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    Kommunikationsdesign

    Bachelorstudiengang

    »KRID« – das Medium zum Erlernen kritischen Denkens in der Schule

    Katharina Vahlenkamp, 1. Preis, Master

    Betreuende Professor*innen:
    Prof. Eva-Maria Heinrich
    Prof. Jo Wickert

    Kritisches Denken ist eine der Kernkompetenzen der Zukunft. Als Teil der »21st century skills« hat die Fähigkeit, kritisch zu denken, im Zeitalter künstlicher Intelligenz an Relevanz gewonnen. Auch in der Schule muss KI kritisch thematisiert werden. Gerade Kinder und Jugendliche sind noch mitten in der Entwicklung ihrer Fähigkeiten. Die Gefahr ist groß, dass sie das eigene Denken unreflektiert an die Technologie abgeben. Doch diese Auslagerung kann dazu führen, dass das eigene Denken kaum mehr trainiert wird.
     
    »Krid« ist ein Ansatz, dem entgegenzuwirken. Das Set an Unterrichtsmedien fokussiert sich darauf, die Methoden des kritischen Denkens gezielt zu fördern. Die erste Ausgabe dreht sich um das Thema »Argumente«, eines der Kernelemente des kritischen Denkens. Mithilfe des inhaltlichen Aufbaus der Lernziel-Taxonomie von Benjamin Bloom werden über sechs Ebenen zunehmend komplexere Aufgaben zum Erkennen, Verstehen, Anwenden, Analysieren, Bewerten und Entwickeln einer schlüssigen Argumentation gelöst. Aus diesen Ebenen besteht je eine Seite eines Faltplakats. Das Auffalten der Seiten unterstützt visuell das Erreichen der nächsten Ebene und macht sichtbar, dass die größeren komplexeren Ebenen aus den Aufgaben der vorherigen Ebenen bestehen. 
     
    »Krid« wechselt zwischen Gruppenarbeit und Plenum ab, da so verschiedene Interaktionsmuster genutzt werden. Aus dieser Methodik ergibt sich das Wechselspiel aus zwei Faltplakaten. Das Arbeitsplakat der Gruppen deckt das Erarbeiten bestimmter Argumente ab und beinhaltet in jeder Phase eine KI-Aufgabe mit einer spezifischen Rolle. Auf dem Sammelplakat der Klasse werden die Ergebnisse der Arbeit aus den Gruppen zusammengefasst und abstrahiert sowie die KI-Nutzung reflektiert. »Krid« umfasst als Set je drei Faltplakate für Gruppen und ein Faltplakat für die ganze Klasse.
     
    Krid ist konzipiert für das Fach »Informatik und Medienbildung« in einer siebten bis neunten Klasse. Es baut auf den Leitlinien Baden-Württembergs auf. Lehrer*innen können Krid ohne viel eigenen Aufwand einsetzen. Das Konzept ist als fortlaufendes Medium gedacht. 
     
    Zur praxisnahen Anwendung zählt auch, dass über jeweils eingeklebte QR-Codes, das verfügbare KI-System der Schule genutzt werden kann. Die QR-Codes können über ein Online-Tool in der richtigen Größe, Farbe und Menge für die Plakate erstellt werden. »Krid« umfasst insgesamt vier Faltplakate, drei Arbeitsblätter, Loswörter-Vorschläge, ein Begleitheft für die durchführende Person, eine Information für Eltern und eine Vorlage zum eigenen Aufarbeiten eines Themas mit der Methodik der Faltplakate.