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    Kommunikationsdesign

    Bachelorstudiengang

    »Zweite Lesart« – gotische Malerei als interaktives Datenbild

    Marius Emonts; Sonderpreis; Bachelor

    Betreuende Professoren:
    Prof. Jo Wickert
    Prof. Brian Switzer

    Die Arbeit verwandelt Michel Hérubels zweibändiges Überblickswerk »Malerei der Gotik« von 1966 in eine Datenbank, die interaktiv zugänglich ist. Was im Buch eine feste Reihenfolge war, lässt sich hier immer wieder neu ordnen, nach Ort, nach Zeit oder nach den Beziehungen der Künstler. Aus dem Leser, der einer Reihenfolge folgt, wird jemand, der selbst sucht.

    Zugleich zeigt die Arbeit, was in den alten Quellen fehlt. Wo ein Datum oder der Name des Meisters unbekannt ist, bleibt die Lücke nicht verborgen, sondern erscheint in Gold, der Farbe, mit der schon die gotischen Tafelbilder das Unermessliche darstellten. So wird aus dem Fehlenden kein Makel, sondern eine Einladung, weiterzuforschen.

    Beides zusammen, der offene Zugang und die sichtbare Lücke, führen von einer erklärenden zu einer erforschenden Lesart. Statt fertige Antworten zu geben, öffnet die Arbeit einen Raum, in dem das Verstehen beim eigenen Suchen entsteht.