Projekte

Hier finden Sie die aktuell laufenden Projekte der Fakultäten: Architektur und Gestaltung | Bauingenieurwesen | Elektro- und Informationstechnik | Informatik | Maschinenbau | Wirtschafts-, Kultur- und Rechtswissenschaften

F&T-Projekte der Fakultät Wirtschafts-, Kultur- und Rechtswissenschaften

  • Management, Kultur und Kommunikation im internationalen Wirtschaftsleben

    Grenzüberschreitende Kommunikations- und Kooperationsprozesse in der Wirtschaft sind Gegenstand dieses Projektes. Ziele eines der Teilprojekte sind erstens: Erkenntnisse über die Form und insbesondere über die von Beteiligten und Beobachter*innen wahrgenommenen Schwierigkeiten der Interaktion in der Wirtschaft zu gewinnen; und zweitens: rezipierte, teilweise nicht ausreichend kritisch tradierte Einsichten und Ansichten über die Interaktion im internationalen Wirtschaftsleben kritisch zu überprüfen. Ein weiteres Teilprojekt beschäftigt sich mit den Auswirkungen von grenzüberschreitenden Fusionen auf Kommunikations- und Kooperationsprozesse. Es untersucht die Managementkommunikation auf den höchsten Führungsebenen zwischen einem nordamerikanischen Konzern und einer deutschen Tochtergesellschaft und zwischen derselben deutschen Firma und einer französischen Schwestergesellschaft. Dabei wird eine Vielzahl an Daten über die Sprache, Form, Medium, Funktion und Schwierigkeiten aus deutscher Sicht der erlebten Kommunikation erhoben. Auf dieser Grundlage werden Konzepte zur Optimierung der Kommunikation und Kooperation entwickelt.

    • Portrait von Prof. Peter Franklin
    • Prof. Peter Franklin

      Praktikantenamt AS

    • Raum M 311
      +49 7531 206-396
      franklin@htwg-konstanz.de


    • Sprechzeiten

      Mo. & Di. 11:30 - 12:30 Uhr und nach eMail-Vereinbarung

  • Anti-Korruptions-Compliance und Integrity-Management in Hochrisikoländern

    Herausforderungen, Lösungsansätze und Management-Instrumente für mittelständische Unternehmen der D-A-CH Region

    Das Forschungsprojekt zielt darauf ab, insbesondere große mittelständische Unternehmen und KMU aus Deutschland, Österreich und der Schweiz bei ihren Internationalisierungsvorhaben in Wachstumsländern zu unterstützen, indem es Herausforderungen der Regelkonformität und des ethischen Verhaltens in Hochrisikoregionen analysiert und unmittelbar anwendungsorientierte Lösungsstrategien und Management-Instrumente erarbeitet (Entwicklung eines Integrity-Toolkits). Dabei liegt ein Schwerpunkt der Forschungsarbeit auf dem Thema „Korruptionsprävention“. Projektlaufzeit ist vom 1. Mai 2019 bis zum 31. April 2021.

  • Compliance-Praxis

    Compliance-Praxis im Mittelstand; BetrVG-Anforderungen an mittelständische Unternehmen; Arbeitsrecht in der betrieblichen Praxis; Handels- und Gesellschaftsrechtliche Anforderungen an mittelständische Unternehmen; Compliance in der Verteidigungsindustrie.

