Unser Lehransatz get_connected

  • Über "get_connected" / About "get_connected"

    (English version below)

    Kommunikative und interkulturelle Handlungskompetenzen werden an der HTWG nicht nur theoretisch, sondern auch erfahrungsbasiert und ganzheitlich gelehrt. Seit Jahren entwickeln wir Konzepte zur Integration internationaler (asiatischer) Studierender in die interkulturelle Ausbildung der deutschen Studierenden (im Sinne der Internationalization@home). Gleichzeitig dienen diese Konzepte des Lernens in gemischt-kulturellen Gruppen der Förderung der Integration internationaler Studierender in Studium und Alltagsleben in Deutschland. Der Erfolg unserer Bemühungen zeigt sich nicht zuletzt in den sehr niedrigen Studienabbruchquoten bei unseren internationalen Studierenden.

    Unseren didaktischen Ansatz get_connected für Unterrichtskonzepte in gemischt-kulturellen Gruppen konnten wir im Rahmen der Förderung von China-Kompetenzprojekten an der Hochschule durch das BMBF (seit 10/2018) mit Methoden des design based research gezielt weiterentwickeln und speziell für den deutsch-chinesischen Dialog spezifizieren. 

    Grundprinzipien „get_connected“:

    • Initiierung eines erfahrungsbasierten, ganzheitlichen Lernprozesses
    • Ermöglichung eines informierten und bewußten Umgangs mit (negativen) Emotionen im (interkulturellen) Kommunikationskontext
    • Unterstützung eines positiven Kontakts mit sich selbst (Bewußtheit und Achtsamkeit mit mir und anderen)


    Didaktisches Verständnis:

    Das Konzept soll zum ganzheitlichen Lernen anregen. In den Kursen werden emotionale Abläufe bei den Begegnungen zwischen Studierenden unterschiedlicher Prägung bearbeitet.

    Unser Ziel ist neben der Vermittlung von Fachwissen, bei den Studierenden ein Bewusstsein für die emotionalen Abläufe in Zusammenhang mit (interkulturellen) Kommunikationssituationen zu entwickeln. Gemeinsam erarbeiten wir Tools für einen konstruktiven und selbst-bewussten Umgang miteinander. Die Tools und Strategien werden von den Studierenden unter Anleitung erprobt und ggf. angepasst, um individuelle Handlungsalternativen für schwierige (Begegnungs-)Situationen zu entwickeln, die für den global geprägten Alltag typisch sind.

    Wir haben bisher drei unterschiedlichen Kursformate zur Umsetzung des Ansatzes get_connected entwickelt. Die akademischen und praktischen Inhalte sowie Sozialformen des Unterrichts werden je nach Zusammensetzung der Zielgruppe gewählt. Ziel ist eine möglichst große Passung der jeweils als relevant erlebten kritischen Interaktionssituationen bzw. Fallstudien. Diese werden im geschützten Raum mit akademischer/persönlicher Begleitung (Dozierende als Wissensvermittler*innen und Coachs) bearbeitet.


    Rolle der Dozierenden:

    • Herstellung und Erhalt einer vertrauensvollen Atmosphäre/positiver Beziehungen in der Gesamtgruppe/den (interkulturellen) Teams.
    • Kontinuierliche Auswertung der Lerntagebücher, in denen die Studierenden ihren emotionalen Auseinandersetzungsprozess reflektieren
    • Nutzung der Lerntagebücher für die Anpassung der Lehrinhalte
    • Entwicklung von für die Teilnehmenenden relevanten Fallbeispielen und  Reflexionsaufgaben
    • Unterstützung der Bearbeitung der „kritischen Situationen“ durch die gemeinsame Entwicklung detaillierter Handlungsstrategien
    • Begleitung/Coaching der (kritischen) Auseinandersetzungskultur und Unterstützung im Umgang mit als herausfordernd empfundenen Situationen und Gefühlen (individuell oder in den interkulturellen Teams)


    Kontinuierliche Weiterentwicklung des Konzeptes in den verschiedenen Kursformaten (design-based-research)

    • Evaluationen aller Formate durch die Studierenden (mündlich und schriftlich)
    • Interviews zu „vorher“ und "nachher“ in Hinblick auf Kompetenzaufbau
    • Auswertung der studentischen Lerntagebücher zu ihren Lernforschritten sowie Gedanken und Emotionen hinsichtlich schwieriger Situationen im Gruppen- bzw. Teamprozess.

