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    Gleichstellung und Diversity

    Ausgezeichnet als „Gleichstellungsstarke Hochschule" im Professorinnenprogramm 2030.

    Umfrage zu sexualisierter Diskriminierung und Gewalt

    Ergebnisse und was wir daraus machen

    • Warum wir die Befragungen durchgeführt haben

      Sexualisierte Diskriminierung und Gewalt sind gesamtgesellschaftliche Probleme – und machen auch vor Hochschulen nicht Halt. Gerade im Hochschulalltag können Abhängigkeitsverhältnisse oder enge Zusammenarbeit dazu führen, dass Grenzen überschritten werden oder Betroffene zögern, Vorfälle anzusprechen.

      Deshalb hat die HTWG 2023 Studierende und 2024 Beschäftigte anonym befragt:
      Was wird erlebt? Was wird beobachtet? Und wie gehen Betroffene damit um?

      Ziel war es, die Situation an der Hochschule besser zu verstehen und daraus konkrete Maßnahmen abzuleiten.

    • Was die Ergebnisse zeigen

      Die Ergebnisse zeigen ein konsistentes Bild über alle Statusgruppen hinweg:

      Sexualisierte Belästigung kommt auch an der HTWG vor.

      • 25 % der befragten Studierenden haben entsprechende Erfahrungen gemacht
      • 22 % der befragten Beschäftigten berichten von eigenen Erfahrungen
      • rund ein Viertel hat entsprechende Situationen beobachtet oder davon gehört

      Am häufigsten genannt wurden:

      • unangenehme oder sexualisierte Kommentare
      • anzügliche Blicke
      • grenzüberschreitende Gespräche

      Schwerwiegendere körperliche Übergriffe wurden seltener berichtet, sind für die Hochschule aber ebenso inakzeptabel.

      Für die HTWG gilt: Jede Form von Grenzüberschreitung wird ernst genommen.

    • Was die Ergebnisse außerdem deutlich machen

      Die Befragungen zeigen auch:

      • viele Vorfälle werden nicht gemeldet
      • Unsicherheiten im Umgang mit solchen Situationen sind verbreitet
      • Anlaufstellen und Unterstützungsangebote sind nicht immer ausreichend bekannt

      Diese Erkenntnisse sind zentral für die Weiterentwicklung von Präventions- und Unterstützungsangeboten.

    • Was sich seitdem getan hat

      Die HTWG hat bereits vor den Befragungen Strukturen zum Schutz vor sexualisierter Diskriminierung und Gewalt aufgebaut und entwickelt diese kontinuierlich weiter.

      Bereits etabliert sind u. a.:

      • eine Satzung mit klar geregelten Verfahren und Zuständigkeiten
      • benannte Ansprechpersonen
      • verschiedene Möglichkeiten zur Kontaktaufnahme – auch anonym
      • Informations- und Sensibilisierungsangebote

      Aktuell bauen wir diese Strukturen weiter aus:

      • studentische Peer-to-Peer-Ansprechpersonen in den Fakultäten
      • Sensibilisierungs- und Fortbildungsangebote für Lehrende und Mitarbeitende
      • regelmäßige Befragungen und Evaluationen
      • gemeinsame Leitlinien für ein respektvolles Miteinander (z. B. Code of Conduct)
    • Unser Ziel

      Die Befragungen sind ein wichtiger Baustein, um Entwicklungen sichtbar zu machen und Maßnahmen gezielt weiterzuentwickeln.

      Ziel ist es, ein verlässliches Schutz- und Unterstützungssystem bereitzustellen und eine Hochschulkultur zu fördern, in der Grenzen respektiert werden und Betroffene Unterstützung finden.