  • DEX Deutscher Ethik Index

    Im Rahmen einer privatwirtschaftlich geförderten Kooperation mit der Stiftung – CLUB OF HAMBURG® und dem Senat der Wirtschaft wird ein ganzheitliches Management-Modell „Erfolg mit Anstand“ (engl. Fair Profit) entwickelt. Das Modell zielt darauf ab, Unternehmen zu einer erfolgsförderlichen und zugleich ethisch fundierten Unternehmensführung auf Basis u.a. der normativen Inhalte globaler CSR-Standards (ISO 26000, OECD Leitlinien, UN Global Compact, etc.), europäischer Business Ethics-Modelle (WMSZfW, RME-Model EBEN) und weiterer Business Excellence-Kriterien des 21. Jhd. zu befähigen. Zu diesem Zweck konzipiert das KICG im ersten Schritt einen Leitfaden für die Selbstbewertung von Unternehmen, der im direkten Dialog mit Vertretern insbesondere der mittelständisch geprägten Wirtschaft (in Gestalt von Pilotunternehmen) entsteht und so unmittelbar auf seine Praxistauglichkeit geprüft wird. Die Stiftung beabsichtigt mittelfristig die Verleihung eines Gütesiegels „Erfolg mit Anstand“, welches die entsprechende Gesamtausrichtung eines Unternehmens und deren Umsetzung in Form eines kontinuierlichen Entwicklungsprozesses qualitativ evaluiert und ggf. prämiert. Darauf aufbauend und in kritischer wissenschaftlicher Auseinandersetzung mit sogenannten Nachhaltigkeits- bzw. Ethik-Indizes, die bereits für börsennotierte Unternehmen existieren, ist die Entwicklung und Etablierung des Deutschen Ethik Index – DEX® geplant. Das einer Listung im DEX® zu Grunde liegende Rating-Verfahren, das auf der erfolgreichen Auszeichnung mit dem Gütesiegel und einer zusätzlichen quantitativen Bewertung auf Basis eines innovativen Ratingverfahrens gründet, wird einen Vergleich der ökonomischen Leistungsfähigkeit im Einklang mit ethischer Vorbildlichkeit auch für nicht börsennotierte Mittelständler, inhabergeführte und große Familienunternehmen bieten. Die primäre Zielsetzung des zunächst auf 3 Jahre angelegten DEX-Projektes ist neben der theoretischen Entwicklung des normativen Rahmenmodells als Grundlage des Gütesiegels „Erfolg mit Anstand“ und der späteren Listung im DEX®, die wissenschaftliche Begleitung der praktischen Umsetzung und der breitenwirksamen Dokumentation ethischen Fortschritts in der Unternehmenspraxis. Langfristig soll durch den Vergleich der ökonomischen Performance im DEX gelisteter Unternehmen mit der Leistung vergleichbarer Unternehmen die Hypothese überprüft werden, dass ökonomischer Erfolg im 21. Jhd. die systematische, konsistente Integration ethischer Prinzipien und anderer gesellschaftlich relevanter Orientierungen in die formellen ebenso wie in die informellen Führungs- und Steuerungsmechanismen der Organisation voraussetzt. Darüber hinaus ermöglicht die Anwendung des Modells „Erfolg mit Anstand“ Organisationen aller Art, ihren spezifischen Beitrag zur Umsetzung der Ende 2015 von den Vereinten Nationen eingeführten „Agenda 2030“ in Form von 17 „Sustainable Development Goals (SDGs)“ zu identifizieren, zu managen und kommunikabel zu machen.

    In der Kontinuierung der Entwicklung des Gütesiegels war 2020 Projektziel, ein Monitoring-System und -verfahren zu konzipieren, mit welchem eine oben beschriebene kontinuierliche „Überwachung“, hier speziell kleinerer, mittelständischer oder mittelständisch geprägter Unternehmen erfolgen kann.

  • Interkulturelles Zentrum

    An der Hochschule Konstanz wird ein »Interkulturelles Zentrum« aufgebaut und etabliert, das allen Beteiligten des Hochschulalltags interkulturelle Kompetenz als Basis für effiziente und effektive Integrationsarbeit vermittelt sowie einschlägige Maßnahmen initiiert und koordiniert. Dadurch soll die Internationalisierung der Hochschule wesentlich gefördert werden. Die Maßnahmen des Interkulturellen Zentrums sollen ferner einen Beitrag dazu leisten, dass sich der Studienerfolg ausländischer Studierender erhöht. Es werden Maßnahmen zur Ausbildung/Personalentwicklung durchgeführt und studentische Projekte initiiert. Als übergreifende Maßnahme wird das Zertifikat »Studium International« etabliert, mit dem Studierende etwa Aktivitäten zur Vorbereitung auf eine internationale Berufstätigkeit nachweisen können. Die Ergebnisse des Projekts werden in einer Bilanztagung vorgestellt.

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    • Portrait von Prof. Peter Franklin
    • Prof. Peter Franklin

