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Nicht für die HTWG lernen wir

22.04.2020

Es gibt ein Leben neben dem Fachstudium. Die HTWG bietet hierfür viele ergänzende Veranstaltungen an. Ein Blick lohnt sich, auch zu Zeiten der digitalen Lehre.

Der Stundenplan steht, die ersten Online-Vorlesungen sind geschafft, aber irgendwie fehlt der Kontakt zu Studierenden anderer Semester und anderer Fakultäten? Und so vieles, was das Sommersemester am See ausmacht, ist gerade nicht möglich? Das Vakuum lässt sich füllen! An der HTWG gibt es viele Angebote, mit denen sich Studierende über das Fachstudium hinaus beschäftigen können – zur Persönlichkeitsbildung, Weiterbildung, dem Aneignen von Schlüsselqualifikationen, für soziales Engagement, zur Gesundheitsvorsorge – oder einfach weil es Spaß macht.

Fremdsprachen – Es gibt noch viel mehr als Englisch!
Muss das sein? Mit Englisch komme ich doch überall durch! Das bestätigt Prof. Dr. Sharon Zaharka im Grundsatz. Die Koordinatorin des Fremdsprachenangebots an der HTWG liefert aber auch einige Argumente, weshalb es sich doch lohnt, sich mit weiteren Fremdsprachen zu beschäftigen: „Ich selber habe erlebt, wie sehr sich die Menschen darüber freuen, wenn man sich in der Landessprache ausdrücken kann, und seien es auch nur einfache Redewendungen. Ein vertieftes Gespräch muss dann vielleicht ins Englische ausweichen, aber erste Kontakte werden durch Kenntnisse in der Landessprache ermöglicht. Schließlich zeigt man durch diese Grundkenntnisse, dass man sich die Mühe macht, sich mit dem Zielsprachenland zu beschäftigen. Im Sprachunterricht lernen wir ja nicht nur Wortschatz und Grammatik, sondern auch sehr viel über die Kultur eines Sprachraums. Diese Kultur zu entdecken ist überhaupt eine sehr spannende Sache.“

Fremdsprachen lernen öffnet Türen, zum Beispiel im Bewerbungsgespräch
Außerdem seien zusätzliche Kenntnisse in einem Bewerbungsverfahren durchaus von Vorteil: „Englisch kann heute fast jeder, denn in Deutschland ist es fast überall die erste Fremdsprache in der Schule. Also kann man sich z.B. in einem Bewerbungsverfahren mit weiteren Sprachkenntnissen gut von anderen Bewerbern abheben.“

Eine weitere Fremdsprache zu lernen, kann Türen öffnen - zu Vorstellungsgesprächen, aber auch zu neuen Kommilitoninnen und Kommilitonen. Aber einfach so eine Sprache ohne jeglichen Bezug lernen? Das geht. Einfacher ist es aber, wenn schon ein persönlicher Bezug zur Sprache und dem Sprachraum besteht. Wenn es auch noch Freunde gibt, die die Sprache sprechen – umso besser.

Türkisch, Spanisch, Japanisch – das Fremdsprachenangebot der HTWG ist vielfältig
Im Fremdsprachenangebot der HTWG ist Spanisch die mit Abstand beliebteste Sprache. Es gibt aber noch viele weitere Sprachen. „Arabisch und Türkisch sind jetzt im Angebot weil Studierende hartnäckig darum gebeten haben“, erläutert Prof. Sharon Zaharka und räumt ein: „Ich selber war skeptisch und bin jedes Semester überrascht, wie viele Teilnehmer sich für Arabisch anmelden, denn hier muss man sogar ein neues Alphabet lernen.“
Allerdings weiß sie aus eigener Erfahrung, wie bereichernd die zusätzlichen Kenntnisse sind. Sie selbst hat in ihrem Studium begonnen, Arabisch zu lernen und weiß: „Das hat meine Sicht auf die arabische Welt komplett verändert.“

Neugierig geworden?
Eine Übersicht über das komplette Sprachenangebot der HTWG steht auf der Website des Studium generale. Im Sommersemester 2020 starteten die meisten Kurse ab 20. April online auf Moodle. Interessierte können auch in der zweiten Vorlesungswoche noch in Kurse einsteigen.

Das Studium generale – Klimaschutz, Theater, Programmieren und mehr
Die Analyse individueller Möglichkeiten zum Klimaschutz, die Programmierung kreativer Lösungen oder das Einstudieren eines Theaterstücks – Projekte wie diese sind genau wie Fremdsprachen Veranstaltungen, die im Rahmen des Studium generale angeboten werden.

