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    Kommunikationsdesign

    Bachelorstudiengang

    »Dumm« – ein Experiment über gesellschaftliche Zuschreibungen

    Helena Teichmann; Sonderpreis; Master

    Betreuende Dozenten:
    M. A. Yannic Seitz
    Prof. Thilo Rothacker

    Während sich Dummheit auf der politischen Weltbühne selbstbewusst zeigt, steigt der Druck auf den einzelnen Menschen, immer fehlerfreier zu sein. Vermeintliche Dummheit wird häufig mit Abwertung bestraft. Dabei stellt sich die Frage: Wer bestimmt eigentlich, wer als dumm gilt? Denn in der Zuschreibung von Dummheit werden gesellschaftliche Machtverhältnisse und Bewertungsmuster sichtbar.

    Die Arbeit nähert sich dem Thema Dummheit und ihren Zuschreibungen auf experimentelle Weise. Dafür wurden im öffentlichen Raum persönliche Perspektiven gesammelt. Im Zentrum steht ein eigens konstruierter Beichtstuhl, der Menschen einen geschützten Raum gibt, eigene Fehler, Scham und Vorstellungen von Dummheit zu teilen.

    Ziel ist es, unterschiedliche Perspektiven filmisch festzuhalten und eine Auseinandersetzung mit der Beziehung zu Dummheit anzuregen. In einer Gesellschaft, die von Selbstdarstellung und Leistungsdruck geprägt ist, kann ein liebevoller, ehrlicher und humorvoller Umgang mit den eigenen Schwächen befreiend sein. Vielleicht regt diese Arbeit dazu an, sich mit der eigenen Dummheit anzufreunden, sie zu teilen und die Urteile zu hinterfragen, die wir täglich über uns selbst und andere fällen.