      Praktikantenamt AS

    • Raum M 311
      +49 7531 206-396
      franklin@htwg-konstanz.de


    • Sprechzeiten

      Mo. & Di. 11:30 - 12:30 Uhr und nach eMail-Vereinbarung

  • E-Destination Bodensee

    Das Projekt E-Destination Bodensee soll aufzeigen, ob und in welcher Form Elektromobilität zukünftig eine größere Rolle im Bodenseetourismus spielen kann. Die An- und Abreise sowie zu einem geringeren Teil auch die Mobilität innerhalb einer Destination produzieren im Tourismus das meiste CO2, bieten damit aber auch das größte Potenzial für Emissionsreduktionen. Damit entfalten CO2-Einsparungen in der touristischen Mobilität die mit Abstand größte Schubwirkung hin zu einem nachhaltigeren Tourismus. Für die Bodenseeregion besteht die besondere Herausforderung in der Erhöhung des Anteils von Elektromobilität im ländlichen Raum. Die Potenziale werden bisher noch nicht hinreichend ausgeschöpft. Die Ursachen dafür sind unter anderem auf technische Herausforderungen sowie auf eine Diskrepanz zwischen nachhaltigen Einstellungen und tatsächlichen Verhalten vieler Touristen (attitude-behaviour-gap) zurückzuführen. Aus diesem Grund ist die Zielsetzung des Projekts "E-Destination Bodensee" die Erfassung von Erfolgsfaktoren und Hemmnissen touristischer E-Mobilität in der Bodenseeregion. Im Mittelpunkt steht dabei der Abbau von Nutzungshemmnissen der Elektromobilität bei touristischen Mobilitätsanbietern und -nutzer*innen. Zunächst wurde daher eine Bestandsanalyse bezüglich bestehender Angebote im Bereich Elektromobilität durchgeführt, um dann Potenziale für eine Vernetzung dieser Angebote zu eruieren. Anschließend wird untersucht, welche Herausforderungen und Hemmnisse sich bei der Nutzung von E-Mobilität ergeben und wie Elektromobilität in touristische Angebote integriert werden kann. An dieser Stelle stehen Einstellungen auf Mikroebene hinsichtlich der Akzeptanz bestehender und zu entwickelnder Angebote im Mittelpunkt. Basierend auf diesen Untersuchungen kann ein Handlungskonzept mit dem Ziel der besseren Nutzbarkeit elektromobiler Angebote erarbeitet werden.

  • Kreativwirtschaft Bodensee – Wertschöpfung zwischen Kultur, Ökonomie und Technologie

    Das Projekt «Kreativwirtschaft Bodensee» legt die empirischen Grundlagen für die Betrachtung dieses Branchenkomplexes in der Bodenseeregion. Dadurch soll aufgezeigt werden, welche Rolle die Kreativwirtschaft für die Region spielt und welches Potential für die Region zukünftig daraus gezogen werden kann.

    Das Projekt fragt, wo sich aus grenzübergreifenden Kooperationen der Kreativwirtschaft innovative Netzwerke und Wertschöpfungskonstellationen identifizieren lassen, deren Dynamik die Bodenseeregion als Innovationsstandort prägen. Dabei erlaubt insbesondere die Kooperation mit der HTWG in Bezug auf den Regionalverbund/ -entwicklung einen neuartigen Zugang der kulturräumlichen Betrachtung der Kreativwirtschaft.

    Die Beantwortung der Fragen erfolgt auf verschiedenen Ebenen: statistisch quantitativ wie qualitativ aus Sicht der Akteure. Zugleich lassen sich einige grundlegende Forschungsfragen der internationalen Debatte aufgrund der speziellen Kontextbedingungen untersuchen: Ist die Kreativwirtschaft ein städtisches oder regionales Phänomen? Wie organisieren sie sich in ländlichen Gebieten? Welche Vernetzungen gibt es zu Branchen jenseits der Kreativwirtschaft, die aufgrund der räumlichen Nähe erfolgen? Wie sind die lokal verwurzelten Akteure mit globalen Logiken verknüpft? 

    Das beantragte Projekt legt erstmalig statistisches Datenmaterial für die Kreativwirtschaft in einer grenzüberschreitenden Perspektive vor. Die Aufarbeitung der unterschiedlichen Datengrundlagen der Länder ist ein Ziel des Projekts, das für den Kreativwirtschaftsbericht Bodenseeregion aufbereitet werden soll.

    Damit wird ein grenzübergreifender und vernetzter Zugang gewählt, der für die Bodenseeregion adäquat ist. Dazu entwickelt das Projekte u.a. Mappings, welche einer länderübergreifenden Betrachtung der Kreativwirtschaft auf attraktive und aufschlussreiche Weise zu visualisieren vermögen.

