben einer Vielzahl von deutschen Wissenschaftseinrichtungen dem bundesweiten Konsortium des Verlags Springer Nature und dem Projekt DEAL beigetreten. Damit hat die Hochschule Zugriff auf ca. 2.500 eJournals des Verlags aus allen Wissenschaftsdisziplinen (ohne Nature-Zeitschriften und die Titel von Springer-Fachmedien).

    Open-Access publizieren in Hybridzeitschriften

    Wesentliches Element des Vertrags ist eine Open-Access-Komponente, deren Kosten über eine über die Bibliothek finanzierte, jährliche Subskriptions- und Open-Access-Fee pauschal abgedeckt wird.

    Ab sofort können dadurch alle Autorinnen und Autoren der HTWG (als Submitting oder Corresponding Author) Artikel in ca. 1.900 eJournals kostenfrei Open Access unter einer CC-BY-Lizenz publizieren. Damit werden in den eigentlich kostenpflichtigen Zeitschriften diese Aufsätze ohne weitere Lizenzierung für alle Interessenten allgemein zugänglich (sogenannte Hybridzeitschriften).

    Zum Verfahren

    Die Autorinnen und Autoren werden im Rahmen des regulären Publikations- und Review-Prozesses bei Springer Nature nach ihrer Zugehörigkeit zur HTWG abgefragt und können hier entscheiden, ob ihr Artikel Open Access oder kostenpflichtig für Leserinnen und Leser publiziert werden soll. Auch bei einer Entscheidung für Open Access entstehen für die Autorin/den Autor keine weiteren Aufwände oder Kosten.



    Open-Access publizieren in originären Open-Access-Journals

    Neben diesen Hybrid-Zeitschriften kann ab August 2020 auch in den 450 originären Open-Access-Journals von Springer-Nature publiziert werden (OA Gold). Diese Zeitschriften sind generell kostenfrei, dafür wird für jeden Aufsatz eine sogenannten "Article Processing Charge" (APC) als Publikationsgebühr erhoben. Diese (rabatttierte) Gebühr beläuft sich für jeden Aufsatz auf 1.000 bis maximal 2.900 Euro (ohne MWST).

    Zum Verfahren

    Der Verlag identifiziert im Autoren-Workflow des Publikationsprozesses diese Zeitschriften und fragt die Berechtigungen bei Autor, bzw. Institution ab. Eine zentrale Kostenübernahme der APCs für diese 450 OA-Journals durch die Bibliothek ist derzeit (noch) nicht möglich. .

    Alle Informationen für Autorinnen und Autoren mit Handreichungen und einer Titelliste aller betreffenden eJournals sind bei Springer Nature übersichtlich zusammengefasst.

    Die Bibliothek befürwortet nachdrücklich diese Form der freien Zugänglichmachung von wissenschaftlichen Erkenntnissen gemäß der Open-Access-Policy der HTWG.

    Open-Access-Policy der HTWG

  • Projekt- und andere Mittel

    Bei der Beantragung von Projektmitteln können oft Mittel zur Finanzierung von Publikationsgebühren beantragt werden. Ist dies der Fall, sind diese Mittel in Bezug auf die Publikationsfonds vorrangig zu nutzen.

Haben Sie Fragen?

Kontaktieren Sie uns gerne jederzeit per Mail:
bib-service@htwg-konstanz.de