     

    (English version)

    At the Konstanz University of Applied Sciences, communicative and intercultural skills are not only taught theoretically, but also trained based in a holistic and experience-besed manner. For years we have been developing concepts for integrating international (Asian) students into the intercultural training of German students (following the concept of internationalization @ home). At the same time, the concepts of learning in mixed-cultural groups aim to promote the integration of international students into the studies and everyday life in Germany. The success of our efforts can be partly reflected in the very low drop-out rates among our international students.

    With the BMBF funding (since 10/2018) in the framework of promoting China-competence projects at German universities, we were able to further develop our didactic approach get_connected in different course concepts featuring mixed-cultural groups with the methods of design-based research and to modify the approach to suit the specific German-Chinese dialogue.

    Basic principles of "get_connected":

    • Initiation of an experience-based, holistic learning process
    • Realization of an informed and conscious way of dealing with (negative) emotions in the (intercultural) communication context
    • Facilitation of positive connection with oneself (awareness and mindfulness with myself and others)

     

    Didactic meaning:

    The concept is intended to encourage holistic learning. In the courses we discuss emotional processes often involved in the interaction among students of different cultural backgrounds.

    In addition to imparting specialized knowledge, our aim is to develop the students' awareness of the emotional processes associated with (intercultural) communication situations. Together we work out tools for constructive and self-aware interaction with one another. The tools and strategies are tried out by the students under supervision and, if necessary, adapted in order to develop alternative individual strategies for difficult encounter situations, which are becoming increasingly typical of our global everyday life.

    So far we have developed three different course formats that adopt the get_connected approach. The theoretical and practical content as well as the social format of the courses are selected according to the composition of the target group. We intend to put the students in the most relevant critical interaction situations and case studies as possible, which will always be addressed in a safe space with academic and personal support (teachers as lecturers and coaches).

    Role of the teachers:

    • Establishing and maintaining a trusting atmosphere / positive relationships in the overall group / the (intercultural) teams;
    • Continuously evaluating the learning diaries, in which the students reflect on their emotional processes;
    • Using the learning diaries to adapt the course content;
    • Developing appropriate case studies and reflection exercises for the class;
    • Helping the whole class to develop detailed strategies of action and supporting the group work with “critical situations”;
    • Guiding / Coaching the students’ behavior in (critical) discussions and their (re)actions in dealing with situations and feelings that are perceived as challenging (individually or in intercultural teams).

     

    Continuous further development of the concept of get_connected in different course formats (design-based research)

    • Evaluation of all course formats by the students (oral and written)
    • Interviews on “before” and “after” impressions regarding competence development
    • Evaluation of the students’ learning diaries on their learning progress as well as thoughts and emotions regarding difficult situations in the group/team working processes
  • Kursformat 1: Interkulturelle Projektarbeit / Course format 1: Intercultural Projects

    (English Version below)

    Zielgruppe: Studierende aller Fachrichtungen im ersten Semester / internationale (Austausch-)Studierende aller Nationalitäten

    Ziele:

    • Niederschwelliges Angebot für den gesteuerten Erstkontakt zwischen einheimischen und internationalen Studierenden aller Fachrichtungen zur Integration in den Hochschulalltag.
    • Durchführung von Projekten, die „Spaß“ bringen und damit zu einem ungezwungenen regelmäßigen Kontakt motivieren
    • Erste Impulse zur Sensibilisierung für und Bewusstwerdung über emotionale innere Prozesse im Zusammenhang mit Gruppenarbeiten in kulturell diversen Gruppen
    • Sensibilisierung für den Einfluss verschiedener kultureller Prägungen in allgemeinen Kommunikationssituationen, organisatorischer Vorgehensweise und Konfliktkommunikation.
    • Reflexion über emotionale innere Prozesse in „Lerntagebüchern“ und Teilen dieser mit den Dozierenden (die u. a. die Rolle von „Coachs“ übernehmen)
    • Aufbau von Beziehungen zwischen Studierenden unterschiedlicher Herkunft zur Förderung eines als positiv erlebten gemeinsamen Studiums
    • Ansätze zur Integration internationaler Studierender in den deutschen Hochschulalltag und die mündliche Debattenkultur