    Ein Ziel ist die Entwicklung von Tools zur grenzüberschreitenden Analyse von Kreativwirtschafts-Initiativen sowie im Sinne der Grundlagenerarbeitung die Kreativwirtschaft als Handlungsfeld für die Politik fassbar zu machen. Dies erfolgt über die folgenden Schritte: Mapping der Kreativwirtschaft in der Bodenseeregion, Aufzeigen der spezifischen Potenziale, Identifikation von Handlungsbedarf für ausgewählte Politikfelder (denkbar sind: Wirtschaft, Innovation, Kultur, Regionalentwicklung, Bildung, Tourismus).

    Ein zweites Ziel ist ein Beitrag zur internationalen wissenschaftlichen Debatte bezüglich zukunftsfähiger Vorstellungen der Creative Economies in einer transnationalen Region, indem es nach der Spezifik der lokalen Verankerung von kreativen Akteure und ihrer globalen Vernetzung fragt.

    Die Ergebnisse des Forschungsprojekts werden in Form einer Publikation «Kreativwirtschaftsbericht Bodenseeraum» aufbereitet, die künftig jährlich erscheinen könnte.

  • PredTour - Predicting Tourism Movements

    Ziel ist es, lokale Verhaltenstendenzen voraussagen und Personenströme besser aneinander vorbei lotsen zu können. Konstanz ist mit Einkaufstouristen verstopft, so dass die Stadt für Erholungstouristen immer unattraktiver wird. Insbesondere in den Sommerferien belastet die zeitliche und räumliche Konzentration von Touristenströmen die Infrastrukturen in der Bodenseeregion. Im Rahmen des Projekts PredTour (Predicting Tourism Movements) sollen Daten zu den Bewegungsströmen und -mustern mit einer App gewonnen werden. Anschliessend sollen Massnahmen identifiziert werden, um diese Ströme zu lenken. Dies soll positive Auswirkungen auf das Erlebnis der Touristen haben, welche die Sehenswürdigkeiten mit weniger Stau und Wartezeiten besichtigen können. Gleichzeitig soll das Gewerbe profitieren, indem sich mehr Personen reibungsloser durch die Stadt bewegen können, was zur Kundenzufriedenheit beiträgt.

  • Kompetenzzentrum Smart Services

    Das vom Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg finanzierte Kompetenzzentrum „Smart Services“ hat zum Ziel, kleine und mittelständische Unternehmen bei der Weiterentwicklung ihrer Service-Strategien, -Produkte, -Prozesse und -Kompetenzen im Bereich digitaler Smart Services zu unterstützen. Das Zentrum arbeitet grundsätzlich branchenübergreifend, wobei die Branchenschwerpunkte am Standort Konstanz in den Bereichen Mobilität, Gesundheit sowie Umwelt liegen. Der Themenfokus am Standort Konstanz liegt in den Feldern Digitale Geschäftsmodelle sowie Change Management. Während der zweijährigen Laufzeit sind insgesamt 2 wissenschaftliche Mitarbeiter*innen sowie mehrere Student*innen im Projekt beschäftigt, Projektleiter ist Herr Prof. Dr. Stefan Schweiger.

    Partner: Fraunhofer IAO, Stuttgart; Fachhochschule Furtwangen, itb Karlsruhe, KODIS Heilbronn, IHK Hochrhein-Bodensee

    Laufzeit: 01. Januar 2019 bis 31. Dezember 2020

  • SerWiss

    Integrierte Geschäftsmodell- und Arbeitsgestaltung für die internationale Bereitstellung und Vermarktung von Service-Wissen

    Das Verbundprojekt SerWiss ist Teil der Förderlinie „Zukunft der Arbeit“ im Programm „Innovationen für die Produktion, Dienstleistung und Arbeit von morgen“. Ziel des vom BMBF und ESF geförderten Vorhabens ist die Entwicklung eines integrierten Ansatzes, der kleine und mittelständische Anbieter von Investitionsgütern dazu befähigt, Service-Wissen auf der Basis eines digitalen Lösungsansatzes unter Gewährleistung einer humanen Arbeitsgestaltung effizient zu generieren, zu strukturieren und international bereitzustellen bzw. zu vermarkten. Der Lösungsansatz umfasst

    • die Gestaltung neuer Geschäftsmodelle, die den Wert von Service-Wissen zur Grundlage haben,
    • die wissenszentrierte Arbeitsgestaltung in den Service-Prozessen, die mit der Methodik des Knowledge-Centered-Service (KCS) strukturiert werden soll sowie
    • die Konzeption und prototypische Umsetzung einer digitalen Lösung, die sowohl die Hardware- (z.B. über Tablets oder Datenbrillen) als auch die Software-seitige (über Service-Apps) Unterstützung der Service-Arbeit beinhaltet.