Das Studium generale bietet darüber hinaus noch viel mehr. In den sieben Themenbereichen Ethik & Nachhaltigkeit, Fremdsprachen, Innovation & Start-up, Kultur, Soft Skills und Wissenschaftliches Arbeiten gibt es zahlreiche Veranstaltungen. In manchen Studiengängen werden sogar ECTS-Punkte nach der Teilnahme anerkannt.

Im Sommersemester gibt es wieder einige neue Programmpunkte. Zum Beispiel lädt das Chinazentrum der HTWG studiengangsübergreifend zur Veranstaltung „De-code China“ ein, in der Alumni der HTWG, die erfolgreiche Start-up DONGXI gegründet haben, berichten, was Chinas Unternehmen so innovativ macht. Daneben lädt das Chinazentrum auch zu einem Kurs ein, in dem die Teilnehmenden Asienkompetenz trainieren können.

Die HTWG-Alumni haben ihr Start-up schon im chinesischen Fernsehen vorgestellt
Die HTWG-Alumni Marcel Münch (links) und Miriam Theobald (rechts) haben bereits im chinesischen Fernsehen bei dem chinesischen Pendant der Show "Höhler der Löwen" für ihr Start-up geworben. Im Sommersemester geben sie ihre Gründer-Erfahrungen in der Veranstaltung De-code China weiter. Die Veranstaltung wird online starten. Termine werden in Kürze im Programm auf der Seite „Innovation und Start-up“ des Studium generales bekanntgegeben oder können direkt bei den Lehrenden erfragt werden.

Wie sich das Lernen von IT-Basics und soziales Engagement vereinen lassen
Prof. Dr. Stefan Waitzinger ist neuer Professor für digitale Unternehmensprozesse an der Fakultät Wirtschafts-, Kultur- und Rechtswissenschaften. Er bietet einen neuen Kurs für alle Studierenden an, in dem jede und jeder IT-Basics lernen kann. „Selber machen“ ist dabei die Methode. So lernen die Teilnehmenden das Handwerkszeug und die rechtlichen und technischen Hintergründe, um eine Website zu programmieren. Eine zu wählende gemeinnützige Konstanzer Einrichtung soll davon profitieren und eine Website erhalten. Die Veranstaltung findet online statt. Start ist in der Woche des 20. April. Nähere Infos können direkt bei Prof. Waitzinger erfragt werden.

Innovation und internationale Kooperation
Neu an der HTWG ist auch Prof. Dr. Michael Bühler. Er bietet ebenfalls im Themenbereich „Innovation und Start-up“ die Veranstaltung „Internationale Kooperationen“ an. Dabei soll eine Kooperation ganz praktisch aufgestellt werden, nämlich zur Entwicklung einer nachhaltigen Siedlung in Maun in Botswana. Die Veranstaltung wird im Sommersemester online stattfinden. Termine werden in Kürze im Programm auf der Seite „Innovation und Start-up“ des Studium generales bekanntgegeben oder können direkt bei Prof. Bühler erfragt werden.

Von Nachhaltigen Transformationen und dem Glücklichsein
Zum Thema Nachhaltigkeit lädt Prof. Dr. Maike Sippel mit dem Collective Leadership Institute Potsdam zum Kurs „Nachhaltige Transformationen verwirklichen“ ein. Die Veranstaltung findet online statt. Start ist in der Woche des 20. April.

Prof. Dr. Benno Rothstein bietet zwei Veranstaltungen an: In der einen geht es um „globale Umweltprobleme“, in der anderen im weitesten Sinne um „Glücklichsein“ nach dem Prinzip Bhutan – ganzheitlich, nachhaltig agieren. Beide Veranstaltungen finden statt und werden eventuell online starten. Informationen zum Beginn werden im Programm auf der Seite „Ethik und Nachhaltigkeit“ des Studium generales erscheinen oder können direkt bei Prof. Rothstein in Erfahrung gebracht werden.

Die Veranstaltung „Philosophie – eine Einführung“ findet als Podcast statt
Die philosophische Vortragsreihe zum Thema: "Was wir von Philosophen und Dichtern lernen können" von Prof. Dr. Volker Friedrich muss leider auf das Wintersemester verschoben werden. In diesem Semester wird er dafür neu eine Vorlesung zu "Philosophie – eine Einführung" halten und ein Philosophie-Kolloquium.  Ab dieser Woche werden diese Veranstaltungen sukzessive als Podcasts auf dem Blog "Philosophie & Rhetorik" verfügbar sein.

