Diversitätsaspekte werden in Planungs- und Entscheidungsprozesse integriert und kontinuierlich weiterentwickelt. Die Hochschule verfolgt dabei einen intersektionalen Ansatz und berücksichtigt die Wechselwirkungen verschiedener Ungleichheitsdimensionen.
Diversity-Konzept
Diversity
An der HTWG Konstanz
Vielfalt ist an der HTWG Teil der Hochschulkultur und zugleich ein strategisches Handlungsfeld. Unterschiedliche Perspektiven, Lebensrealitäten und Erfahrungen bereichern Studium, Lehre, Forschung und Verwaltung.
Die Hochschule setzt sich dafür ein, Diversität sichtbar zu machen und eine inklusive, diskriminierungssensible Umgebung zu fördern. Ziel ist es, strukturelle Hürden zu erkennen, reflektiert mit Unterschieden umzugehen und chancengerechte Rahmenbedingungen für alle Hochschulangehörigen zu schaffen.
Was bedeutet Diversity?
Diversity umfasst unterschiedliche Dimensionen menschlicher Identität und Lebenslagen – darunter Geschlecht, geschlechtliche Identität, sexuelle Orientierung, soziale Herkunft, Behinderung, Alter, Religion oder Weltanschauung.
Ein intersektionales und diskriminierungssensibles Verständnis von Vielfalt bedeutet, Wechselwirkungen zwischen verschiedenen Diversitätsdimensionen mitzudenken und bestehende Macht- und Ungleichheitsverhältnisse kritisch zu reflektieren.
Diversity an der HTWG - Überblick
Diversity ist als strategisches Handlungsfeld im Struktur- und Entwicklungsplan der Hochschule verankert. Leitlinien, Sensibilisierungsformate und institutionelle Maßnahmen tragen dazu bei, Diversitätsaspekte nachhaltig im Hochschulalltag zu verankern. Die folgenden Bereiche geben einen Einblick in strategische Grundlagen, institutionelle Verankerung und unterstützende Angebote.
Umsetzung einer inklusiven Hochschulkultur
- Strategischer Rahmen
Basics und Awareness Angebote
- Inklusive Sprache
Die HTWG hat Handlungsempfehlungen zur geschlechterinklusiven Sprache verabschiedet. Sie unterstützen eine respektvolle und diskriminierungssensible Kommunikation in Studium, Lehre und Verwaltung.
Handlungsempfehlungen zu einer inklusiven Sprache und Ansprache
Sprache spielt an der Hochschule eine wichtige Rolle. Sie dient der Verständigung und der Vermittlung von Wissen. Sie ermöglicht den persönlichen und fachlichen Austausch untereinander. Bei Diversity handelt es sich um soziale Vielfalt, die sich auch in der Sprache widerspiegelt.
Wie die Sprache schon früh unsere Vorstellung prägt, zeigt der Kurzfilm auf Facebook (Quelle: facebook/upworthy)
Geschlechtersensible Sprache versucht, alle Personen unabhängig von ihrer Geschlechtsidentität gleichermaßen anzusprechen und zu repräsentieren. Die Verwendung geschlechtersensibler Sprache kann geschlechterstereotypen Bildern sowie Diskriminierungen und Benachteiligungen entgegenwirken und dabei helfen, Geschlechternormen und Rollendenken zu überwinden. Geschlechtersensible Sprache kann alle Geschlechter umfassen, geschlechtsneutral sein oder Geschlechter eindeutig benennen.
Eine Auflistung der hochschulweiten Regelungen finden Sie hier: Senatsvorlage geschlechterinklusive SpracheGeschlechtsneutrale Sprache
In der öffentlichen Debatte werden der Asterisk oder „Gender-Star“ (z.B. Mitarbeiter*innen), der Unterstrich oder „Gender-Gap“ (z.B. Professor_innen), der Doppelpunkt (z.B. Kolleg:innen), neutrale Formulierungen (z.B. Studierende), Funktionsbezeichnungen (z.B. Lehrkräfte) und andere Optionen diskutiert.
Link zum Urteil des Bundesverfassungsgerichts zum Personenstandsrecht (2017)
Gesetz zur Änderung der in das Geburtenregister einzutragenden Angaben (2018)
Praxisbeispiele
In Anreden einzelner Personen ist beispielsweise „Guten Tag [ggf. Titel, Vorname, Nachname]“ eine gute Option, alternativ möglich ist auch „Sehr geehrte*r [Vorname, Nachname].
Bei Adressfeldern in Briefen kann die Anrede „Frau“ bzw. „Herr“ entfallen bzw. eine Adressierung durch die Nutzung von „Guten Tag [Vorname, Nachname]“ erfolgen.