    Projektpartner: HTWG Konstanz, Ruhr-Universität Bochum, pro-accessio GmbH & Co. KG, Ubimax GmbH, acp systems AG, Automatic-Systeme Dreher GmbH

    Laufzeit: 01. März 2020 bis 28. Februar 2023

    Mehr Informationen unter www.serwiss.de

  • Service Meister

    Im Auftrag des Karlsruher Institut für Technologie wird im Rahmen des BMWi-Projekts "Service Meister" eine Darstellung der Rechtslage beim Austausch von Rohdaten und Machine Learning Modellen über Unternehmensgrenzen hinweg z.B. bei Industrie 4.0 Projekten herausgearbeitet und werden anhand konkreter Fragestellungen mit Projektpartnern Regelungsmodelle erstellt. Es erfolgt eine Skizzierung von Regelungsmodellen zur Lösung entstehender Zuordnungsfragen nach deutschem Recht (z.B. Regelungsansätze de lege lata und de lege ferenda, Vertragslösung, Treuhandlösung).

    Das Projekt wird gefördert durch: Karlsruhe Institut für Technologie

  • Data Sharing Framework für KMU

    Das Projekt "Data Sharing Framework" (auch "DSF") setzt sich das Ziel, kleine und mittlere Unternehmen ("KMU") beim unternehmens- und grenzübergreifenden Austausch von Daten zu unterstützen. Dies geschieht unter den folgenden forschungs- und praxisleitenden Thesen:
    These 1: KMU können durch die Nutzung und das Teilen von Daten Mehrwerte in Form neuer Produkte und Services generieren. Aus wissenschaftlicher Sicht liegt der Fokus des Themas „Daten“ und „Data Science“ bisher überwiegend auf der technischen Umsetzung datenintensiver Geschäftsmodelle und Kooperationen durch die Unternehmen.
    These 2: Die technische Umsetzung ist eine notwendige Bedingung für datenbasierte Leistungen, sie reicht jedoch nicht aus, um eine Kooperations- und Teilbereitschaft bei KMU hinsichtlich ihrer Daten („DatenTeilbereitschaft“) auszulösen. Zahlreiche Stakeholder zögern, Daten zu teilen, vor allem in einem grenzüberschreitenden Kontext, wie z.B. in der Programmregion.
    These 3: KMU benötigen „Data Access“ und „Data Trust“ Strukturen, um mögliche Kooperationspotenziale tatsächlich zu heben. Dies erfordert u.a. gemeinsame Standards, ein annäherndes Verständnis vom Wert der Daten, Data-Governance-Policies und spezifische Vertragswerke in Kombination mit zu definierenden Trust-Standards, welche die erforderliche formelle und informelle Sicherheit bieten.
    In diesem Projekt sollen konkrete Hilfen („Tools“) praxisnah und disziplinübergreifend entwickelt werden, um ebensolche nicht-technischen Hürden des unternehmens- und grenzüberschreitenden Datentransfers zu reduzieren und bestenfalls zu überwinden. In einem integrativen Prozess wollen die Projektpartner, gemeinsam mit KMU und KMU-Netzwerken, die nachstehenden Tools erarbeiten und zum Data Sharing Framework zusammenfassen:
    1. Recht: Feststellung und Zugänglichmachung praxistauglicher (insbesondere KMU gerechter) Vertragsmuster, Vertragsbausteine und Data Governance-Modelle für grenzüberschreitende und datenbasierte Geschäftsmodelle im Programmgebiet unter Berücksichtigung untenstehender Tools, ggf. branchenspezifischer Besonderheiten und regulatorischer Rahmenbedingungen (insbesondere Datenschutz und Kartellrecht).
    2. Data Value Tools: Entwicklung praxistauglicher Instrumente für KMU, um den Wert ihrer Daten innerhalb der Organisation aber auch innerhalb des Ökosystems zu quantifizieren und transparent zu machen und damit das Teilen von Daten auf eine nutzenorientierte Basis zu stellen.
    3. Data Trust Tools: Entwicklung von Handlungsempfehlungen und Instrumenten zur Steigerung der Daten-Teilbereitschaft in Abhängigkeit vom Typ und der demografischen Ausprägung der KMU-Kund*innen und -Partner*innen.
    4. Data Culture Tools: Instrumente zur Diagnose und Entwicklung einer datengetriebenen Organisationskultur.
    5. IT/Data Security Tools: Bereitstellung von Methoden zur Minimierung von IT-Sicherheitsrisiken bei Kooperation zwischen KMU, Forcierung von Datensicherheit durch Bereitstellung eines Sicherheitsradars und Listung von Best-Practices in Unternehmen.