    Vorgehensweise:

    • Gemeinsames Meeting mit „Weltcafe“-Aktivitäten zum Kennenlernen. Sammlung von Themen für gemeinsame Projektarbeiten. Bildung der interkulturellen Teams zu einzelnen Themen
    • Selbst organisierte Bearbeitung der Themen in den interkulturellen Teams. Regelmässige Treffen der Teams mit den Dozierenden/Coaches
    • Lerntagebücher der Studierenden mit Fragen zu ihrem Erleben in der Gruppe
    • Zwischenpräsentationen über den Arbeitsprozess und Klärung von Herausforderungen
    • Abschlusspräsentation und Abgabe der Ergebnisse/Produkte


    Themenbeispiele für die Projektarbeit (bewährte Auswahl):

    1. Broschüre zum Hochschulstandort: Entwicklung einer Broschüre zum Hochschultstandort mit für die Zielgruppe relevanten Themen: günstig essen, einkaufen, ausgehen, Sportangebote etc.
    2. Kochen: Gemeinsames Kochen mit Lieblingsgerichten aus den jeweiligen Regionen, Zusammenstellung bewährter Rezepte in kleinem Kochbuch
    3. Astrologie: Vergleich von Astrologie-Konzepten in den verschiedenen Kulturen, Erstellung entsprechender Persönlichkeitsprofile aufgrund eigener Daten
    4. Filme: Gemeinsam von den Gruppenteilnehmer*innen empfohlene Filme schauen und besprechen, ggf. Organisation eines Filmabends für den ganzen Kurs
    5. Kunst: Vergleich von Kunst (z. B. Zeitgenössische Malerei) der Regionen, ggf. gemeinsamer Museumsbesuch
    6. Nachtleben: Das Nachtleben am Hochschulstandort: Gemeinsam erleben und Empfehlungen für den Kurs zusammenstellen
    7. Sport: Gemeinsam Sport treiben, landestypische Präferenzen für verschiedene Sportarten vorstellen und besprechen
    8. Brettspiele: Vergleich regional üblicher Brettspiele, ggf. gemeinsam ein neues Spiel entwickeln
    9. Festtagskalender: Zusammenstellung eines Festtagskalenders unter Berücksichtigung der Festtage in den verschiedenen Kulturen mit eigenen Texten und Fotos


    Eine ausführliche Beschreibung des Kurkonzeptes (am Beispiel des Kurses im SoSe 2021 an der HTWG Konstanz) erscheint in Thelen, Obendiek, Bai (Hg.), Handbuch China-Kompetenzen. Best-Practice-Beispiele aus deutschen Hochschulen, transcript Verlag, Erscheinungsdatum vsl. Juni 2022.

    Kontakt: Prof. Dr. G. Thelen (gthelen@htwg-konstanz.de); Frau Komang di Maggio (komang.dimaggio@htwg-konstanz.de)

     

    (English version)

    Target group: first-semester students / exchange students of all nationalities

    Aim:

    • Easy and friendly course format for establishing supervised initial contact between local and foreign students of all disciplines to assist integration into everyday university life
    • Projects with “fun”, which encourage voluntary regular contact between German and foreign students
    • First impulses to become sensitive and aware of inner emotional processes associated with group activities in interculturally diverse groups
    • Gaining awareness of the influence of different cultural backgrounds
    • Formulating and sharing inner emotional processes in learning diaries with the lecturers (especially as "coaches")

     

    How to proceed:

    1. The course starts with a get-together, i.e. a "world cafe" with activities to get to know each other. Topics for collaborative projects are collected during the event. The students form intercultural teams and receive different project assignments.

    2. The teams meet regularly with the lecturers / coaches. The teams decide on their own how to approach and complete their projects.

