KICG

Das Konstanz Institut für Corporate Governance

Professor Grüninger on Compliance & Integrity

Hier finden Sie ausgewählte Beiträge von Prof. Dr. Stephan Grüninger zu den Themen Compliance und Integrity. Alle weiteren Publikationen finden Sie in der Publikationsübersicht.  


Ohne Kultur kann es keine echte Compliance geben

In Fachkreisen gilt ein wertebasierter Compliance-Ansatz als der wirksamste Schutz vor Risiken durch Wirtschafts- und Unternehmenskriminalität. Ausschließlich durch einen selbstverständlichen Umgang und eine damit einhergehende Überzeugung aller Mitglieder einer Organisation von der Compliance-Kultur, ist ein langfristiger Mehrwert gegeben. Trotz dessen ist Compliance Chefsache und muss von der Managementspitze vorgelebt werden, um eine dauerhafte Wirkung zu erzielen.
Nicht zu vernachlässigen ist, dass Compliance zunächst einen Kostenfaktor darstellt. Doch um langfristig auf dem Markt bestehen zu können ist dies eine gute Zukunftsinvestition, die sich besonders in turbulenten Zeiten bezahlt macht.

Der Artikel zeigt, wie das Unternehmen DACHSER seit 10 Jahren von seinem wertebasierten Compliance-Ansatz profiziert.

++ Kempten, 12. November 2019 ++


„Es ist Zeit für ein Management der Unternehmensverantwortung“

Professor Grüninger im Interview mit dem PR-Journal

Obwohl Unternehmen sich guten Willens zeigen, Gesetze und Branchenkodizes einzuhalten, werden immer wieder Fälle immensen Fehlverhaltens publik.
Die Relevanz von Compliance wird nicht zuletzt durch solches Fehlverhalten gestärkt. Was früher nahezu ausschließlich ein Thema im Branchen- und Versicherungswesen war, ist heutzutage auch aus Industrieunternehmen nicht mehr weg zu denken. Dabei wächst die Bedeutung von Compliance als Erfolgsfaktor. Ein fehlender oder falscher Einsatz wird bei auftretenden Risiken schnell zum Verhängnis für das einzelne Unternehmen.
Eine Herausforderung stellt in diesem Kontext die Bewertung der eingerichteten Compliance-Maßnahmen dar: Wann und anhand welcher Faktoren kann sich das Unternehmen sicher fühlen, dass die eigens eingerichteten Präventions- und Detektionsmaßnahmen ausreichend sind?

Die Bedeutung von Compliance und Integrität im Unternehmen kann ausschließlich durch die Unternehmensspitze vermittelt und vorgelebt werden. Wichtig ist dabei die praktische Umsetzung des Themas im Geschäftsalltag. Verantwortungsvolles Handeln muss verstärkt belohnt werden.

Jetzt das Interview nachlesen.

++ Bad Honnef, 30 September 2019 ++


Interview: „Compliance effektiv und effizient gestalten“

Professor Stephan Grüninger über Grundwerte und Integrität in Unternehmen

Werte- bzw. Integrity-Management und Compliance sind aktuelle Themen, die einem im Wirtschaftsalltag und beim Blick in die Zeitung mittlerweile häufiger begegnen. Doch was genau versteht man unter diesen Begriffen? Bei Compliance geht es um die Einhaltung interner und externer Regeln. Des Weiteren wird Compliance als das Versprechen auf die Fragestellung angesehen, wie ein Unternehmen Geschäfte machen will. Wertemanagement betrifft im Allgemeinen die unternehmensinterne Gestaltung von und den Umgang mit Ziel- und Wertekonflikten. Unter Werten wird das moralisch Vorzugswürdige und Erstrebenswerte verstanden. Dabei stehen ökonomische Werte mitunter im Konflikt zu den moralischen.

Durch ein effektives Compliance- und Integritätsmanagement sinkt die Wahrscheinlichkeit von Fehlverhalten. Um eine langfristige Wirksamkeit zu erreichen, muss das Konzept „Compliance als Führungsaufgabe“ umgesetzt werden. Zusätzlich sollte die Erstellung eines Werteprofils nicht vernachlässigt.

Das detaillierte Interview nachlesen.

