POSITION.EN Reihe „Was wa[h]r werden könnte“
Mi., 14.10. Designing for Human Unity, Lalit Kishor Bhati, PATH Architects, Stadtplaner Auroville, Indien (in Kooperation mit BI)
19 Uhr, am „Marktplatz“, Raum BO312, Bückleareal
Die utopische, für rund 50.000 Einwohner*innen gedachte Planstadt Auroville liegt im Südosten Indiens. Gegründet wurde sie von der Philosophin Mirra Alfassa und beruht auf ihrer Vision eines integralen (Zusammen-)Lebens. Derzeit befinden sich auf dem Stadtgebiet von Auroville über 100 Siedlungen mit rund 3300 Einwohner*innen aus 60 Nationen mit sehr unterschiedlichen Lebensstilen.
Unser Referent Lalit Kishor Bhati, der seit 1998 in Auroville lebt und es als Stadtplaner berät, fokussiert auf die Frage, wie Planung und Gestaltung Zugehörigkeit, Teilhabe und Harmonie zwischen Mensch und Natur fördern können. Ausgehend von der Planungs- und Entwicklungsgeschichte Aurovilles befasst sich der Vortrag mit inklusivem Städtebau, bioregionalem Denken, ökologischer Infrastruktur, partizipativen Prozessen und gemeinschaftsgetriebener Innovation.
Lalit Kishor Bhati ist Architekt, Stadtplaner und Pädagoge. Er lebt und arbeitet seit über 25 Jahren in Auroville, Indien. In seiner Arbeit beschäftigt er sich mit den Schnittstellen von Nachhaltigkeit, menschlicher Entwicklung, transformativem Lernen und Gemeinschaftsbildung und betrachtet Auroville als ein lebendiges Laboratorium, in dem die Zukunft des Wohnens, des Lernens und des gesellschaftlichen Wandels neu gedacht wird.
Die Vortragssprache ist Englisch.
Der Vortrag findet in Kooperation mit der Fakultät für Bauingenieurwesen statt.
Mi., 28.10., Pecha Kucha – Ein MonoLog. Kurzvorträge von AR-Alumni
18:30 und 20:15 Uhr, am „Marktplatz“, Raum BO312, Bückleareal
25 ehemalige Studierende aus 25 Jahren Lehre von Prof. Myriam Gautschi berichten im abwechslungsreichen Pecha-Kucha-Kurzformat von ihrem persönlichen Weg: In genau 20 Folien, die jeweils 20 Sekunden lang gezeigt werden, geben sie Einblicke in ihre Erfahrungen, Prägungen und Perspektiven.
Das Format ist kurz, pointiert und dynamisch – und lädt dazu ein, Bekanntes neu zu entdecken und unterschiedliche Wege miteinander zu verbinden. Wir freuen uns auf einen facettenreichen Abend.
Parallel dazu laden ein Umtrunk und kulinarische Versorgung zu einem Wiedersehen und kollegialem Austausch ein. Ein Ort für Begegnungen, Erinnerungen und Gespräche über gemeinsame Anfänge, heutige Wege und neue Ausblicke.
Mi., 11.11. Die Ästhetik der Transformation, Markus Lüscher, PARK ARCH
19 Uhr, Aula HTWG
Umnutzung“ reduziert die Veränderung bestehender Architektur auf den neuen Gebrauch. „Umbau“, „Weiterbauen“ oder „Bauen im Bestand“ stellen die Tätigkeit des Realisierens in den Vordergrund. Transformation fasst die Veränderung breiter. Der zusätzliche Fokus auf die Ästhetik untersucht unsere Wahrnehmung der Veränderung. Welche Ästhetik hat die Transformation? Wie transformieren wir unsere Ästhetik?
Transformation sieht die konstruktive Ambivalenz zwischen Alt und Neu, zwischen Erhalten, Entfernen, Fortführen und Zufügen als Chance für einen produktiven, generationenübergreifenden Dialog. Das Ziel der Transformation ist eine doppelte Autorschaft.
Der Vortrag findet in Kooperation mit dem Architekturforum Konstanz|Kreuzlingen statt.
PARK ARCH ist ein in Zürich ansässiges Architekturbüro, das sich mit der Entwicklung und Realisierung von Projekten unterschiedlicher Massstäbe und Nutzungen beschäftigt. Im Zentrum der Arbeit stehen der sorgfältige Umgang mit Ort und Bestand sowie die Entwicklung präziser, zeitgemässer architektonischer Lösungen. Dabei verbindet PARK ARCH architektonische Gestaltung mit städtebaulichen und gesellschaftlichen Fragestellungen.