    3. The students are required to keep learning diaries and answer questions about their experiences in the groups.

    4. They will be asked to prepare interim presentations on the working process and resolve challenging issues.

    5. The course closes with a final presentation and submission of the results / products from each team.

     

    Selected examples of well-suited topics for group projects:

    • Brochure about the university area: Put together a brochure about the university‘s surroundings with student-relevant information: cheap food, shopping, clubbing, sports, etc.
    • Cooking: Cook together favorite dishes of the participants from their home regions, create a small cookbook of favorite recipes
    • Astrology: Compare astrological concepts in different cultures, create personal personality profiles
    • Films: Watch and discuss films recommended by the group participants; if possible, organize a film evening for the entire class
    • Art: Compare art (e.g. contemporary paintings) from different regions, organize a joint art museum visit, if possible
    • Nightlife: Experience the nightlife around the university area together and put together recommendations for the class
    • Sport: Do sports together, introduce and discuss typical and popular types of national sports
    • Board games: Compare common board games in different regions, if possible, develop a new game together
    • Festival calendar: Create a calendar that contains festivals and holidays in different cultures with texts and photos from the students themselves

     

    A detailed description of the course concept (featuring the course in the summer semester 2021 at HTWG Konstanz) appears in Thelen, Obendiek, Bai (eds.), Handbuch China-Kompetenz. Best practice examples from German universities, transcript publishing house, planned publication date June 2022.

    Contact information: Prof. Dr. G. Thelen (gthelen@htwg-konstanz.de); Ms. Komang di Maggio (komang.dimaggio@htwg-konstanz.de)


     

  • Kursformat / Course format 2: get_connected in international teams and conflict management

    (English version below)

    Zielgruppe: Studierende höherer Fachsemester/internationale (Austausch-)Studierende (insbesondere in Doppelabschluss-Programmen)

    Ziele:

    • Augenhöhe im Umgang miteinander problematisieren und Einübung einer bewußten Umsetzung gleichberechtigter Kommunikation
    • Entwicklung von Bewusstheit für eine Auseinandersetzungskultur unter Berücksichtigung interkultureller Unterschiede
    • Förderung des Interesses für die Herkunfts- und Zielkulturen
    • Integration der internationalen Studierenden in den deutschen Hochschulalltag durch Verstehen des deutschen Systems und Aufbau von Lerngemeinschaften
    • Persönlichkeitsentwicklung durch Verstehen allgemein menschlicher innerpsychischer Abläufe („Ärger-Management“)
    • Vermittlung von Tools für bewusste Kommunikation, Konfliktmanagement und Selbstcoaching.
    • Förderung von Teilkompetenzen der (interkulturellen) Kommunikationsfähigkeit


    Vorgehensweise:

    • Der Kurs findet wöchentlich (in Präsenz oder Online) statt. In jeder Sitzung erfolgt nach einem Wissensinput eine interaktive Gruppenarbeit in zufällig zusammengestellten Kleingruppen.   
    • Paralell zu den wöchtenlichen Sitzungen bearbeiten feste interkulturell gemischte Teams jede Woche thematische Aufgaben
    • In den Teams werden (unter routierender Teamleitung) wöchentlich Team-Reports zu der Ergebnissen den Teamarbeit erstellt.
    • Individuelle Reflexionen der Studierenden in ihren wöchentlich zu führenden Lerntagebüchern werden von den Lehrenden kontinuierlich ausgewertet und für die Anpassung der Unterrichtsinhalte genutzt.
    • Bei Bedarf werden von den Lehrenden Einzel- oder Gruppencoachings angeboten.

     

    Unterrichtsinhalte

    • Wissensvermittlung über kulturelle Unterschiede rund um das Thema „Teamarbeit“
    • Wissensvermittlung zu Grundlagen der Handlungspsychologie, Kommunikationspsychologie, Gehirnforschung und Konzepten des „Geistes“
    • Sammeln und Bearbeiten von Erfahrungen zu unterschiedlichen Kommunikations- und Konfliktstilen sowie Arbeitsweisen interkulturellen Teams
    • Erstellen von Team-Reports zu den kognitiven Outputs aus den Teamarbeiten
    • Rollenspiele (Basisansatz des Psychodramas nach Moreno) zur Entwicklung von Handlungsalternativen für komplexe „kritische Situationen“
    • Führen von Lerntagebüchern über die individuellen emotionalen Prozesse im Kurs. Hierdurch Teilen des individuellen emotionalen Erlebensmit den Lehrenden


    Eine ausführliche Beschreibung des Kurkonzeptes (am Beispiel des Online-Kurses im SS 2021 an der HTWG) erscheint in Thelen, Obendiek, Bai (Hg.), Handbuch China-Kompetenzen. Best-Practice-Beispiele aus deutschen Hochschulen, transcript Verlag, Erscheinungsdatum vsl. Juni 2022.