    Das Projekt wird gefördert durch: Interreg Alpenrhein, Bodensee, Hochrhein

  • Chinakompetenzzentrum

    Das Projekt dient der Forschung im Bereich interkultureller Kompetenz. Das China-Zentrum bietet für verschiedene Zielgruppen der Hochschule (Studierende, Lehrende, Mitarbeitende) "China-Qualifizierungszyklen"an. Die in diesen Schulungsformaten angewendeten innovativen Methoden der Ausbildung interkultureller Kompetenz werden auf ihre Wirksamkeit hin erforscht. Basis der Entwicklung dieser innovativen Methoden in gemischtkulturellen Gruppen sind langjährige Erfahrungen in der Ausbildung interkultureller Kompetenz in den Asienstudiengängen der HTWG (vgl. Thelen, Gabriele, "Leadership in a Global World - Management Training Requirements using the exapmple of the Asian Studies and Management Programme at HTWG Konstanz", The 13th International Conference on Knowledge-Based Economy and Global Management, Tainan, Taiwan, 23-24 November 2017). Die Ergebnisse der Forschung werden auf einer internationalen wissenschaftlichen Tagung zum Thema Interkulturelle Kompetenz an der HTWG vorgestellt und zu Projektende im "Handuch zum Ausbau der Chinakompetenz" dokumentiert.

    Das Projekt wird gefördert durch: Bundesministerium für Bildung und Forschung

    • Portrait von Prof. Dr. Gabriele Thelen
    • Prof. Dr. Gabriele Thelen

      Studiengangsleiterin WDT | Direktorin China-Zentrum

    • Raum M 207
      +49 7531 206-640
      gabriele.thelen@htwg-konstanz.de


    • Sprechzeiten

      nach Vereinbarung

  • Wertschöpfung und Digitalisierung in der Freizeitwirtschaft

    Die Digitalisierung hat mit neuen Technologien und smarten Anwendungen längst alle Wirtschaftszweige erreicht. Die Gesellschaft und insbesondere die Wirtschaft befinden sich in einem grundlegenden Veränderungsprozess. Bislang hat sich die Forschung jedoch noch sehr wenig mit den spezifischen Prinzipien der Digitalisierung und Wertschöpfung im Freizeitbereich beschäftigt. Diese Lücke will das Forschungskonsortium schließen. Unter anderem ist es für Unternehmen in der Freizeitwirtschaft wichtig, sich Fragen bzgl. der Digitalisierung und Wertschöpfung zu stellen. Wie verändert sich z.B. die Erlebniswahrnehmung in Freizeit und Tourismus durch die spezifischen Eigenschaften digitaler Technologien? Oder welche digitalen Technologien werden die Freizeitwirtschaft am stärksten beeinflussen, und wie lässt sich der Einfluss auf das Konsumentenverhalten und die Wertschöpfung in verschiedenen Freizeitbereichen konkret beschreiben? Welche neuen und veränderten Geschäftsmodelle und Kooperationsformen ergeben sich durch den Einsatz dieser Technologien für die Anbieter? Konkret soll diese Forschungsstudie einen Beitrag dazu leisten, die Auswirkungen der Digitalisierung auf den Erlebniskonsum und auf die Freizeitwirtschaft in der Bodenseeregion besser zu verstehen. Das Resultat des Initialprojektes stellt einen Forschungsantrag für die neue COST Action (COST = European Cooperation in Science and Technology) Wertschöpfung und Digitalisierung in der Freizeitwirtschaft (Value Creation and Digitization in Leisure Organizations), ausgehend von der Bodenseeregion, dar. Das Projekt soll jedoch nicht allein mit der Einreichung des COST-Antrags enden, sondern auch mit der Verbreitung des gewonnenen Wissens an Forschende, Praxispartner und an interessierte Unternehmen in der Bodenseeregion.