Soll eine unbestimmte Menge von Personen höflich angesprochen werden, könnten beispielsweise folgende Möglichkeiten genutzt werden:- „Sehr geehrte Interessierte“, „Sehr geehrte Studierende“
- „Sehr geehrte Empfänger*innen des Newsletters XY“
- „Sehr geehrte Anwesende, liebe Mitglieder und Angehörige der HTWG“
- „Sehr geehrte Kommissionsmitglieder“
- „Liebe Lesende/ Zuhörende“
- „Liebes Team“
Allgemeine Tipps
Viele unangemessene Situationen lassen sich bereits durch das Hinterfragen von gesellschaftlichen Stereotypen vermeiden.
- Vermeiden Sie pauschale Urteile und Aussagen aufgrund bestimmter Merkmale einer Gruppe oder Person.
- Überprüfen Sie ob es wirklich notwendig ist, den Blick auf das zu richten, was an einer Person „anders“ ist. Inbesondere wenn dieses Merkmal nicht selbst gewählt ist (z.B. roter Pulli oder grüne Haarfarbe vs. Hautfarbe oder Behinderung).
- Achten Sie darauf, Ausschlüsse zu vermeiden, d.h. adressieren Sie Zielgruppen, anstatt diese nur mitzumeinen.
- BeAware Workshop
Be Aware Workshop

Studium generale
3-tägiges Blockwochenende jeweils 9:30 - 19:30 Uhr
3 ECTS, 20 Plätze
Vera Maier-Tragmann, Team Gleich der HTWG und Initiative Nachtlicht Konstanz
Dieser Kurs bietet dir mit einem Methodenmix vom Vortrag bis zu Rollen- und Fallstudien die Gelegenheit, wichtige praktische Fähigkeiten in der Gestaltung sicherer und inklusiver Räume zu erwerben. Wie gelingt es, achtsam und empathisch zu agieren, Situationen schnell und präzise zu analysieren? Wie können kreative Lösungen für Herausforderungen entwickelt werden und wie wird effektiv in Konfliktsituationen kommuniziert? Kursinhalte sind u.a.: Grundlagen und Prinzipien von Awarness- Arbeit auf Veranstaltungen und in weiteren Kontexten, Wahr- nehmung von Diskriminierungen und Gefahren, rechtliche und strukturelle Rahmenbedingungen für Schutz, die Bedeutung von Geschlecht in sozialen Kontexten, Mechanismen und Aus- wirkungen von Rassismus und Diskriminierung, Entstehung und Bedeutung der Awareness-Bewegung. Die Teilnehmenden führen ein Journal zur Förderung der Reflexion und des persönlichen Wachstums und hospitieren anschließend gemeinsam mit der Initiative Nachtlicht bei einer Awareness-Schicht.
Vormerkung und Anmeldung im Moodle- Kurs
Unterstützung und Verfahren
- Änderung von Vorname und Geschlechtseintrag
Studierende, die ihren Vornamen und/oder Geschlechtseintrag nach dem Selbstbestimmungsgesetz (SBGG) geändert haben, können ihre Daten auch an der HTWG anpassen lassen.
Schritt für Schritt Anleitung
1. Um die Namens- und/oder Geschlechtseintragsänderung an der HTWG durchführen zu können, benötigen Siezunächst einen Nachweis vom Standesamt über die Änderung Ihrer Angaben nach dem SBGG.
2. Mit diesem Nachweis können Sie das Sekretariat Ihres Studiengangs kontaktieren. Dies kann entweder formlos per E-Mail oder persönlich erfolgen.
3. Beim Studierendensekretariat können Sie online einen Antrag auf Namensänderung über das Campus-Portal stellen.
4. Für die Änderung Ihrer E-Mail-Adresse wenden Sie sich bitte separat an das Rechenzentrum per E-Mail an rechenzentrum@htwg-konstanz.de.
5. Damit Ihre neuen Daten auch in Moodle übernommen werden, kontaktieren Sie bitte ebenfalls das Rechenzentrum.
6. Abschließend können Sie eine neue Zack Karte beim Studierendensekretariat beantragen
Wichtig!
Wenn Sie die Namensänderung im laufenden Semesters vornehmen, empfehlen wir, das Lehrpersonal proaktiv und rechtzeitig zu informieren, damit Ihr Name auf Anwesenheitslisten und anderen relevanten Dokumenten entsprechend aktualisiert werden kann.
Das Selbstbestimmungsgesetz (SBGG)
Seit dem 1.11.2024 gilt das neue Selbstbestimmungsgesetz, das trans*, inter* und nichtbinären Personen eine unkomplizierte Änderung ihres Namens und Geschlechtseintrags ermöglicht. Es ersetzt das bisherige Transsexuellengesetz (TSG) von 1980 und erleichtert somit betroffenen Personen diesen Prozess.
Von nun an braucht es keine psychologischen Gutachten und Gerichtsprozesse mehr – die Änderung kann nun eigenständig und selbstbestimmt durch eine Erklärung beim Standesamt vorgenommen werden.
Kontakt
Wir sind mit folgendem Angebot auf Instagram unterwegs:
Sie haben Fragen zu unseren Angeboten oder möchten Anregungen teilen?
Schreiben Sie uns gerne an:
Veranstaltungen und News
Es gibt verschiedene Gleichstellungs und Diversity Veranstaltungen.