++ Stuttgart, 2019 ++


"Rethinking Compliance - Essential Cornerstones For More Effectiveness In Compliance Management"

In einem Artikel für das „Compliance Elliance Journal“ analysieren Prof. Dr. Stephan Grüninger und Lisa Schöttl (Senior Consultant, PwC) die wesentlichen Grundpfeiler eines nachhaltig wirksamen Compliance-Managements.
 
Die vergangenen Skandale um wirtschaftskriminelle und unmoralische Handlungen in und durch Unternehmen belegen das regelmäßige Versagen des Compliance-Managements. Umso dringlicher erscheint ein Überdenken der „herkömmlichen“ Compliance im Sinne einer „Compliance 2.0“.
 
Im vorliegenden Artikel werden die wesentlichen Aspekte einer nachhaltig wirksamen Compliance näher analysiert. So bilden Ernsthaftigkeit und Glaubwürdigkeit die Eckpfeiler der Compliance-Bemühungen in Unternehmen, ebenso wie eine moralische Fundierung des unternehmerischen Handelns. Das Commitment und das Vorbildverhalten der Top-Manager sowie die Schulung des Managements in der Linie sind von elementarer Bedeutung für die Wirksamkeit von Compliance-Management-Systemen. Zuletzt müssen die Compliance-Initiativen und Maßnahmen angemessen, funktionsfähig und effizient, jedoch immer auch realistisch und zielgerichtet ausgestaltet sein, sodass die Gegebenheiten des Unternehmens Berücksichtigung finden.
 
Den Artikel „Rethinking Compliance – Essential Cornerstones For More Effectiveness In Compliance Management“ (CEJ 2017, Vol. 3, No. 2, S. 3-17) von Prof. Grüninger und Lisa Schöttl abrufen.

++ Konstanz, 2017 ++


Prof. Grüninger im Interview zum Projekt "Transparente Unternehmenskultur" der Telekom

Die Telekom untersucht ihre Unternehmenskultur. Den Co-Vorsitz des Projekts hat Professor Stephan Grüninger übernommen. Im Interview erklärt er, warum es für Unternehmen manchmal so schwer ist, ethisch zu handeln und wie es dennoch gelingen kann.

Gesetzes- und Regelbrüche in Unternehmen gefährden Reputation und Geschäftserfolg – das haben diverse Fälle bei Dax-Konzernen in den vergangenen Jahren gezeigt. Die Telekom will deshalb integres Verhalten und die Widerspruchskultur im Unternehmen stärken.

Hierzu hat die Telekom die European School of Management and Technologie (ESMT) und die Hertie School of Governance beauftragt, die Unternehmenskultur mit einer wissenschaftlichen Studie international unter die Lupe zu nehmen. Begleitet wird die Studie von einem unabhängigen Expertenkreis, welcher von Manuela Mackert, Chief Compliance Officer, Deutsche Telekom (Co-Vorsitz) und Prof. Stephan Grüninger (Co-Vorsitz) geleitet wird.

In einem Interview mit der Telekom erklärt Prof. Stephan Grüninger warum es für Unternehmen manchmal so schwer ist, ethisch zu handeln und wie es dennoch gelingen kann. Im Gespräch betont Prof. Grüninger die hohen Anforderungen an Unternehmen, welche sich bei Fehlverhalten neben rechtlichen Risiken auch aus einem drohenden Reputationsverlust ergeben.

Zur Förderung einer integren Unternehmenskultur verweist Prof. Grüninger auf die besondere Bedeutung von Trainingsmaßnahmen, welche Mitarbeiter für Dilemmata im eigenen unternehmerischen Umfeld sensibilisieren. Weiterhin müssen falsche Anreize vermieden werden und richtiges Verhalten von Vorgesetzten vorgelebt werden.

Zu dem vollständigen Interview.

++ Konstanz, 03. November 2016 ++


Unternehmensintegrität & Compliance - Was wirklich wichtig ist

Gemeinsam mit dem Forum Compliance & Integrity (FCI) veröffentlichen Prof. Dr. Stephan Grüninger, Lisa Schöttl und Prof. Dr. Josef Wieland eine praxisorientierte Handreichung zum Thema "Unternehmensintegrität & Compliance - Was wirklich wichtig ist". Die Handreichung zielt darauf ab, Entscheider in Unternehmen mit den wesentlichen Grundlagen, theoretischen Zusammenhängen und anwendungsbezogenen Konzepten zum Thema Unternehmensintegrität vertraut zu machen. Es scheint eine zwingende Voraussetzung für das Gelingen einer verantwortungsvollen Unternehmensführung zu sein, dass sich die Unternehmenslenker systematisch mit der moralischen Seite des Wirtschaftens befassen, um Rechts- und Reputationsrisiken präventiv begegnen und Chancen aus vertrauensvollen Kooperationsbeziehungen mit den Stakeholdern des Unternehmens nachhaltig nutzen zu können. Die Handreichung enthält Handlungsempfehlungen in Form von Dos und Don‘ts an Manager, die von sich aus davon überzeugt sind, dass nachhaltiger Erfolg durch eine integre Unternehmensführung unterstützt wird.