    Das Projekt wird gefördert durch: Internationale Bodensee-Hochschule

  • Cultural Mapping 4.0 – Neue Wege zur Stärkung der kulturellen Identität der Bodenseeregion

    Die Bodenseeregion gehört zu einer der ältesten Kulturlandschaften Europas. Ihre regionale kulturelle Identität trägt zum Image sowie Identifikation seitens der Bevölkerung mit der Bodenseeregion bei. Dennoch mangelt es an einer ganzheitlichen, die gesamte Bodenseeregion umfassende Betrachtung der Frage, was die kulturelle Identität der Bodenseeregion ausmacht. Das beantragte Projekt hat daher zum Ziel, aus einer räumlichen Perspektive die Wechselwirkung zwischen regionaler Identität, Kultur und Mobilität zu untersuchen. Unter Einbindung des Praxispartners “Dornbirn plus” und Stakeholdern wie die einheimische Bevölkerung, Unternehmen, Tourist*nnen sowie Akteur*innen aus der Regionalplanung sollen sogenannte „Cultural Mappings“ zu den Themen Kulturelle Ressourcen, Zivilgesellschaft und Integration, Wirtschaft und Arbeit sowie Tourismus und Mobilität entstehen. Das Projekt knüpft an das junge Forschungsfeld des “Cultural Mappings” an, und erweitert dieses durch die Einbindung webbasierter Methoden zur Datenerfassung und –präsentation zu ”Cultural Mapping 4.0”. Dabei sind die “Cultural Mappings 4.0” sowohl Methode als auch Projektergebnis. Methodisch kombiniert das Projekt wirtschafts- und sozialwissenschaftliche Methoden mit neuen Medien und Ansätzen der Geoinformatik. Zunächst werden die Cultural Assets der Bodenseeregion durch qualitative und quantitative Befragung von einheimischer Bevölkerung, Unternehmen und Tourist*innen sowie einem Stakeholderworkshop mit Akteur*innen aus der Regionalplanung eruiert. Darüber hinaus erhalten die Stakeholder durch das Verfahren des partizipativen Kartierens die Gelegenheit ihr räumliches Wissen direkt auf Webkarten einzuzeichnen. “Die Cultural Mappings” als Resultat präsentieren die Ergebnisse der Datenerhebung durch webbasiertes Storytelling. Die dabei entstehenden Storymaps – interaktive Webinhalte aus Texten, Karten und weiteren Medien – zur kulturellen Identität der Bodenseeregion sollen auf der Plattform “Cultural Mapping” Project Lake Constance” veröffentlicht werden, um so von den Stakeholdern als Planungs- und Entscheidungstool sowie fürs Standortmarketing genutzt werden zu können. Das Forschungsprojekt schärft langfristig ein Bewusstsein für die kulturelle Identität sowie kulturelle Ressourcen der Bodenseeregion. Die Einbindung der Stakeholder unterstützt zudem die regionale Vernetzung. Damit leisten die “Cultural Mappings 4.0” der Bodenseeregion einen relevanten Beitrag für Forschung, Praxis und das “Community Empowerment”. Im Jahr 2020 wurde zunächst eine theoretische Fundierung erarbeitet, auf dessen Grundlage ein Fragebogen entwickelt wurde, der in Form eines partizipativen Mappingtools (APP) auf mobilen Endgeräten aufgerufen werden kann. Da durch die Corona-Pandemie eine Durchführung der Befragung in Konstanz erschwert wurde, hat sich die Projektleitung entschieden, das Projekt kostenneutral zu verlängern und die Hauptbefragung im Jahr 2021 durchzuführen. Dementsprechend wurde im Sommer 2020 zunächst ein Testlauf in Konstanz durchgeführt, der bereits erste empirische Daten geliefert hat. Aufgrund der Ergebnisse wurde weiter am Fragebogen und der Applikation gearbeitet. Zudem wurden Vorarbeiten für eine Publikation geleistet und diverse Projekttreffen abgehalten. Im letzten Halbjahr wurde zudem durch eine ausführliche Recherche eine Datenbank erstellt, die das kulturelle Erbe des Bodenseeraums listet und im kommenden Jahr in eine Online-Karte übertragen werden soll.