    Kontakt: Prof. Dr. Gabriele Thelen (gthelen@htwg-konstanz.de), Dr. Helena Obendiek (obendiek@htwg-konstanz.de), Dr. des Yinchun Bai (yinchun.bai@htwg-konstanz.de)

     

    (English version)

    Target group: Students in higher semesters / international (exchange) students (especially in double degree programs)

    Aim:

    • Discuss the concept of “eye level” in interpersonal interactions and carry out equal communications consciously
    • Develop the awareness of minding intercultural differences in discussions
    • Evoke interest in the cultures of each other
    • Integrate international students into everyday life at the German university by understanding the German system and building study communities
    • Personality development through understanding universal inner-psychological processes (anger management)
    • Teaching tools for conscious communication, conflict management and self-coaching.
    • Facilitate the acquirement of (intercultural) communication skills

     

    How to proceed:

    1. The course takes place on a weekly basis (face-to-face or online). In each session, after the teachers' input of specialised knowledge, the students will be put into randomly assembled small groups and do interactive group work together.

    2. Alongside the weekly classes, the students form fixed interculturally mixed teams and work on an assignment of a certian topic per week.

    3. Each week the teams prepare and submit team reports on the results of the team work (the team members take turns to be in charge of this task).

    4. Individual reflections of the students in their weekly learning diaries are continuously evaluated by the teachers and used to adapt the course content.

    5. If necessary, the teachers offer individual or group coaching.

     

    Course content:

    -    Teaching cultural differences around the topic of “teamwork”
    -    Teaching the basics about behavioral psychology, communication psychology, brain research and concepts of the “mind”
    -    Gathering and discussing experiences with different communication, conflict and working styles in intercultural teams
    -    Preparing group reports on the cognitive outputs from the group work
    -    Drawing up and trying out different strategies for complex “critical situations” in the form of role-play (Moreno's psychodrama approach)
    -    Keeping learning diaries of the individual processes involved in group work and sharing emotional states with the teachers
     

    A detailed description of the course concept (featuring the course in the summer semester 2021 at HTWG Konstanz) appears in Thelen, Obendiek, Bai (eds.), Handbuch China-Kompetenz. Best practice examples from German universities, transcript publishing house, planned publication date June 2022.

    Contact information: Prof. Dr. Gabriele Thelen (gthelen@htwg-konstanz.de), Dr. Helena Obendiek (obendiek@htwg-konstanz.de), Dr. des Yinchun Bai (yinchun.bai@htwg-konstanz.de)

     


  • Kursformat / Course format 3: Kommunikationspsychologie / Communcation Psychology

    (English version below)

    Zielgruppe: Studierende aller Fachrichtungen ab dem 3. Fachsemester und internationale (Austausch-)Studierende (insbesondere in Doppelabschluss-Programmen)

    Ziele:

    • Bewusstwerdung über innerpsychischer Abläufe zur Unterstützung des Kontaktes mit den eigenen Emotionen
    • Entwicklung eines Verständnisses für  psychologisch erklärbares universelles Verarbeiten schwieriger Gefühle der Spezies „Mensch“.
    • "Wir-Gefühl" aufgrund der erlebten Ähnlichkeit innerpsychischer Abläufe durch die im Unterricht durchgespielten authentischen Fallbeispiele der Studierenden.
    • Vermittlung von Tools für konstruktive wertschätzende Kommunikation (auch im Konfliktfall) im privaten und öffentlichen Umfeld.
    • Vermittlung von Tools zum Selbst-Coaching


    Unterrichtsinhalte:

    • Wissensvermittlung zu Elementen der Handlungs- und  Kommunikationspsychologie, der Hirnforschung und Konzepten „des Geistes“
    • Tools zum Selbst-Coaching, insbesondere des „Ärgermanagements“
    • Selbsterfahrung im Kontakt „mit sich selber“ (get connected with yourself) zum Aufbau von Resilienz, z. B.mit Hilfe von Konzepten des "Geistes"
    • Bearbeitung von authentischen "Fällen" der Teilnehmenden u. a. durch Rollenspiele (z. B. Psychodrama nach Moreno), Aufstellung des" Inneres Teams"
    • Begleitung der emotionalen Auseinandersetzung der Teilnehmenden durch die Lehrenden (Lehrende als Dozierende und Einzel- bzw. Team-Coaches)
    • Führen von studentischen Lerntagebüchern mit gezielten Fragen zur emotionalen Auseinandersetzung/Selbstreflexion
    • Aufarbeitung der fachlichen und emotionalen Prozesse für und mit den Studierenden