Zu der vollständigen Veröffentlichung.

++ Konstanz, 26. Oktober 2016 ++


Compliance-Kultur und Integrität

Prof. Dr. Stephan Grüninger im Interview mit dem Compliance Channel

Kaum ein anderes Gebiet erfährt eine derartige Aufmerksamkeit in der Medienberichterstattung wie Compliance-Thematiken. Jeden Tag wird über ein oder sogar mehrere Skandale berichtet. Und dies, obwohl oft Compliance-Management-Systeme (CMS) in den Unternehmen existieren und dort Compliance kein Fremdwort ist. Wieso kommt es trotzdem zu Verstößen? Hier kommen Compliance-Kultur, Integrität und Unternehmensethik ins Spiel. Prof. Dr. Grüninger erklärt das Verhältnis von Compliance-Kultur und CMS und stellt mit dem „Integrity Barometer“ ein Instrument vor, mit dem ermittelt werden kann, ob eine wertebasierte und compliance-gerechte Unternehmenskultur gelebt wird. Schließlich nimmt er Stellung zur Frage wie Integrität von Führungskräften und Mitarbeitern zielgerichtet gefördert werden kann.

Video-Quelle: http://compliancechannel.tv/video/compliance-kultur/

++ Berlin, 08. Juli 2016 ++


Compliance in der Klemme? – Integrity, Leadership & Performance

Am 31. Mai und 01. Juni fand in Berlin das DICO FORUM Compliance 2016 unter dem Motto „Compliance – Integrität, Leadership und wirtschaftliche Erwartungen“ statt. Ein Highlight der Veranstaltung am 2. Konferenztag war die Podiumsdiskussion „Compliance in der Klemme? – Integrity, Leadership & Performance“. In Kooperation mit dem Deutschen Institut für Compliance e.V. (DICO) zeigt der Compliance Channel das angeregte Gespräch, in dem vor dem Hintergrund neuester Studien Fragen thematisiert wurden wie: ob Compliance in den Köpfen angekommen ist, ob Regel-Compliance noch der richtige Weg ist, ob vielleicht auch zuviel Compliance betrieben wird und ob schlussendlich „Compliance als Linien- bzw. Führungsaufgabe“ die Antwort ist.

Die Podiumsdiskussion können Sie hier als Video des Compliance Channel sehen.

Die Moderation der Diskussion übernahm Dr. Thomas Lösler, CCO bei der Allianz S.E. Weitere Podiumsgäste neben Prof. Dr. Stephan Grüninger waren: Dr. Anna-Maija Mertens, Geschäftsführerin bei Transparency International Deutschland e.V., Otto Geiß, Leiter Compliance, Werte- und Risikomanagement der Fraport AG, und Oliver Wieck, Generalsekretär der Internationalen Handelskammer (ICC) Deutschland.

++ Berlin, 01. Juni 2016 ++


"So geht das nicht - Compliance muss neu gedacht werden"

Prof. Stephan Grüninger präsentiert in einem Artikel des Fachmagazins Compliance Manager sechs Thesen für mehr Ernsthaftigkeit und Glaubwürdigkeit im Compliance Management.

"Compliance hat in der Vergangenheit oftmals versagt, der aktuelle „VW-Abgas­skandal“ ist nur ein Beispiel. Es muss nicht alles neu erfunden werden, und nicht alles, was Unternehmen in der Vergangenheit im Bereich ­Compliance taten, ist schlecht. Aber es ist an der Zeit, Compliance neu zu denken. Worauf kommt es wirklich an im Compliance Management 2.0? Meine Antwort lautet, dass Ernsthaftigkeit und Glaubwürdigkeit gefördert werden müssen und gefördert werden können. Wie, das versuche ich im Rahmen von sechs Thesen zu skizzieren."

Zu dem vollständigen Artikel.