    Das Projekt wird gefördert durch: Internationale Bodensee-Hochschule

  • Das immaterielle Erbe der Bodenseeregion: Mobilität, Immobilität und gesellschaftlicher Wandel – IMMOERBO

    Das immaterielle Erbe der Bodenseeregion ist vielfältig. Diese traditionellen Praktiken und Wissensformen sind eng an Institutionen und Orte gebunden, werden von unterschiedlichen Trägern gestützt und haben eigene Geschichten. Damit teilt das immaterielle Erbe einen fundamentalen Aspekt des lange stärker beachteten materiellen Erbes: Immobilität. Angesichts Trends zu einer normativen Überhöhung von Mobilität ist festzuhalten, dass immaterielles Erbe in erster Linie durch Immobilität von Menschen bewahrt wird. Doch diese immanente Immobilität ist heute mit Mobilitätsdynamiken konfrontiert, die Tourismus, Zu- und Abwanderung, und beschleunigten demographischen und medialen Wandel umfasst. Das Projekt untersucht anhand von vier Fallstudien die Probleme, mit denen Träger*innen immateriellen Erbes heute konfrontiert sind: Wer sind die aktiven Träger immateriellen Erbes? Wie wird Erbe “vererbt”? (Biographischer Aspekt); Wie beeinflusst die Abwanderung junger Menschen aus der ländlich geprägten Region die Tradierung immateriellen Erbes? (Desintegrationsaspekt); Auf welche Weise steht das regionale immaterielle Erbe für Zugezogene offen? Welche Chancen bzw. Gefahren werden von den Träger*innen wahrgenommen? (Integrationsaspekt); Welchen Einfluss hat die Mediatisierung von Öffentlichkeit sowie der Event-Tourismus auf die Präsentation, Interpretation und Bewahrung des immateriellen Erbes? (Medialer Aspekt); Welche Steuerungsmöglichkeiten stehen den Träger*innen und anderen Akteur*innen zur Verfügung? Welche anderen gesellschaftlichen Bereiche profitieren von der Pflege immateriellen Erbes? (Governance-Aspekt). Die Fallstudien tragen der Vielfalt der Bodensee-Region Rechnung und decken ein breites empirisches Spektrum mit hoher Varianz ab, das durch das Raster der fünf Aspekte Vergleichbarkeit erhält. Dabei stehen neben quantitativen und maschinellen Methoden v.a. methodische Befragungen und qualitativethnographische Untersuchungen im Vordergrund, um über akteursorientierte Perspektiven der Bedeutung des Erbes für die Region gerecht zu werden. Die vier Fallstudien sind 1) die Konstanzer Fasnacht, 2) die Oberschwabener Funkenfeuer, 3) die Vorarlberger Volksmusik sowie 4) der Silvesterchlausen Urnäsch. Um die Ergebnisse der Studien langfristig nutzbar zu machen, wird eine Kollaborationsplattform eingerichtet, die Partner*innen und Träger*innen Vernetzung und gegenseitiges Lernen in Bezug auf kulturelle Identität angesichts demographischen Wandels ermöglicht. So trägt das Projekt zu einem besseren Verständnis immateriellen Erbes, kultureller Identität und der Steuerung nachhaltiger Regionalentwicklung bei.

    Das Projekt wird gefördert durch: Internationale Bodensee-Hochschule

    • Portrait von Prof. Dr. Christian von Lübke
    • Prof. Dr. Christian von Lübke

      Regionalbeauftragter Südostasien

    • Raum M 304
      +49 7531 206-470
      Christian.von.Luebke@htwg-konstanz.de


    • Sprechzeiten

      Do. 13:30 - 14:30 Uhr und nach Vereinbarung

  • Life with Corona Survey

    The coronavirus/Covid-19 pandemic affects the daily lives of every single person on Earth - not just those exposed to the virus and front-line workers. This experience will generate shared suffering over the world. How governments respond today will be of crucial importance to how societies, economies and polities will be organised beyond the pandemic. Informed policymaking based on the best available evidence is essential therefore. Since the nature and scale of this pandemic is unprecedented, we cannot predict its effects on our society using available data and models. We do not know how different people will respond to this extreme crisis, and how the spread of the virus and measures to contain it will affect lives, livelihoods, attitudes and well-being. Understanding these differences is key to understanding impacts and adapting responses.
    The main objectives of the Life with Corona project are: To generate truly global and real-time data on how people around the world are coping with the pandemic; to produce rigorous analysis on the impacts of the pandemic; to support policy actions to address and mitigate the health, economic, social and political effects of the Covid-19 pandemic and the measures to contain it.

    Das Projekt wird gefördert durch: Universität Konstanz

    • Portrait von Prof. Dr. Christian von Lübke
    • Prof. Dr. Christian von Lübke

      Regionalbeauftragter Südostasien

    • Raum M 304
      +49 7531 206-470
      Christian.von.Luebke@htwg-konstanz.de


    • Sprechzeiten

      Do. 13:30 - 14:30 Uhr und nach Vereinbarung