    Literatur (Auswahl):

    • Ameln, F.,Gertmann R.,Kramer, J., (Hg.) Psychodrama, Springer, 2004
    • Berking, Matthias, Training Emotionaler Kompetenzen, Springer Berlin / Heidelberg, 2017,
    • Hilbrecht, Heinz, Mediation und Gehirn, Schattauerverlag, 2007
    • Rogers, Carl R. Entwicklung der Persönlichkeit, Klett-Cotta, 2014
    • Rosenberg, Marshall B., Gewaltfreie Kommunikation, eine Sprache des Lebens, Jungfermann, 2016;
    • Schulz von Thun, Friedemann, Miteinander reden (Bd. 1 – 3), rororo, 2010;
    • Skuban, Ralph, Patanjalis Yogasutra, Arkana, 2011;
    • Tubali, Shai, White Light, Reise zur Glückseligkeit, J. Kamphausen, 2013

     

    Eine ausführliche Beschreibung des Kurkonzeptes (am Beispiel Kurs SS 2021 an der HTWG) erscheint in Thelen, Obendiek, Bai (Hg.) Handbuch China-Kompetenzen. Best-Practice-Beispiele aus deutschen Hochschulen, transcript Verlag, Erscheinungsdatum vsl. Juni 2022.

    Kontakt: Prof. Dr. Gabriele Thelen (gthelen@htwg-konstanz.de; www.gabrielethelen.de)

     

    (English version)

    Target group: Students from all degree programs in their 3rd semester or higher as well as international (exchange) students (especially in double degree programs)

    Aim:

    • Become aware of inner-psychological processes to help build connection with one's own emotions
    • Understand how to deal with difficult feelings, which are specific for the human race, in a psychologically explainable and universal manner. 
    • Develop a "we-feeling" on the basis of experiencing similar inner-psychological processes when acting out and analyzing real cases from the students in class.
    • Provide tools for constructive and appreciative communications (also in conflict situations) both in private and public environments.
    • Provide tools for self-coaching

    Course content:

    • Topics from action and communication psychology, brain research and concepts of "the mind"
    • Tools for self-coaching, especially "anger management"
    • First-hand experience in getting connected "with oneself" to build up resilience, e.g. with the help of concepts of "the mind"
    • Studying real cases from the participants, especially in the form of role play (e.g. psychodrama by Moreno), setting up the "inner team"
    • Guided emotional discussion among the participants (teachers as lecturers and personal / team coaches)
    • Keeping learning diaries with specific questions about emotional processes / self-reflection
    • Explain technical and emotional processes to the students and work them through together

     

    Literature (selected)

    • Ameln, F.,Gertmann R.,Kramer, J., (Hg.) Psychodrama, Springer, 2004
    • Berking, Matthias, Training Emotionaler Kompetenzen, Springer Berlin / Heidelberg, 2017,
    • Hilbrecht, Heinz, Mediation und Gehirn, Schattauerverlag, 2007
    • Rogers, Carl R. Entwicklung der Persönlichkeit, Klett-Cotta, 2014
    • Rosenberg, Marshall B., Gewaltfreie Kommunikation, eine Sprache des Lebens, Jungfermann, 2016;
    • Schulz von Thun, Friedemann, Miteinander reden (Bd. 1 – 3), rororo, 2010;
    • Skuban, Ralph, Patanjalis Yogasutra, Arkana, 2011;
    • Tubali, Shai, White Light, Reise zur Glückseligkeit, J. Kamphausen, 2013

     

    A detailed description of the course concept (featuring the course in the summer semester 2021 at HTWG Konstanz) appears in Thelen, Obendiek, Bai (eds.), Handbuch China-Kompetenz. Best practice examples from German universities, transcript publishing house, planned publication date June 2022.

    Contact information: Prof. Dr. Gabriele Thelen (gthelen@htwg-konstanz.de),