Dies sind nur sehr wenige Programmpunkte des umfangreichen Angebots. Sicher finden sich in der Sammlung auf der Website des Studium generale für jeden und jede interessante Veranstaltungen.

Hochschulsport: Bewegung hilft beim Lernen
Nach wie vor gilt: Bewegung hilft beim Lernen. Allerdings ist derzeit Teamsport nicht angesagt. Deshalb muss ein Großteil des umfangreichen Angebotes des Hochschulsports von Aikido über Tischfußball bis Zumba entfallen. Aber dennoch lohnt es sich, die Internetsiete des Hochschulsports zu besuchen: Dort gibt es unter anderem verschiedene Übungen per Video unter „mal was Neues ausprobieren“ und „Futter-Dich-fit-Rezepte“. Außerdem hoffen die Hochschulsportverantwortlichen, nach dem 30. April noch mehr konkrete Angaben machen zu können

 

Hilfestellungen für ein erfolgreiches Studium – dieses Semester sind alle „Erstis“
Das Sommersemester 2020 ist nicht nur für Erstsemester besonders aufregend. Der Start der Vorlesungen ohne Präsenzbetrieb ist für alle neu und herausfordernd. Ein virtueller Lernraum auf der Lernplattform Moodle soll Studierende deshalb beim Studium zu Hause unterstützen. Er wurde auf Initiative von zwei engagierten Studierenden, Alex Jäger und Theresa Kuderer, ins Leben gerufen. Als Format "von Studierenden für Studierende" gibt es dort die Möglichkeit, sich fächer- und semesterübergreifend auszutauschen, Fragen zu stellen, Lerninhalte zu diskutieren und sich gegenseitig zu helfen. Interessierte finden den Kurs „Studi-Lernraum: Gemeinsam üben und austauschen“ auf Moodle.

Ein Studium umfasst weit mehr als „nur“ Vorlesungen und Übungen. Die HTWG macht vielfältige Angebote, um Tools für ein erfolgreiches Studium kompetent einzusetzen. Eine große Hilfe können zum Beispiel sein:

Schreibberatung – mit Quizzen lernen
Wissenschaftliches Schreiben will gelernt sein. Die Schreibberatung der HTWG gibt wertvolle Hilfestellungen, üblicherweise in stark dialogorientierten Kursen sowie in Individualberatungen. Derzeit produziert Schreibberaterin Dr. Monika Oertner einen Moodlekurs, den Studierende aller Fächer ohne Voranmeldung etwa ab Anfang Mai belegen können (dann zu finden unter Moodle > Zusatzangebote > Schreibberatung: Digitaler Crashkurs).
Bei welcher Art inhaltlicher Übernahmen in den eigenen Text sollte auf welche Weise zitiert werden und warum? Der digitale Crashkurs gibt in komprimierter Form einen Überblick über die Standards des wissenschaftlichen Schreibens und ersetzt die 90-minütige Präsenzveranstaltung bzw. frischt die Erinnerung daran wieder auf. Der Kurs besteht aus mehreren Videoclips, Quizzen und Dokumenten zum Download. Darin finden sich die wichtigsten Regeln zum Zitieren, Referenzieren und Bibliografieren von Bild- und Textquellen und zur Strukturierung einer wissenschaftlichen Arbeit. Weitere Informationen auf der Website der Schreibberatung

Excel und Word - Rechenzentrum bietet Kurse an

Ist Excel ein Buch mit sieben Sigeln? Bietet Word immer wieder unerwartete Überraschungen? Ab 26. Mai gibt das Rechenzentrum in Online-Kursen hilfreiche Einblicke. Denn: Wer die Programme beherrscht, hat es definitiv leichter. Weitere Informationen zu Terminen und Anmeldung auf der Website des Rechenzentrums.

Angebote der Zentralen Studienberatung
Ganz essentiell ist es für ein erfolgreiches Studium, das Lernen zu lernen. Hierzu liefert die Zentrale Studienberatung in verschiedenen Formaten Ratschläge. So gibt es zum Beispiel einen Selbstlernkurs auf Moodle zum Thema "Lernen lernen" und die individuelle Lernberatung. Alle Möglichkeiten hierzu finden sich auf der Seite der Zentralen Studienberatung.

Viele weitere hilfreiche Tipps sind gebündelt in der Broschüre Studium kompakt.