Skip to main content

    Architektur

    Bachelor und Master

    Riesenerfolg für die HTWG beim Holzbaupreis Baden-Württemberg 2026!

    (6/2026) Am 5. D-A-CH-Fachkongress Holzbau in Friedrichshafen wurde die Gemeinschaftsarbeit „Jugendtreff Ingersheim“ der Fakultät Architektur HTWG und der Hochschulen Stuttgart und Karlsruhe mit einem Sonderpreis für Forschung und Lehre gewürdigt – ein weiterer unter zahlreichen Preisen, die das Projekt bereits erringen konnte. Der Fokus des Kongresses lag in diesem Jahr auf der Frage, wie Bauen nachhaltig, ressourcenschonend und wirtschaftlich neu gedacht werden kann, um aktiv an der Zukunft mitzuwirken.

    Der fünfte Fachkongress Holzbau

    Unter dem Titel „Drei Länder, eine Mission: Holzbau – weil Zukunft nachwachsen muss!“ wurde in Friedrichshafen im Mai der fünfte D-A-CH-Fachkongress Holzbau abgehalten. In diesem Rahmen fand auch die Verleihung des Holzbaupreises Baden-Württemberg statt, der bereits seit 1979 vergeben wird. Er wird veranstaltet unter der Schirmherrschaft des Ministeriums für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg und findet unter dem Dach der Holzbau-Offensive des Landes statt.

    Aus dem Vorwort von Minister Peter Hauk in der zugehörigen Broschüre heißt es, der Preis würdige „Innovationskraft, gestalterische Qualität, konstruktive Präzision und die Fähigkeit, aus einem traditionellen Werkstoff immer wieder neue, zukunftsweisende Lösungen zu generieren.“ Da das Land Baden-Württemberg nicht nur über ausreichende und vielfältige Waldflächen verfügt, sondern auch über ausgezeichnetes Handwerk, leistungsstarke Unternehmen sowie die nötige wissenschaftliche Expertise für den vielseitigen Einsatz von Holz, sei es optimal aufgestellt für die Weiterentwicklung dieses zukunftsträchtigen und nachhaltigen Baustoffs. Der Wettbewerb wird alle zwei Jahre ausgelobt, von diesmal insgesamt 78 Einreichungen wurden elf Arbeiten ausgezeichnet.

    Das Urteil der Jury zum Jugendtreff Ingersheim

    Der Jugendtreff Ingersheim ist das erste Realexperiment des Forschungsprojekts Stuttgart 210 und in Kooperation der HTWG Konstanz und der HFT Stuttgart entstanden. Das Forschungsprojekt Stuttgart 210 ist ein Kooperationsprojekt der Hochschulen Konstanz, Stuttgart und Karlsruhe unter Leitung der HTWG Konstanz.

    In der Würdigung der Jury zum „Sonderpreis Forschung und Lehre“, den das Projekt erringen konnte, heißt es: „Abfall? Bau damit! Im Forschungsprojekt Stuttgart 210 wurden Reallabore aus Holzschalungen des Bahnhofs Stuttgart 21 geplant. Diese technisch nicht alltägliche und logistisch sowie baurechtlich herausfordernde Aufgabe wurde in einem internationalen, studentischen Projekt in Ingersheim überzeugend umgesetzt. Für den dort errichteten Jugendtreff kamen geometrisch hochspezifische Schalungselemente zum Einsatz. Durch gezielte Verkleidung und geschickte Fügung gelingt es, deren Heterogenität in einen Vorteil umzuwandeln. So entsteht eine starke Wechselwirkung zwischen einem ruhigen, klar gefassten Äußeren und einem flächigen, beinahe kathedralenartig anmutenden Innenraum. Das kühne Experiment ist geglückt und zeigt eindrucksvoll das Potenzial des Weiterbauens mit Bestand. Danke für diesen rebellischen und positiven Beitrag!“

    Die Fakultät Architektur gratuliert sehr herzlich zu dieser fantastischen Auszeichnung!

    Mehr Infos zum Holzbaupreis hier sowie zum Jugendtreff Ingersheim hier und hier.

    Jugendtreff Ingersheim

    Bauherrschaft: Gemeinde Ingersheim, Bürgermeisterin Simone Lehnert

    Architektur: Klingelhöfer Krötsch Architekten PartGmbH, München

    Tragwerksplanung: Faltlhauser Krapf, beratende Ingenieure, Reutlingen

    Holzbau: Holzbau Koch, Ingersheim

    Fotos: Felix Kästel, Text: Christina Bösel